{"id":2940,"date":"2018-02-13T00:39:31","date_gmt":"2018-02-12T23:39:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=2940"},"modified":"2018-02-13T00:39:31","modified_gmt":"2018-02-12T23:39:31","slug":"schauspiel-die-grosse-liebe-war-es-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2018\/02\/13\/schauspiel-die-grosse-liebe-war-es-nicht\/","title":{"rendered":"SCHAUSPIEL &#8222;DIE GROSSE LIEBE WAR ES NICHT&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie gro\u00dfe Liebe war es nicht \u2013 Die Ruth-Brandin-Story\u201c ist der Titel einer Schauspiel-Revue, die am 18. Februar um 18 Uhr im Landestheater Altenburg ihre Urauff\u00fchrung erlebt. Dramaturgin Svea Haugwitz und der Schauspieldirektor von Theater &amp; Philharmonie Th\u00fcringen, Manuel Kressin, haben es unternommen, die \u201eRuth-Brandin-Story\u201c aufs Papier zu bringen. Dazu besuchten sie die in Berlin lebende ehemalige Schlagers\u00e4ngerin der DDR mehrfach. Ruth Brandin wird zur Premiere in Altenburg erwartet.<\/p>\n<p>Martina Bode inszeniert das St\u00fcck in der Ausstattung von Peer Palmowski. Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera spielen unter der Leitung von Schauspielkapellmeister Olav Kr\u00f6ger.<\/p>\n<p>Als Ruth Brandin erleben Sie Michaela Dazian. In weiteren Rollen:  Alexandra Sagurna, Thomas C. Zinke, Marie Wolff, Danijel Gavrilovic  und Ioachim Zarculea.<\/p>\n<p>\u201eSind Sie bereit, sich von uns entf\u00fchren zu lassen in eine bunte Welt vergangener Zeiten? Eine Welt von Lipsi, Twist und sch\u00f6nen Schlagern?\u201c, so begr\u00fc\u00dft das Faktotum sein Publikum zur 1960er-Jahre-Retro-Show. Eigentlich sollte es eine der gro\u00dfen \u201eOstalgie\u201c-Shows werden, bei der die Schlager-Stars der DDR ihre Lieder pr\u00e4sentieren. Aber einer der Stars hat keine Lust dazu, \u201eeinfach nur zu singen und die Klappe zu halten\u201c.  Was sich in der DDR zugetragen hat, kann man nicht nur mit sch\u00f6nen Melodien beschreiben. Die Kulturzensur des SED-Regimes reichte bis in die Welt des Schlagers hinein. Das hat auch Ruth Brandin (*1940) erfahren m\u00fcssen, die eine steile Karriere von der Krankenschwester zum international gefeierten Schlagerstar machte. Doch die junge, selbstbewusste Frau eckte immer wieder an, vor allem bei den Staatsorganen. Als man ihr die Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit antrug, lehnte sie ab. Wenige Wochen sp\u00e4ter erhielt Brandin ihre K\u00fcndigung und musste sich 1974 bei ihrem letzten Auftritt in Gera endg\u00fcltig von der B\u00fchne verabschieden.  <\/p>\n<p>Deshalb widerspricht die Figur Ruth Brandin auch dem Faktotum vehement: Es war nicht alles sch\u00f6n, damals. Der Papagei hat den vermeintlich neutralen \u00dcberblick, vertritt er doch in Personalunion alle Spitzel und Mitarbeiter der Staatssicherheit, deren Berichte die Akte von Ruth Brandin f\u00fcllen. Doch inwiefern kann man diesen Akten trauen? Und warum interessiert es die Staatssicherheit \u00fcberhaupt, ob Brandin das Treppenhaus regelm\u00e4\u00dfig wischt? <\/p>\n<p>So wird aus der Show eine Revue, in der das Publikum durch die Augen Ruth Brandins das Leben in der DDR von Ende der F\u00fcnfziger bis Anfang der Siebziger nachvollziehen