{"id":29113,"date":"2024-01-13T02:27:18","date_gmt":"2024-01-13T01:27:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=29113"},"modified":"2024-01-13T02:27:20","modified_gmt":"2024-01-13T01:27:20","slug":"wie-teuer-wird-das-jahr-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/01\/13\/wie-teuer-wird-das-jahr-2024\/","title":{"rendered":"WIE TEUER WIRD DAS JAHR 2024?"},"content":{"rendered":"\n<p>Die B\u00fcrger m\u00fcssen sich in diesem Jahr auf deutliche Preissteigerungen einstellen. Daf\u00fcr gibt es mehrere Gr\u00fcnde. Insbesondere die Energiepolitik, die Ausweitung der CO\u2082-Bepreisung und die Haushaltskrise f\u00fchren zu Verteuerungen. Denn obwohl die Steuereinnahmen so hoch sind wie noch nie, reicht das Geld nicht f\u00fcr die geplanten Ausgaben. Nun geht die Bundesregierung dazu \u00fcber, Subventionen zu reduzieren. Beim E-Auto ist das schon geschehen. Gegenw\u00e4rtig wird die Abschaffung der Steuer-Teilr\u00fcckerstattung f\u00fcr den sogenannten Agrar-Diesel vorbereitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im vergangenen Jahr sind die Preise f\u00fcr Strom, Gas und Fernw\u00e4rme sp\u00fcrbar gestiegen, schreibt das Th\u00fcringer Landesamt f\u00fcr Statistik. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getr\u00e4nke verteuerten sich seit 2020 durchschnittlich sogar um 33,3 %. Die Preise f\u00fcr Haushaltsenergie und Kraftstoffe stiegen seit 2020 noch drastischer, n\u00e4mlich um 51 %, wie das Amt weiter mitteilt. Au\u00dferdem wurde die LKW-Maut erh\u00f6ht, wodurch sich Transporte verteuern.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr m\u00fcssen sich die Menschen auf weitere Belastungen einstellen. Die Mehrwertsteuer f\u00fcr Gas und Fernw\u00e4rme steigt von 7 % auf 19 %. In der Gastronomie sind anstatt 7 % nun wieder 19 % Mehrwertsteuer zu entrichten, obwohl Olaf Scholz als SPD-Spitzenkandidat im Wahlkampf gesagt hatte, der niedrigere Satz w\u00fcrde bleiben. Er geht zur\u00fcck auf die Corona-Zeit. Letztendlich k\u00f6nnten sich Speisen und Getr\u00e4nke im Laufe des Jahres um 15 % verteuern, da auch die Energie- und Lohnkosten gestiegen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr Elektrizit\u00e4t gegen\u00fcber dem Jahr 2022 deutlich gefallen sind, m\u00fcssen sich Endkunden hier ebenfalls auf h\u00f6here Preise einstellen. Der fr\u00fchere Vorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, kritisierte gegen\u00fcber dem Magazin \u201eFocus\u201d:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWir schlie\u00dfen letzte, v\u00f6llig intakte Atomkraftwerke und setzen nun auf teures Fl\u00fcssiggas. Und wenn es nicht reicht, wieder auf Kohle.\u201d<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Subventionen f\u00fcr die Netzentgelte wurden ebenfalls abgeschafft. Weil davon auszugehen ist, dass die Netzbetreiber die Mehrkosten an die Kunden weitergeben, wird ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt sch\u00e4tzungsweise 120 Euro mehr im Jahr zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Belastung, deren Ausma\u00df noch viele untersch\u00e4tzen, ist die CO\u2082-Abgabe. Diese wird in den kommenden Jahren auf weitere Bereiche ausgeweitet und gleichzeitig schrittweise angehoben. Das Klimageld als Ausgleich f\u00fcr den steigenden CO\u2082-Preis ist indessen nicht in Sicht. Es sollte die sozialen Folgen abmildern. Doch das wird nicht gelingen, meint Sebastian Dullien, Direktor des Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung. Er geht davon aus, dass der ab 2027 deutlich h\u00f6here CO\u2082-Preis vor allem auch die Mittelschicht stark belasten wird und rechnet mit einer sozialen Spaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Mehrbelastungen entstehen durch die Erh\u00f6hung des Krankenkassenzusatzbeitrages, die steigenden Kosten f\u00fcr Trink- und Abwasser, sowie die Erh\u00f6hung der Grundsteuer in vielen Kommunen. Etliche Versicherungsunternehmen haben ebenfalls eine Erh\u00f6hung der Beitr\u00e4ge angek\u00fcndigt. Nachdem das Geb\u00e4udeenergiegesetz wirksam geworden ist, m\u00fcssen sich Hauseigent\u00fcmer in den kommenden Jahren auf immer strengere Umweltauflagen einstellen, die nur mit hohen Investitionen erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Das eigene Haus w\u00e4re dann kein stabiler Sachwert mehr, sondern in finanzieller Hinsicht ein Fass ohne Boden, wodurch sich viele zum Verkauf entscheiden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abgaben an die EU f\u00fcr nicht wiederverwertetem Kunststoff sollen ab dem 1. Januar 2025 nicht mehr mit dem Geld aus der Staatskasse bezahlt werden, sondern durch die Hersteller. Diese werden die Mehrkosten dann an die Kunden weitergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Institut der deutschen Wirtschaft ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Gering- und Durchschnittsverdiener sowie Alleinerziehende mit einem Kind am meisten belastet werden. Besser- und Spitzenverdiener k\u00f6nnen sich hingegen auf Entlastungen freuen. Beobachter rechnen bereits mit einer weiter wachsenden Wut auf die Regierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die B\u00fcrger m\u00fcssen sich in diesem Jahr auf deutliche Preissteigerungen einstellen. Daf\u00fcr gibt es mehrere Gr\u00fcnde. Insbesondere die Energiepolitik, die Ausweitung der CO\u2082-Bepreisung und die Haushaltskrise f\u00fchren zu Verteuerungen. 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