{"id":29926,"date":"2024-02-26T14:52:46","date_gmt":"2024-02-26T13:52:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=29926"},"modified":"2024-02-26T14:52:48","modified_gmt":"2024-02-26T13:52:48","slug":"smartcity-und-die-weiteren-aussichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/02\/26\/smartcity-und-die-weiteren-aussichten\/","title":{"rendered":"SMARTCITY UND DIE WEITEREN AUSSICHTEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Wohin f\u00fchrt die Digitalisierung, wenn irgendwann die ganze Stadt mit Sensoren \u00fcbers\u00e4ht, und alles verkn\u00fcpfbare miteinander vernetzt ist? Der technische Fortschritt akzeptiert bekanntlich keine Grenzen, womit sich die Frage stellt, ob der gegenw\u00e4rtige Digitalisierungsrausch und Optimierungswahn in ferner Zukunft nicht irgendwann pathologische Z\u00fcge annimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einer Seite des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung gibt es jedenfalls interessante Ausblicke. Zuerst beginnt alles ganz harmlos. Irgendwo werden Sensoren angebracht, die Daten liefern, welche kaum jemanden interessieren. Dann geht es um Nachhaltigkeit, Systemfragen und schlie\u00dflich die \u201ewechselseitige Entgrenzung von Technologie und Biologie\u201d. Mittlerweile kommen offenbar aber auch im Ministerium auf, denn es m\u00fcssen ja \u201enicht unbedingt w\u00fcnschenswerte Zukunftsbilder f\u00fcr die Bundesregierung oder das Zukunftsb\u00fcro des BMBF\u201d sein, die dort vorgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorausschau.de\/\">https:\/\/www.vorausschau.de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es um die Digitalisierung geht, um Sensoren, Daten und Vernetzungen, wird dennoch h\u00e4ufig der Eindruck vermittelt, es handele sich um eine unabwendbare Entwicklung, vergleichbar mit einer neuen Wetterlage, die sich nicht verhindern sondern nur vorhersagen l\u00e4sst. Man fordert die Menschen unterschwellig auf, mitzumachen, weil sie sonst den Fortschritt bremsen und so der Zukunft im Wege stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie es sich in so einer Stadt mit unz\u00e4hligen Echtzeitdaten lebt, kann man beim Weltwirtschaftsforum nachlesen, das ja bekannt ist f\u00fcr seine relativ genauen Vorhersagen. Ein aufschlussreicher Artikel, der am 10. November 2016 im Wirtschaftsmagazin \u201eForbes\u201d erschien, ist dort mittlerweile gel\u00f6scht und nur noch in verschiedenen Archiven zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/worldeconomicforum\/2016\/11\/10\/shopping-i-cant-really-remember-what-that-is-or-how-differently-well-live-in-2030\/?sh=27fa7e611735\">https:\/\/www.forbes.com\/sites\/worldeconomicforum\/2016\/11\/10\/shopping-i-cant-really-remember-what-that-is-or-how-differently-well-live-in-2030\/?sh=27fa7e611735<\/a><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWelcome to 2030. I own nothing, have no privacy, and life has never been better\u201d<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Darin nimmt Ida Auken, \u201eYoung Global Leader\u201d und Mitglied des \u201eGlobal Future Council on Cities and Urban\u201d beim Weltwirtschaftsforum, eine Zukunftsperspektive ein und beschreibt zufrieden \u201eihre Stadt\u201d im Jahr 2030: Sie hat nichts, hat keine Privatsph\u00e4re, kein Auto, kein Haus, keine Ger\u00e4te und auch keine Kleidung. Aber das Leben war noch nie besser. Alles, was fr\u00fcher als ein Produkt angesehen wurde, ist nun zu einer Dienstleistung geworden. Man muss eine Bestellung absenden, dann werden Dinge wie K\u00fcchenger\u00e4te nach Hause geliefert. Sie zahlt auch keine Miete f\u00fcr ihre Wohnung, weil diese w\u00e4hrend ihrer Abwesenheit von anderen Leuten genutzt wird, zum Beispiel f\u00fcr Gesch\u00e4ftstreffen. Die Sensoren und Echtzeitdaten machen es m\u00f6glich. Offensichtlich gibt es in der Zukunft auch Sperrgebiete, denn Auken schreibt, niemand w\u00fcrde es wagen, die Schutzgebiete der Natur anzutasten. In den St\u00e4dten gibt es ja schlie\u00dflich gen\u00fcgend Gr\u00fcnfl\u00e4chen mit B\u00e4umen und anderen Pflanzen. Das Einkaufen geh\u00f6rt auch der Vergangenheit an. Ein Algorithmus, der den eigenen Geschmack besser kennt als man selbst, w\u00e4hlt die passenden Lebensmittel aus, und Roboter bringen diese dann vor die Haust\u00fcr. Weil ihnen viel Arbeit abgenommen wurde, hatten die Stadtbewohner anfangs nicht viel zu tun, so Auken. Doch ihre Langeweile legten sie irgendwann ab und wurden zu sch\u00f6pferischen Denkern.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferhalb der St\u00e4dte leben in der Zukunftsvision des \u201eGlobal Future Council on Cities and Urban\u201d nur noch die zur\u00fcckgebliebenen Menschen, welche sich gegen das System gewandt haben. Sie wohnen als Selbstversorger in kleinen Gemeinden oder leeren, verlassenen D\u00f6rfern. Die Vision\u00e4rin ist zwar manchmal ver\u00e4rgert dar\u00fcber, dass sie keine echte Privatsph\u00e4re mehr hat, weil jede Bewegung, jeder Gedanke und jeder Traum aufgezeichnet wird, doch ein Chip im Gehirn ist ihr lieber als das fr\u00fchere System mit seinen Umweltverschmutzungen und sozialen Unruhen. Sie hofft aber, dass die ganzen Aufzeichnungen nicht irgendwann gegen sie verwendet werden, was nat\u00fcrlich durchaus passieren k\u00f6nnte, wenn sie sich \u00fcber die mangelnde Privatsph\u00e4re \u00e4rgert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wohin f\u00fchrt die Digitalisierung, wenn irgendwann die ganze Stadt mit Sensoren \u00fcbers\u00e4ht, und alles verkn\u00fcpfbare miteinander vernetzt ist? 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