kann. Das Publikum erlebt mit, wie  auch ein gefeierter Schallplattenstar die allt\u00e4glichen Probleme mit den DDR-Beh\u00f6rden zu bew\u00e4ltigen hat\u2026 In einem Kaleidoskop von Erinnerungen, Berichten und Liedern sp\u00fcrt die Revue der Biografie einer beeindruckenden Frau und dem Lebensgef\u00fchl einer vergangenen Zeit nach. Dabei erklingen unvergessene Schlager wie \u201ePapagei-Twist\u201c, \u201eNie zuvor war ein Abend so sch\u00f6n\u201c und \u201eMich hat noch keiner beim Twist gek\u00fcsst\u201c, die Ruth Brandin einst interpretiert hat. Svea Haugwitz und Manuel Kressin haben sich auf die Reise begeben, um gemeinsam mit Ruth Brandin deren Leben Revue passieren zu lassen. Eine junge Frau, die ohne R\u00fccksicht auf Verluste bis heute sagt, was sie denkt, erz\u00e4hlt uns ihre Geschichte.<\/p>\n<p><strong>BEGLEITPROGRAMM ZUM ST\u00dcCK<\/strong><\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit den Bundesbeauftragten f\u00fcr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) Au\u00dfenstelle Gera bietet Theater&amp;Philharmonie Th\u00fcringen begleitend zur Urauff\u00fchrung ein umfangreiches Begleitprogramm in Altenburg und Gera, bestehend aus Ausstellungen und diversen Gespr\u00e4chsrunden an.<\/p>\n<p>AUSSTELLUNG \u201eSANFTE T\u00d6NE, STARKE WORTE\u201c<\/p>\n<p>&#8211; Leihgabe des Martin-Luther-King-Zentrums f\u00fcr Gewaltfreiheit und Zivilcourage e. V. <\/p>\n<p>In zwanzig Tafeln besch\u00e4ftigt sich die Ausstellung mit Liedermachern in der DDR, die aufgrund ihrer kritischen Texte eine starke k\u00fcnstlerische Opposition bildeten. Anhand ausgew\u00e4hlter Beispiele wird durch Fotos, Dokumente und Liedtextbeispiele der musikalische Balanceakt zwischen Anpassung und Widerstand sowie die Repressionen des SED-Staates gegen kritische K\u00fcnstler aufgezeigt.<\/p>\n<p>Ausgestellt wird von Sonntag, den  11. Februar bis Sonntag, den 9. M\u00e4rz im Rangfoyer des Landestheaters Altenburg sowie von Freitag, den  16. M\u00e4rz bis Samstag, den 31. M\u00e4rz im Spiegelfoyer Gera.<\/p>\n<p>Besichtigung vor den Vorstellungen sind m\u00f6glich, F\u00fchrungen auf Anfrage.<\/p>\n<p><strong>AUSSTELLUNG \u201eALL YOU NEED IS BEAT\u201c <\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Leihgabe vom Archiv B\u00fcrgerbewegung Leipzig e. V.<\/p>\n<p>Auf zwanzig Bild- und Texttafeln zeigt die Ausstellung das wechselvolle Verh\u00e4ltnis von Jugend, Musik und Politik in der DDR. Anhand ausgew\u00e4hlter Beispiele wird gezeigt, wie sich Jugendkultur um Rock`n`Roll und Beat unter den Bedingungen des real existierenden Sozialismus der Ulbricht-\u00c4ra zwischen partieller F\u00f6rderung, Zensur und Repression insbesondere in den 1960er Jahren entwickelte. <\/p>\n<p>Ausgestellt wird ab Mittwoch, den 7. M\u00e4rz, 16 Uhr, in der BStU Au\u00dfenstelle Gera.<\/p>\n<p>Danach sind Besichtigung innerhalb der regul\u00e4ren \u00d6ffnungszeiten der BStU m\u00f6glich. Diese sind montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 9 Uhr bis 14 Uhr. Samstags und sonntags ist der Besuch nach telefonischer Anmeldung m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>\u201eDIE AKTE BRANDIN\u201c <\/strong><\/p>\n<p>&#8211; 18. Februar 2018, 15.30 Uhr, Landestheater Altenburg, Heizhaus<br \/>\n&#8211; Gespr\u00e4ch mit Experten des BStU Gera<br \/>\n&#8211; Eintritt frei<\/p>\n<p><strong>TAG DER ARCHIVE<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Samstag, 3. M\u00e4rz 2018, 10 Uhr bis 17Uhr, BStU Gera<\/p>\n<p>Der BStU l\u00e4dt in die Au\u00dfenstelle Gera und informiert \u00fcber die Arbeit der Archive.