{"id":29769,"date":"2024-02-15T22:38:16","date_gmt":"2024-02-15T21:38:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=29769"},"modified":"2024-02-15T22:38:18","modified_gmt":"2024-02-15T21:38:18","slug":"neue-sonderausstellung-in-der-orangerie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/02\/15\/neue-sonderausstellung-in-der-orangerie\/","title":{"rendered":"NEUE SONDERAUSSTELLUNG IN DER ORANGERIE"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die neue Sonderausstellung in der Kunstsammlung Gera tr\u00e4gt den Titel \u201eAns Licht gebracht. Sch\u00e4tze aus dem Depot\u201c. Vom 18. Februar bis 20. Mai 2024 pr\u00e4sentiert die Kunstsammlung Gera in sechs Themenkomplexen insgesamt 84 Werke der Malerei, Arbeiten auf Papier und Plastik.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kunstsammlung Gera pr\u00e4sentiert in der neuen Sonderausstellung \u201eAns Licht gebracht\u201c im S\u00fcdfl\u00fcgel der Orangerie ausgew\u00e4hlte Werke aus dem eigenen Sammlungsbestand. Im Geraer Museumsdepot wird ein gro\u00dfer Fundus an Gem\u00e4lden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken vom Mittelalter bis zur Gegenwart beherbergt \u2013 Sch\u00e4tze, die dem Publikum bisher lange verborgen blieben und die jetzt aus dem Schattendasein der Magazine an Licht der \u00d6ffentlichkeit gebracht werden. Die Exposition ist die letzte Sonderausstellung in der Orangerie, bevor Ende Mai 2024 der umfangreiche Umbau zur neuen Otto-Dix-Dauerausstellung erfolgt, die am 3. Oktober 2024 er\u00f6ffnet, und sich \u00fcber Nord- und S\u00fcdfl\u00fcgel der Orangerie erstrecken wird. Grund genug, sich noch einmal mit frischem Blick dem eigenen Sammlungsbestand zu widmen und eine Ausstellung zu konzipieren, die die Werke nach k\u00fcnstlerischen, formal-\u00e4sthetischen und gesellschaftlichen Bedeutungen befragt. Gezeigt werden 53 Gem\u00e4lde, 23 Arbeiten auf Papier sowie acht Plastiken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 84 Werke entstanden von beginnenden 16. bis zum Ausgang des 20. Jahrhunderts und liefern damit einen repr\u00e4sentativen Streifzug durch die Vielf\u00e4ltigkeit der Sammlung. Die Basis f\u00fcr die Auswahl bildeten vornehmlich Werke aus dem historischen Sammlungsbestand, der Behrens-Weise-Sammlung, dem bedeutenden Werkbestand zur Kunst des 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhunderts im Museum sowie den Dauerleihgaben der Sammlung Niescher. Neben gro\u00dfen und bekannten K\u00fcnstlern der Kunstgeschichte wie Andreas Achenbach, Oswald Achenbach, Peter Breuer, Heinrich B\u00fcrkel, Lucas Cranach d. \u00c4., Albrecht D\u00fcrer, Rainer Fetting, Paul Gauguin, Frans Hals, Willy Hamacher, Erich Heckel, Willem van Mieris, Friedrich Phillipp und Heinrich Reinhold, Auguste Renoir, Auguste Rodin, Antonio Rotta sind auch eindringliche Werke von Gegenwartsk\u00fcnstlern wie Rainer Fetting, Lutz R. Ketscher, Wolf Vostell und Jan Brokof zu sehen. Die malerische Bandbreite reicht beispielsweise von den in altmeisterlicher Lasurmalerei ausgef\u00fchrten Landschaften und Genrebildern der Niederl\u00e4nder Peter de Neyn, Jan van Kessel und Willem van Mieris aus dem 17. Jahrhundert, \u00fcber die idyllisch-arkadischen Landschaften von Friedrich Phillipp Reinhold, den feinstrukturierten Naturstudien seines Bruders Heinrich Reinhold und den Landschafts- und Genredarstellungen von Heinrich B\u00fcrkel und Antonio Rotta bis zu den atmosph\u00e4rischen, farb-und lichtdurchfluteten Seest\u00fccken von Andreas und Oswald Achenbach aus dem 19. