{"id":30582,"date":"2024-04-02T01:13:05","date_gmt":"2024-04-01T23:13:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=30582"},"modified":"2024-04-02T01:13:06","modified_gmt":"2024-04-01T23:13:06","slug":"broschen-und-armschmuck-der-1930er-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/04\/02\/broschen-und-armschmuck-der-1930er-jahre\/","title":{"rendered":"BROSCHEN UND ARMSCHMUCK DER 1930ER JAHRE"},"content":{"rendered":"\n<p>Schmuckst\u00fccke, die aktuelle Modetrends aufgreifen, sind heute ganz selbstverst\u00e4ndlich in jeder Garderobe zu finden. Die Erfolgsgeschichte des \u201eunechten\u201c Schmucks begann vor mehr als einhundert Jahren, zun\u00e4chst als ein Surrogat, dann als Ausdruck von Modernit\u00e4t. Auf der Weltausstellung des Kunstgewerbes in Paris im Jahr 1925 stellten Schmuckhersteller aus ganz Europa ihre Kreationen vor. Darunter waren etliche Geschmeide, die nicht aus Perlen, Gold und Silber gefertigt waren, sondern aus unkonventionellen Materialien wie etwa Celluloid, Nickel oder Glas. Durch die Materialnot, die mit dem Ende des Ersten Weltkriegs aufkam, stand den Gold- und Silberschmieden in der Weimarer Republik nur wenig Edelmetall zur Verf\u00fcgung. Das Einschmelzen von Silberm\u00fcnzen f\u00fcr Schmuck war sogar verboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch war die Zeit zwischen den Weltkriegen nicht nur von Verzicht gepr\u00e4gt: Eine aufstrebende Mittelschicht, zu der auch die selbstbewusste \u00bbneue Frau\u00ab geh\u00f6rte, wollte sich \u00fcber Kunst und Mode neu definieren. Gabrielle \u201eCoco\u201c Chanel erfand passend dazu nicht nur ein revolution\u00e4res Kleid, das \u201ekleine Schwarze\u201c, sondern machte auch den Modeschmuck in den 1920er-Jahren chic und gesellschaftsf\u00e4hig. Schmuck, der einst elit\u00e4r und unerschwinglich war, konnte nun fast jedermann und jede Frau erwerben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Smaragd, in natura sehr teuer, zeigt sich als Nachahmung mit waldgr\u00fcnem Strass auf dem Art d\u00e9co-Gliederarmband. Schimmernden Markasite, die die Glassteine umspielen, sind eine Anspielung auf den Glanz echter Edelsteine. Der Schmuckhersteller Fahrner aus Pforzheim bot der Kundschaft ein breites Sortiment f\u00fcr jeden Geschmack und Geldbeutel an, unter anderem Broschen zum Anstecken als beliebtes Accessoire f\u00fcr Blusen oder M\u00e4ntel. Motive wie geschwungene B\u00e4nder aus Silber, Dreiecke oder Blattformen mit Perlen- bzw. Kunstperlenbesatz verliehen jedem Kleid Eleganz und Anmut, ganz ohne kostspieliges Gold und Diamanten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Accessoires sind kein Erbschmuck, der von einer Generation zur n\u00e4chsten weitergegeben wird. Sie sind als Begleiter f\u00fcr das Leben in der Gegenwart geschaffen, f\u00fcr den Ausdruck eines neuen Lebensgef\u00fchls und den fl\u00fcchtigen, modischen Moment.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 12. Mai 2024 sind die Schmuckst\u00fccke in der Jubil\u00e4umsausstellung \u201eVon Art d\u00e9co bis DDR. 40 Jahre Museum f\u00fcr Angewandte Kunst Gera\u201c zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Schmuckst\u00fccke, die aktuelle Modetrends aufgreifen, sind heute ganz selbstverst\u00e4ndlich in jeder Garderobe zu finden. Die Erfolgsgeschichte des \u201eunechten\u201c Schmucks begann vor mehr als einhundert Jahren, zun\u00e4chst als ein Surrogat, dann als Ausdruck von Modernit\u00e4t. 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