<\/p>\n<p>F\u00fchrungen durch die Ausstellungen, Expertenvortr\u00e4ge und Filmvorf\u00fchrungen geben Einblicke in die Arbeit des SED-Regimes. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p><strong>SONDERTAG ZUM THEMA KULTUR\u00dcBERWACHUNG<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Mittwoch, 7. M\u00e4rz 2018, 16 Uhr bis 19 Uhr, BStU Gera<br \/>\n&#8211; 16 Uhr F\u00fchrung durch die BStU Gera inkl. Ausstellungser\u00f6ffnung \u201eAll you need is beat\u201c<br \/>\n&#8211; 17 Uhr Lesung \u201eDie \u00dcberwachung der Kultur durch die Abteilung 20 des Ministeriums f\u00fcr Staatssicherheit\u201c mit Frau Dr. P\u00f6hnert<br \/>\n&#8211; Eintritt frei<\/p>\n<p><strong>GESPR\u00c4CH VOR DER PREMIERE<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Freitag, 16. M\u00e4rz 2018, 18 Uhr, Konzertsaal Gera<\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch mit Dr. Matthias Braun, ehemaliger Leiter des Referats \u201eKulturzensur in der DDR\u201c der BStU Berlin und anderen ExpertInnen der BStU Gera \u00fcber die Sicherung und Bewertung von Stasiakten, sowie die Repression und Zensur der Kunst und Kultur durch den SED-Staat.  <\/p>\n<p><strong>WO BEFINDEN SICH DIE VORSTELLUNGSORTE?<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; B\u00fchnen der Stadt Gera, Theaterplatz 1, 07548 Gera (nahe Hauptbahnhof)<\/p>\n<p>Das Spiegelfoyer ge\u00f6ffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn im Gro\u00dfen Haus der B\u00fchnen der Stadt Gera.<\/p>\n<p>&#8211; BStU, Au\u00dfenstelle Gera, Haus 3, Hermann-Drechsler-Stra\u00dfe 1, 07548 Gera (nahe Finanzamt, etwa sieben Gehminuten vom Theater entfernt)<\/p>\n<p><strong>AUFF\u00dcHRUNGSTERMINE<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Sonntag, 18. Februar 2018, 18 Uhr, Premiere im Landestheater Altenburg<br \/>\n&#8211; Freitag, 2. M\u00e4rz 2018, 19.30 Uhr<br \/>\n&#8211; Sonntag, 4. M\u00e4rz 2018, 14.30 Uhr<br \/>\n&#8211; Freitag, 9. M\u00e4rz 2018, 19.30 Uhr<br \/>\n&#8211; Montag, 2. April 2018, 18 Uhr<br \/>\n&#8211; Freitag, 16. M\u00e4rz 2018, 19.30 Uhr Premiere im Gro\u00dfen Haus Gera<br \/>\n&#8211; Freitag, 23. M\u00e4rz 2018, 19.30 Uhr<br \/>\n&#8211; Sonntag, 25. M\u00e4rz 2018, 14.30 Uhr<br \/>\n&#8211; Samstag, 31. M\u00e4rz 2018, 19.30 Uhr<br \/>\n&#8211; Sonntag, 6. Mai 2018, 14.30 Uhr<\/p>\n<p>Eintrittskarten an den Theaterkassen, Rufnummer 03447 585177 oder 0365 8279105 erh\u00e4ltlich und k\u00f6nnen unter www.tpthueringen.de gebucht werden.<\/p>\n<p>BILD UND TEXT: THEATER UND PHILHARMONIE TH\u00dcRINGEN GMBH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>\u201eDie gro\u00dfe Liebe war es nicht \u2013 Die Ruth-Brandin-Story\u201c ist der Titel einer Schauspiel-Revue, die am 18. Februar um 18 Uhr im Landestheater Altenburg ihre Urauff\u00fchrung erlebt. 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