{"id":30355,"date":"2024-03-20T10:35:40","date_gmt":"2024-03-20T09:35:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=30355"},"modified":"2024-03-20T10:35:42","modified_gmt":"2024-03-20T09:35:42","slug":"beginn-der-amphibienwanderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/03\/20\/beginn-der-amphibienwanderung\/","title":{"rendered":"BEGINN DER AMPHIBIENWANDERUNG"},"content":{"rendered":"\n<p>Mitte Februar begann auch im Geraer Stadtgebiet die Amphibienwanderung. Das allj\u00e4hrliche Naturereignis findet dieses Jahr aufgrund der relativ warmen und feuchten Witterung wesentlich fr\u00fcher statt als in vergangenen Jahren. Bekannterweise wird das Verhalten von Lurchen als wechselwarme Tiere stark von der Temperatur bestimmt. Sind tiefer liegende Bodenschichten frostfrei und liegen die n\u00e4chtlichen Temperaturen \u00fcber 5 \u00b0C, verlassen Amphibien ihre \u00dcberwinterungsquartiere in Hohlr\u00e4umen unter Wurzeln, Steinen oder im Boden und wandern zu ihren Laichgew\u00e4ssern. Die zu absolvierenden Strecken reichen artabh\u00e4ngig von wenigen hundert Metern bei Molchen bis zu mehreren Kilometern bei Erdkr\u00f6ten. Erfahrungsgem\u00e4\u00df sind die Grasfr\u00f6sche die ersten, gefolgt von Molchen, Erdkr\u00f6ten und sp\u00e4ter von Laub- und Teichfr\u00f6schen. Die Hauptwanderzeit liegt dabei im M\u00e4rz. K\u00e4lteeinbr\u00fcche k\u00f6nnen allerdings zu j\u00e4hen Unterbrechungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Amphibienz\u00e4une werden aufgebaut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um die Tiere bei Ihrer Wanderung zu sch\u00fctzen, werden daher im Stadtgebiet Gera derzeit f\u00fcnf Amphibienz\u00e4une durch ehrenamtliche Helfer betreut. Diese sollen verhindern, dass die Tiere auf ihrem Weg befahrene Stra\u00dfen kreuzen und dabei von Fahrzeugen erfasst werden. Der fachgerechte Aufbau und regelm\u00e4\u00dfige Kontrollen inklusive Absammeln der Tiere an den Z\u00e4unen erfordern einen hohen Zeitaufwand \u00fcber mehrere Wochen. Interessenten zur Unterst\u00fctzung k\u00f6nnen sich gern bei der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde Gera melden. Die Standortauswahl der Z\u00e4une geschieht dabei meist anhand beobachteter Wanderungen der Erdkr\u00f6ten. Erfreulicherweise profitieren davon auch unauff\u00e4lligeren Arten, die im gleichen Zeitraum unterwegs sind.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den umfassenden Schutz der stark gef\u00e4hrdeten Tiergruppe reichen Amphibienleiteinrichtungen allerdings nicht aus. Wesentlicher hierf\u00fcr ist die langfristige Erhaltung ihrer essentiellen Lebensr\u00e4ume in einer mit Wiesen\/Feuchtwiesen, Feldgeh\u00f6lzen, S\u00e4umen, strukturreichen W\u00e4ldern sowie sauberen und naturnahen Gew\u00e4ssern reich gegliederten Landschaft. Deren fortschreitende Zerschneidung infolge zunehmenden Stra\u00dfen- und Siedlungsbaus und ebenso die intensive Land- und Teichbewirtschaftung f\u00fchren vielerorts zur Verschlechterung und sogar zum Verlust von Amphibienbiotopen. In den letzten Jahren kommt es immer \u00f6fter durch Niederschlagsmangel zum Austrocken der Gew\u00e4sser w\u00e4hrend der Fortpflanzungszeit. Auch Umweltgifte, wie chemische Pflanzenschutzmittel wirken meist schon in geringer Konzentration t\u00f6dlich auf Lurche und deren Entwicklungsstadien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Amphibienschutz im eigenen Garten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer etwas f\u00fcr den Amphibienschutz tun m\u00f6chte, beginnt am besten vor der eigenen Haust\u00fcr. Sterile Sauberkeit ist f\u00fcr alle Tierarten lebensfeindlich. Eine naturnahe Gartengestaltung bzw. -pflege kommt dabei nicht nur den Amphibien zu gute. Heimische Bl\u00fchpflanzen und Geh\u00f6lze, eine bunte Rasenmischung, Geb\u00fcsche, Holz-, Stein- und Laubhaufen k\u00f6nnen generell die Artenvielfalt im Siedlungsbereich f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die amphibienfreundliche Anlage oder Umgestaltung eines Gartenteiches empfiehlt sich ein besonnter Platz, die Verwendung heimischer Wasserpflanzen, flache Uferbereiche und Verzicht auf Fischbesatz. Das Entnehmen von Laich und Kaulquappen aus der Natur f\u00fcr den eigenen Gartenteich ist allerdings naturschutzrechtlich verboten, da alle heimischen Lurche einschlie\u00dflich ihrer Entwicklungsstadien unter gesetzlichem Schutz stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Mitte Februar begann auch im Geraer Stadtgebiet die Amphibienwanderung. 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