{"id":30917,"date":"2024-04-19T15:42:01","date_gmt":"2024-04-19T13:42:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=30917"},"modified":"2024-04-19T15:42:04","modified_gmt":"2024-04-19T13:42:04","slug":"kontroverse-ueber-ausgaben-fuer-entwicklungshilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/04\/19\/kontroverse-ueber-ausgaben-fuer-entwicklungshilfe\/","title":{"rendered":"KONTROVERSE \u00dcBER AUSGABEN F\u00dcR ENTWICKLUNGSHILFE"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Als Mitglied der OECD ist Deutschland dazu verpflichtet, 0,7 % des Bruttonationaleinkommens f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der zunehmende Ausgabendruck bringt die Bundesregierung in gro\u00dfe Bedr\u00e4ngnis. Bundesfinanzminister Christian Lindner, FDP, soll nun den Haushaltsplan f\u00fcr 2025 aufstellen und verlangt von allen Ministerien Einsparungen in vorgegebener H\u00f6he. Svenja Schulze, SPD, Bundesministerin f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, lehnt dies ab und fordert f\u00fcr ihr Ressort sogar eine noch h\u00f6here Finanzausstattung. Gegen\u00fcber dem Magazin \u201eStern\u201d sagte sie, schon das bestehende Budget sei nicht angemessen. W\u00fcrde jetzt bei der Entwicklungszusammenarbeit Geld eingespart, werde am Ende alles teurer, so die Ministerin. Sie spricht sich f\u00fcr eine Lockerung der Schuldenbremse aus. Zwar wolle man den nachfolgenden Generationen solide Finanzen hinterlassen, aber eben auch eine funktionierende Infrastruktur, ein intaktes Klima und verl\u00e4ssliche Partnerschaften in der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausgaben f\u00fcr die Entwicklungshilfe werden angesichts der finanziellen Situation Deutschlands immer st\u00e4rker kritisiert. Die Bundesrepublik ist jedoch an Vereinbarungen gebunden und als Mitglied der OECD dazu verpflichtet, 0,7 % des Bruttonationaleinkommens (BNE) f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden. Im Jahr 2023 lag das BNE bei rund 4,286 Billionen Euro. Mindestens 30 Milliarden Euro w\u00e4ren demnach aufzubringen. Im Jahr 2022 leistete Deutschland laut der Datenbank \u201eStatista\u201d \u00f6ffentliche Entwicklungshilfe mit einem Gesamtwert von rund 33,9 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Ins Blickfeld geriet im Dezember 2023 eine Auflistung der Bundesregierung als Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion. Darin aufgef\u00fchrt sind Projekte mit unterschiedlichen Laufzeiten, teils \u00fcber mehrere Jahre, und dem deutschen Kostenanteil w\u00e4hrend der Laufzeit, wobei es sich bei vielen Geldern um Kredite handelt, die wieder zur\u00fcckgezahlt werden m\u00fcssen. Die als Kredit bereitgestellten Betr\u00e4ge sind in der Auflistung allerdings nicht gekennzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Parlamentarische-Anfragen\/2023\/03\/20-6007.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\">https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Parlamentarische-Anfragen\/2023\/03\/20-6007.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Unl\u00e4ngst konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf ein Radwegeprojekt in Peru. Die Kreditanstalt f\u00fcr Wiederaufbau hatte f\u00fcr dieses zwei F\u00f6rderkredite in H\u00f6he von insgesamt 40 Millionen Euro bereitgestellt. Weitere Kredite wurden angek\u00fcndigt. Zus\u00e4tzlich hat die Anstalt 2021 im Auftrag des BMZ einen Zuschuss \u00fcber 20 Millionen Euro an die Stadt Lima zum weiteren Aufbau des Fahrradwegenetzes zugesagt, teilt das Institut auf seiner Webseite mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Als Mitglied der OECD ist Deutschland dazu verpflichtet, 0,7 % des Bruttonationaleinkommens f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden. Der zunehmende Ausgabendruck bringt die Bundesregierung in gro\u00dfe Bedr\u00e4ngnis. 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