{"id":28452,"date":"2023-12-04T10:32:14","date_gmt":"2023-12-04T09:32:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=28452"},"modified":"2023-12-04T10:32:15","modified_gmt":"2023-12-04T09:32:15","slug":"antisemitismus-experten-stehen-vor-einem-raetsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/12\/04\/antisemitismus-experten-stehen-vor-einem-raetsel\/","title":{"rendered":"ANTISEMITISMUS-EXPERTEN STEHEN VOR EINEM R\u00c4TSEL"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Seit dem 7. Oktober 2023 werden 29 antisemitische Vorf\u00e4lle pro Tag dokumentiert. Das ist ein Anstieg um 320 % laut der zust\u00e4ndigen Meldestelle.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ratlos fragte der Deutschlandfunk am 2. Dezember 2023: \u201eWo bleibt der Aufschrei gegen Antisemitismus?\u201d Irgendetwas l\u00e4uft falsch im Land, hat der Sender festgestellt und beginnt mit der Analyse: Man kann antisemitisch sein, ohne Antisemit zu sein, oder rassistisch, ohne Rassist zu sein. Als in der Sendung Kommentare vorgelesen werden, wird klar, was den Zuh\u00f6rern vermittelt werden soll: Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verdecken den eigenen Antisemitismus der Rechten. Wer etwa die Hamas und deren Fanatiker in den Blick nimmt und den Antisemitismus mit der Zuwanderung in Verbindung bringt, will nur ablenken. Wenige Tage nach dem 7. Oktober 2023 h\u00e4tten einige meinungsstarke Personen des \u00f6ffentlichen Lebens von Abschiebungen gesprochen und so antimuslimischen Rassismus praktiziert. Es werde wieder eine Gruppe gesucht, die man f\u00fcr den Antisemitismus verantwortlich machen kann, damit man sich selbst nicht den Spiegel vorhalten m\u00fcsse. Davon w\u00fcrden rechte Akteure profitieren.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/antisemitismus-nimmt-zu-aufschrei-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/antisemitismus-nimmt-zu-aufschrei-100.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Antisemiten sind also unter den schon l\u00e4nger hier lebenden Menschen zu finden, vermittelt die Sendung. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr den ausbleibenden Aufschrei gegen Judenfeindlichkeit macht man Abwehr und Unwissenheit aus. Es m\u00fcsse gefragt werden, ob das nicht am Antisemitismus liege, der, so die unterschwellige Unterstellung, bei der Mehrheit der Deutschen noch immer vorhanden ist. Dabei schreibt selbst die Zeitung \u201eJ\u00fcdische Allgemeine\u201d etwas ganz anderes. Auf Seite 8 in der Ausgabe vom 2. November 2023 ist n\u00e4mlich folgendes zu lesen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eNeue Studien warnen, dass antisemitische Einstellungen unter Migranten aus dem Nahen Osten und unter Muslimen weiter verbreitet sind als im Durchschnitt der Deutschen.\u201d<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Deutschlandfunk aber m\u00f6chte den schon l\u00e4nger hier lebenden H\u00f6rern das Gef\u00fchl geben, sie seien das Grund\u00fcbel in diesem Lande. Verschiedene Problemlagen werden so geschickt miteinander verkn\u00fcpft, dass ein negatives Selbstbild \u00fcbrig bleibt. Zwar ging es vor zwanzig Jahren in Deutschland wesentlich unspektakul\u00e4rer als heute zu, aber wer nun etwas daraus ableiten will und dabei die Schuld nicht bei sich selber sucht, l\u00e4uft Gefahr, ebenfalls zu den Rassisten gez\u00e4hlt zu werden. Und wer nichts sagt, macht sich eben verd\u00e4chtig, antisemitisch zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Seit dem 7. Oktober 2023 werden 29 antisemitische Vorf\u00e4lle pro Tag dokumentiert. Das ist ein Anstieg um 320 % laut der zust\u00e4ndigen Meldestelle. Ratlos fragte der Deutschlandfunk am 2. 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