{"id":28503,"date":"2023-12-06T00:11:27","date_gmt":"2023-12-05T23:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=28503"},"modified":"2023-12-06T00:11:28","modified_gmt":"2023-12-05T23:11:28","slug":"arbeiten-von-andre-wejwoda-in-der-bibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/12\/06\/arbeiten-von-andre-wejwoda-in-der-bibliothek\/","title":{"rendered":"ARBEITEN VON ANDR\u00c9 WEJWODA IN DER BIBLIOTHEK"},"content":{"rendered":"\n<p>Seit dem 5. Dezember 2023 pr\u00e4sentiert die Stadt- und Regionalbibliothek in ihrer Galerie am Puschkinplatz eine neue Ausstellung. Unter dem Titel \u201eUnterwegs\u201c sind bis zum 20. Januar 2024 Reisetageb\u00fccher, Holzschnitte, Collagen von Andr\u00e9 Wejwoda zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dresdner K\u00fcnstler l\u00e4dt mit seinen Bildern ein, sich auf imagin\u00e4re Reisen zu begeben und ihn dabei in Weltgegenden zu begleiten, die ihn in ihren Bann gezogen haben. Zahlreiche Studienaufenthalte so unter anderem auf der portugiesischen Insel Madeira, in S\u00fcdengland oder im indischen Rajasthan belegen nicht nur seine intensive Auseinandersetzung mit fremden Kulturen, sie pr\u00e4gten auch nachhaltig sein k\u00fcnstlerisches Schaffen der letzten Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders seine gezeichneten Tageb\u00fccher, die im Zentrum der Ausstellung in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera stehen, vermitteln einen lebendigen Eindruck von seinen Reiseerlebnissen. Sie lassen die starke Faszination sp\u00fcren, die f\u00fcr ihn von der unmittelbaren Begegnung mit Menschen und Orten ausgeht. In zahlreichen Zeichnungen, Collagen und Aquarellen sp\u00fcrt Wejwoda den Geschichten am Wegesrand nach, dem Unerwarteten und Authentischen; etwa eine spontane Einladung zu einem indischen Tempelfest, die Suche nach den Arbeiten des portugiesischen Streetartk\u00fcnstlers Vhils in Lissabon oder die virtuellen Zusammentreffen mit dem malenden K\u00fcnstlerkollegen Winston Churchill in Camara de Lobos, mit dem Reiseschriftsteller Bruce Chatwin im indischen Rohat und mit Si Mohamed, dem \u201ebesten Gerber\u201c von Marokko in Fes.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich bilden die \u201eunterwegs\u201c entstandenen Arbeiten den Ausgangspunkt und den Fundus f\u00fcr einen l\u00e4ngeren k\u00fcnstlerischen Arbeitsprozess. In seinem Atelier reduziert und verdichtet Wejwoda die F\u00fclle der Eindr\u00fccke \u00fcber mehrere Stufen bis hin zur Abstraktion, wobei markante Strukturen, charakteristische Farben oder auch einzelne Objekte in den Vordergrund treten. So werden aus urspr\u00fcnglich wiedererkennbaren Stadtansichten Orte der subjektiven Erinnerung, gewisserma\u00dfen \u201eerinnerte Orte\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Abl\u00f6sungsprozess von der realen Vorlage steuert er durch den Einsatz verschiedener Techniken. Das Spektrum reicht dabei von Pastellkreiden, gerissenem Seidenpapier oder Holzschnitten bis hin zu stark abstrahierenden Materialcollagen, bei denen Wejwoda auch immer wieder mit dem Medium Sand experimentiert und so zu \u00fcberraschenden gestalterischen L\u00f6sungen gelangt. Besonders deutlich wird diese Arbeitsweise in einer Serie, die nach einem Aufenthalt in der kleinen indischen F\u00fcrstenresidenz Bundi entstanden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung kann w\u00e4hrend den \u00d6ffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Andr\u00e9 Wejwoda<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>1953: geboren in Dornreichenbach, Kreis Wurzen<\/li>\n\n\n\n<li>1973-1977: Lehrerstudium an der PH Dresden (Kunsterziehung Deutsch);<\/li>\n\n\n\n<li>1977\/1978: Lehrer an der 102. Oberschule in Dresden<\/li>\n\n\n\n<li>1978\/1981: Promotion zum Dr. phil. an der PH Potsdam<\/li>\n\n\n\n<li>1981-1992: Mitarbeiter im Bereich Deutsch als Fremdsprache der PH Dresden<\/li>\n\n\n\n<li>1985-1988: Deutschlehrer am Mahmud-Hotaki-Lyzeum Kabul, Afghanistan<\/li>\n\n\n\n<li>1993-2018: Mitarbeiter im Dezernat Forschungsf\u00f6rderung und Technologietransfer der TU Dresden<\/li>\n\n\n\n<li>seit 1995: nach l\u00e4ngerer Pause k\u00fcnstlerischer Neubeginn, Ateliergemeinschaft im Atelier 24 mit der Keramikerin Elke Boschke, zahlreiche Studienreisen in<br>europ\u00e4ische und asiatische L\u00e4nder<\/li>\n\n\n\n<li>seit 2009: Teilnahme an \u201eKunst offen in Sachsen\u201c und \u201eOffenes Atelier\u201c in Dresden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Einzelausstellungen\/Ausstellungsbeteiligung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>u. a. in Altenburg, Dresden, Mei\u00dfen, Pirna, Radebeul, Sta\u00dffurt und Udine\/Italien<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Seit dem 5. 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