{"id":2756,"date":"2018-01-19T23:17:08","date_gmt":"2018-01-19T22:17:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=2756"},"modified":"2018-01-20T00:30:38","modified_gmt":"2018-01-19T23:30:38","slug":"gvb-benoetigt-neue-fahrzeuge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2018\/01\/19\/gvb-benoetigt-neue-fahrzeuge\/","title":{"rendered":"GVB BEN\u00d6TIGT NEUE FAHRZEUGE"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Geraer Verkehrs- und Betriebsgesellschaft mbH m\u00f6chte in den n\u00e4chsten Jahren zw\u00f6lf neue Niederflur-Stra\u00dfenbahnwagen anschaffen. Au\u00dferdem sind rund 40 Millionen Euro f\u00fcr die Sanierung der Infrastruktur notwendig.<\/em><\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend nach unseren Erkenntnissen bis zum Jahr 2019 die F\u00f6rderung der Investitionen im Wertumfang von rund 16 Millionen Euro als gesichert gilt, ist die Finanzierung der Investitionen ab 2020 in H\u00f6he von 64,4 Millionen Euro als v\u00f6llig offen zu betrachten. Da alle Th\u00fcringer Kommunen mit Stra\u00dfenbahnverkehr vor \u00e4hnlichen Herausforderungen stehen, begr\u00fc\u00dfe ich die Initiative des Erfurter Oberb\u00fcrgermeisters, weitsichtig in die schon nahe Zukunft zu blicken, gemeinsam den Freistaat f\u00fcr dieses Thema zu sensibilisieren und miteinander unsere Forderung nach mehr Geld zu bekr\u00e4ftigen\u201c, erkl\u00e4rte Geras Oberb\u00fcrgermeisterin Dr. Viola Hahn zum Stra\u00dfenbahngipfel am 17. Januar in Erfurt.<\/p>\n<p>Der GVB hat mehr als 40 Stra\u00dfenbahntriebwagen, davon zw\u00f6lf Triebwagen vom Typ NGT8G, Baujahre 2006 bis 2008, sechs Triebwagen des Typs KTNF 8, Baujahr 1990 &#8211; diese wurden zwischen 1999 und 2003 mit einem Niederfluranteil ausger\u00fcstet &#8211; sowie 22 Triebwagen des Typs KT4D, Baujahre 1981 bis 1990, sowie zwei Tatra-Triebwagen, die als Ersatzteilspender dienen. Dar\u00fcber hat der GVB vier historische Stra\u00dfenbahnen und einen Beiwagen im Bestand. <\/p>\n<p>Die Instandhaltung und Inspektion der Tatra-Fahrzeuge stellt eine gro\u00dfe Herausforderung an Ressourcen und Bereitstellung von Material und maschineller Ausr\u00fcstung dar. Die Tatra-Bahnen haben einen siebent\u00e4glichen Zyklus von Wartungsdurchsichten und die j\u00fcngeren Bahnen vom Typ NGT8G einen Zyklus von 14 Tagen, sodass der laufende Aufwand f\u00fcr die \u00e4lteren Bahnen entsprechend h\u00f6her ist und auch mehr Personal bindet. Eine Senkung des Aufwandts ist nur durch Neubeschaffungen oder eine Reduzierung des Fuhrparks mit einem reduzierten Leistungsangebot m\u00f6glich. Auch die Ersatzteilbeschaffung f\u00fcr die Tatra-Fahrzeuge gestaltet sich zunehmend als problematisch, da die Teile wiederholt in einer langwierigen Einzelanfertigung teuer beschafft werden m\u00fcssen. Zudem kommt es wiederholt zu Lieferverzug. <\/p>\n<p>Ende 2018\/Anfang 2019 soll es eine europaweite Ausschreibung zur Beschaffung von insgesamt zw\u00f6lf Niederflurwagen mit einer L\u00e4nge von 30 Metern geben. Mit der Neubeschaffung sollen die alten Fahrzeuge schrittweise ausgesondert werden. Im Jahre 2021 sollen die ersten sechs Niederflurbahnen und im Jahr 2024 weitere sechs Niederflurbahnen ausgeliefert werden.<\/p>\n<p>Da aufgrund der Besonderheiten des Gleisnetzes in Gera gro\u00dfe Teile der Fahrzeuge entsprechend der Spurweite und Kurvenradien erst entwickelt werden m\u00fcssen, ist eine fr\u00fchere Beschaffung nicht m\u00f6glich. Gegenw\u00e4rtig wird das Lastenheft f\u00fcr die neuen Fahrzeugtypen erstellt. Um die St\u00fcckkosten durch die Verteilung der Entwicklungskosten auf eine h\u00f6here St\u00fcckzahl zu senken, sollen die Fahrzeuge gemeinsam mit der Th\u00fcringenwaldbahn und Stra\u00dfenbahn Gotha GmbH beschafft werden, die ebenfalls zw\u00f6lf Niederflurwagen beschaffen will. Das Investitionsvolumen pro Bahn betr\u00e4gt zwischen 2,5 und 3,0 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen f\u00fcr die ersten sechs Fahrzeuge, die 2021 ausgeliefert werden sollen, betr\u00e4gt somit insgesamt zwischen 15 Millionen und 18 Millionen Euro. Es wird mit einer F\u00f6rderquote von 70 % gerechnet, sodass der Eigenmittelanteil des Verkehrsbetriebes zwischen 4,5 Millionen Euro und 5,4 Millionen Euro liegt, und der vom Freistaat Th\u00fcringen erwartete F\u00f6rdermittelanteil zwischen 10,5 Millionen Euro und 12,6 Millionen Euro. \u00dcblicherweise folgt nach der Ausschreibung mit der Zuschlagserteilung im Jahr 2019 eine Anzahlung von bis zu 40 % des Gesamtpreises.<\/p>\n<p>Mit der Auslieferung der zweiten sechs Niederflurbahnen im Jahre 2024 w\u00e4chst das gesamte Investitionsvolumen auf 20 bis 36 Millionen Euro. Somit erh\u00f6ht sich der erwartete F\u00f6rdermittelanteil des Freistaates Th\u00fcringen auf eine Summe zwischen 21 und 25,2 Millionen Euro. <\/p>\n<p>Sollten im Jahr 2021 und 2024 nicht jeweils sechs neue Niederflurwagen beschafft werden, m\u00fcssen ab dem Jahr 2021 die Tatra-Wagen abh\u00e4ngig vom Baujahr sukzessive einer aufwendigen Inspektion nach Betriebsordnung Stra\u00dfenbahn (BO Strab) unterzogen werden, bei der nicht nur wie sonst \u00fcblich der Wagen, sondern auch die Elektrik und Steuerung erneuert werden muss. Bei einer solch aufwendigen Inspektion ist mit Kosten von bis zu 1,2 Millionen Euro pro Fahrzeug zu rechnen. Der Eigenmittelanteil bei einer Neubeschaffung betr\u00e4gt zwischen 750 000 und 900 000 Euro und ist somit aus Sicht des Unternehmens weitaus wirtschaftlicher. <\/p>\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n<p>Weiteres zu den in Gera eingesetzten Tatra-Wagen finden Sie in unserer Dokumentation.<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001_DATEI\/B_102.htm\">CKD-Gelenkwagen in Gera<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Geraer Verkehrs- und Betriebsgesellschaft mbH m\u00f6chte in den n\u00e4chsten Jahren zw\u00f6lf neue Niederflur-Stra\u00dfenbahnwagen anschaffen. 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