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die mit gro\u00dfem Detailreichtum und in beindruckender Perspektivwirkung erfassten Rom-Veduten der gro\u00dfformatigen Radierungen von Giovanni Battista Piranesi aus dem 18. Jahrhundert und die im s\u00fcdlichen Licht von Hugo Paul Harrer dargestellte r\u00f6mische Marktszene stehen als charakteristische Beispiele f\u00fcr die wiederentdeckte Bewunderung antiker Baukunst und die andauernde Italiensehnsucht von K\u00fcnstlern. Bei der Ausstellungsgestaltung haben wir uns an einigen Stellen (Landschaft, Portr\u00e4t, Stillleben) f\u00fcr eine Tableau-H\u00e4ngung entschieden, was einerseits die Vielfalt der Sammlung wiederspiegeln soll und anderseits darauf verweisen kann, dass sich die Themenbilder aus dem reichen Fundus noch erg\u00e4nzen lie\u00dfe. So vereint die Ausstellung auch eine Reihe eigenwilliger Portr\u00e4ts und Menschenbilder, die sich insgesamt \u00fcber ann\u00e4hernd 400 Jahre erstrecken und eine gro\u00dfe Breite der Darstellungsm\u00f6glichkeiten aufzeigt. Das Antlitz des Dargestellten kann von vorn gesehen (en face), als Halb oder Dreiviertelprofil (en profil), als Brustbild, Halbfigur, Kniest\u00fcck und sogar als Ganzfigur wiedergegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die pr\u00e4gnante Auswahl zeigt die Vielfalt der Positionen und zugleich die au\u00dfergew\u00f6hnliche k\u00fcnstlerische Qualit\u00e4t, wie z. B. bei Frans Hals, Adolph von Menzel, Franz von Lenbach und Kurt G\u00fcnther, die empfindsam-sinnliche Bilder vor Augen f\u00fchren.<br>Auch bei den Stillleben wurden Werke aus unterschiedlichen Zeiten zusammengestellt, die exemplarisch verschiedene malerische Bildsprachen der Natura-morta-Thematik vorf\u00fchren. Ein sanftes Kolorit mit weichem Licht beherrscht das Bildmotiv im Fr\u00fcchtestillleben von Jean Sim\u00e9on Chardin aus dem 18 Jahrhundert, demgegen\u00fcber stehen z. B. die modernen malerischen Formen im Stilleben von Erika Streit, die in der Tradition von Cezanne stehen oder die scharfen Gegenstandskonturen der neusachlichen Malerei von Gustav Schaffer aus dem 20. Jahrhundert. Die thematischen Pr\u00e4sentationen der historischen Sammlungsexponate wurden teils mit Werken zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler konfrontiert, um interessante Dialogr\u00e4ume und Korrespondenzen zu erzeugen, die anregende Assoziationen erwecken und zu neuen Sichtweisen verf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Konzeption der Ausstellung wurden alle Museumsmitarbeiter in die Erarbeitung einbezogen, die jeweils ihre Lieblingswerke als pers\u00f6nliche Favoriten der Sammlung vorschlagen konnten. Im Ergebnis entstand eine Auswahl, die sich im Wesentlichen auf die sechs Themenbereiche und Gattungen christliche Motive, Landschaft, Portr\u00e4t, Akt, Stillleben und Genredarstellungen konzentriert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung wird am 18. Februar 2024 um 11 Uhr in der Orangerie er\u00f6ffnet. Ge\u00f6ffnet ist das Haus dienstags bis sonntags und feiertags von 11 Uhr bis 17 Uhr. Kurzf\u00fchrungen werden an jedem Mittwoch um 12 Uhr angeboten, und zwar am 21. Februar, 6. M\u00e4rz, 20. M\u00e4rz, 3. April, 17. April und 8. Mai 2024. Die Veranstaltung \u201eBegegnung Kunst \u2013 Kunstgespr\u00e4ch f\u00fcr Seniorinnen und Senioren\u201c findet statt am Dienstag, den 20. Februar 2024, 14 Uhr. Eine Einf\u00fchrung f\u00fcr Kunsterzieher gibt es am Donnerstag, den 7. M\u00e4rz 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die neue Sonderausstellung in der Kunstsammlung Gera tr\u00e4gt den Titel \u201eAns Licht gebracht. Sch\u00e4tze aus dem Depot\u201c. Vom 18. Februar bis 20. 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