{"id":28587,"date":"2023-12-11T14:13:14","date_gmt":"2023-12-11T13:13:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=28587"},"modified":"2023-12-11T14:13:15","modified_gmt":"2023-12-11T13:13:15","slug":"der-jahrhundert-schatz-vom-henneberg-in-thueringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/12\/11\/der-jahrhundert-schatz-vom-henneberg-in-thueringen\/","title":{"rendered":"\u201eDER JAHRHUNDERT-SCHATZ VOM HENNEBERG IN TH\u00dcRINGEN\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Vom 25. Dezember 2023 bis zum 19. Mai 2024 pr\u00e4sentiert das Museum f\u00fcr Naturkunde die Kabinettausstellung \u201eDer Jahrhundert-Schatz vom Henneberg in Th\u00fcringen\u201c. Ein aufsehenerregender Mineralienfund aus dem unter Mineraliensammlern popul\u00e4ren Steinbruch Henneberg bei Wurzbach in Th\u00fcringen wird mit 25 Mineralstufen erstmals so umfangreich in der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Entdeckt wurde der \u201eSchatz\u201c vom begeisterten Mineraliensammler Karl-Heinz Jankowski (1947-2021), der beim Besuch des Steinbruchs am 30. Oktober 1994 das seltene Gl\u00fcck hatte, eine reichlich 70 bis 80 Zentimeter gro\u00dfe Kristalldruse entdecken und \u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Die Mineralien, die er mit seinen H\u00e4nden aus dem Hohlraum nehmen konnte, sind spektakul\u00e4r. Nach dem \u00d6ffnen der Kristalldruse konnte Karl-Heinz Jankowski die meisten Mineralienstufen sogar ohne weiteren Aufwand entnehmen, weil sich diese im Laufe ihrer Existenz von der Drusen-Innenseite gel\u00f6st hatten und nur locker darin lagen. Die Mineralienstufen, die im Oktober 1994 \u201edas Licht der Welt erblickten\u201c, geh\u00f6ren hinsichtlich ihrer Gr\u00f6\u00dfe und Qualit\u00e4t zu den besten St\u00fccken, die jemals im Steinbruch Henneberg gefunden wurden. Mit Fug und Recht k\u00f6nnen sie dar\u00fcber hinaus zu den H\u00f6hepunkten der Mineralienfunde ganz Th\u00fcringens gerechnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in der Druse gefundenen Mineralien umfassen Rauchquarz, Baryt, Orthoklas, Albit, Fluorit, Fluorapatit und H\u00e4matit. Die Rauchquarze sind oft hochgl\u00e4nzend, teilweise transparent und bilden bis zu 20 cm gro\u00dfe, \u201eartischockenartig\u201c geformte Kristalle. Zum Teil handelt es sich um ringsum kristallisierte \u201eSchwimmer-Kristalle\u201c. Etwa bis zu zehn Zentimeter Gr\u00f6\u00dfe erreichen die Orthoklase, die auch als Manebacher Zwillinge vorkommen. Fluorit kam zwar nur wenig in der Druse vor, die vorhandenen Kristalle sind jedoch lila-violett und bilden Oktaeder. Die dunkelgr\u00fcnen Fluorapatite erreichen bis zu ein Zentimeter Gr\u00f6\u00dfe. Der Berufs-Chemiker Karl-Heinz Jankowski hatte den Steinbruch Henneberg sehr oft besucht und auch bereits bei anderen Exkursionen interessante Mineralstufen geborgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Steinbruch Henneberg ist nach wie vor ein aktiver Steinbruch, in dem hochwertiger Granit abgebaut wird. In der Region des Th\u00fcringer Schiefergebirges ist der Henneberg-Granit der einzige abbaubare Granit mit besten baustofftechnischen Eigenschaften. Die Granitwerk Fischer GmbH &amp; Co. KG ist der Betreiber des Steinbruchs. Fast einhundert verschiedene Mineralarten sind aus dem Steinbruch insgesamt bekannt, darunter auch seltenere Benennungen. Die Mineralvielfalt erzeugt deshalb immer wieder \u201eleuchtende Augen\u201c bei Mineraliensammlern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung im Geraer Museum f\u00fcr Naturkunde wurde insbesondere von Karl-Heinz Jankowskis Lebensgef\u00e4hrtin Marlis Hofmann erm\u00f6glicht, die die Sammlungsst\u00fccke ihres 2021 verstorbenen Partners zur Verf\u00fcgung gestellt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Vom 25. Dezember 2023 bis zum 19. Mai 2024 pr\u00e4sentiert das Museum f\u00fcr Naturkunde die Kabinettausstellung \u201eDer Jahrhundert-Schatz vom Henneberg in Th\u00fcringen\u201c. 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