{"id":28250,"date":"2023-11-21T16:37:05","date_gmt":"2023-11-21T15:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=28250"},"modified":"2023-11-21T16:37:07","modified_gmt":"2023-11-21T15:37:07","slug":"staatssekretaer-besucht-museum-fuer-naturkunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/11\/21\/staatssekretaer-besucht-museum-fuer-naturkunde\/","title":{"rendered":"STAATSSEKRET\u00c4R BESUCHT MUSEUM F\u00dcR NATURKUNDE"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 17. November 2023 besuchte der Staatssekret\u00e4r Dr. Burkhard Vogel des Th\u00fcringer Ministeriums f\u00fcr Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) das Museum f\u00fcr Naturkunde Gera. Anlass war die Auswertung der Ergebnisse eines vom Th\u00fcringer Minister f\u00fcr Umwelt, Energie und Naturschutz Bernhard Stengele gef\u00f6rderten Projekts im Museum. Dank der gro\u00dfz\u00fcgigen finanziellen Unterst\u00fctzung des Ministeriums, der Volksbank eG Gera \u2013 Jena \u2013 Rudolstadt, sowie Doris-Inge und G\u00fcnter-Erich Rohleder aus Gera konnten \u00fcber 70 zerfallsgef\u00e4hrdete Mineralstufen aus der Museumssammlung durch eine aufw\u00e4ndige Spezialbehandlung vor dem Zerfall bewahrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Behandlung umfasste die Reinigung, die Konservierung und die Stabilisierung. Dazu wurden die betroffenen Mineralien aus der Sammlung des Museums f\u00fcr Naturkunde Gera in die \u201eMineralienwerkstatt P\u00f6nitz\u201c nach Freiberg\/Sachsen transportiert. Diese Werkstatt ist renommiert und hat bereits Mineralien f\u00fcr viele bedeutende Einrichtungen, wie die TU Bergakademie Freiberg, die Universit\u00e4t Bonn und das St\u00e4dtische Museum Zwickau erfolgreich behandelt. In der Vergangenheit wurden auch schon einzelne Mineralstufen des Geraer Museums f\u00fcr Naturkunde in der Freiberger Werkstatt konserviert, was in der Regel privat finanziert wurde. Die Erfahrungen damit sind sehr gut. Auch schon im Jahr 2009 konservierte Mineralien sind bis heute stabil.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hauptursache f\u00fcr Zerfallsprozesse bei Mineralstufen liegt in der Zersetzung von Pyrit und Markasit, von denen auch kleine, kaum sichtbare Mengen in der Gesteinsmatrix einer Mineralstufe ausreichen. Bedingt werden diese Vorg\u00e4nge durch den im Museum unvermeidlichen Sauerstoffzutritt. Vor der Bergung, tief untertage, gab es keinen Sauerstoffkontakt der Mineralien, so dass sie dort stabil blieben und nicht zerfielen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge der Zerfalls an der Erdoberfl\u00e4che bilden sich immer mehr Risse; es entstehen wei\u00dfe Ausbl\u00fchungen samt schwefeliger Ger\u00fcche und im schlechtesten Fall bleibt von einer kostbaren Mineralstufe nur ein Haufen \u201eKr\u00fcmel\u201c \u00fcbrig. Auch andere Museen mit mineralogischen Sammlungen und private Mineraliensammler haben schon entsprechende Erfahrungen gemacht. Das Problem betrifft insbesondere Mineralien von der Uranlagerst\u00e4tte Ronneburg in Ostth\u00fcringen \u2013 der ehemals gr\u00f6\u00dften Uranlagerst\u00e4tte Europas. Im Rahmen der Konservierung musste zuerst jede kleinste Menge S\u00e4ure auf und in den Mineralstufen entfernt werden und anschlie\u00dfend eine nicht sichtbare Versiegelung zwecks eines zuk\u00fcnftigen Sauerstoffabschlusses aufgetragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Museum und der Verein wollen erreichen, ein St\u00fcck \u201eKulturgut aus der Natur\u201c auch f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen zu sichern. Die Kostbarkeiten, die Bergleute unter hohen Risiken aus hunderten Metern Tiefe an die Erdoberfl\u00e4che gebracht haben, sollen im Museum sicher erhalten bleiben, ganz getreu dem Motto \u201eKulturgut verpflichtet\u201c. Einige der konservierten Mineralien sind alsbald Thema in der neuen Sonderausstellung des Museums f\u00fcr Naturkunde, die ab 25. Dezember 2023 zu sehen sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Am 17. 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