{"id":32452,"date":"2024-07-27T21:45:02","date_gmt":"2024-07-27T19:45:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=32452"},"modified":"2024-07-27T21:45:04","modified_gmt":"2024-07-27T19:45:04","slug":"das-ende-deutschlands-als-industriestandort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/07\/27\/das-ende-deutschlands-als-industriestandort\/","title":{"rendered":"DAS ENDE DEUTSCHLANDS ALS INDUSTRIESTANDORT"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Hohe Energiepreise f\u00fchren zu einer Abwanderung der Industrie, die steigenden CO\u2082-Kosten zu einem R\u00fcckgang des Konsums. Es droht ein Verfall der auf wirtschaftlichen H\u00f6chstleistungen ausgelegten Infrastruktur.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Bis zu 14&#8217;000 von insgesamt 54&#8217;000 Stellen in Deutschland will der Hersteller ZF bis zum Jahr 2028 abbauen. Als Grund werden ein hoher Wettbewerbs- und Kostendruck sowie die schwache Marktentwicklung f\u00fcr E-Autos genannt. Der Zulieferer f\u00fcr Automobilteile ist ein weiterer Betrieb, der einen solchen Schritt ank\u00fcndigt. \u00d6konomen warnen bereits seit langem, dass die hohen Energiepreise zu einer Deindustrialisierung f\u00fchren und erwarten eine Beschleunigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn wenigen Jahren wird sich auch die CO\u2082-Bepreisung bemerkbar machen und f\u00fcr einen R\u00fcckgang des Konsums sorgen. Das auf der europ\u00e4ischen und nationalen Ebene ausgegebene Ziel mit sehr hoher Priorit\u00e4t ist die Klimaneutralit\u00e4t, was konkret bedeutet, dass auf den Durchschnittsb\u00fcrger pro Jahr nicht mehr als eine Emissionstonne CO\u2082 entfallen darf. Der CO\u2082-Rechner des Bundesumweltamtes zeigt schon heute, wie sehr der Verbrauch reduziert werden muss, um diese Vorgabe zu erreichen: Ein Zweipersonenhaushalt in einer 45-Quadratmeter-Wohnung, welche sich in einem energetisch vollsanierten Haus befindet, Baujahr 1945 bis 2001, und \u00fcber Fernw\u00e4rme mit 5000 kWh im Jahr und 500 kWh Elektrizit\u00e4t im Jahr versorgt wird, emittiert immer noch rund sechs Tonnen CO\u2082 im Jahr \u2014 und das, obwohl der Fleischkonsum bereits auf 300 Gramm pro Woche reduziert wurde, nur wenige Milchprodukte konsumiert werden, und die beiden Musterbewohner auf Flugreisen sowie s\u00e4mtliche Autofahrten und \u00f6ffentliche Verkehrsmittel verzichten. Der niedrige Wert von 500 kWh Elektrizit\u00e4t im Jahr ist auch nur erreichbar, wenn der Zweipersonenhaushalt keinen K\u00fchlschrank nutzt. Ein derart eingeschr\u00e4nkter Konsum f\u00fchrt zu einer deutlich geringeren Nachfrage.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt, dass der Bund infolge der stark ansteigenden Schulden seine Zusch\u00fcsse und F\u00f6rdergelder f\u00fcr das Transformationsvorhaben k\u00fcrzen muss, was den Umstieg auf neue Technologien erschwert. Ohne neue Technologien drohen aber erhebliche Einschr\u00e4nkungen. Ein weiterer Aspekt ist die zunehmende Abwanderung hochqualifizierter Fachkr\u00e4fte, w\u00e4hrend Menschen mit niedrigerem Bildungsstand nachr\u00fccken. F\u00fcr die wachsende und immer komplexer werdende Infrastruktur fehlt folglich geeignetes Personal. Allein die Instandhaltung wird sich als kaum mehr zu leistende Herausforderung erweisen. Es droht ein existenzgef\u00e4hrdender Verfall in den kommenden Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Hohe Energiepreise f\u00fchren zu einer Abwanderung der Industrie, die steigenden CO\u2082-Kosten zu einem R\u00fcckgang des Konsums. Es droht ein Verfall der auf wirtschaftlichen H\u00f6chstleistungen ausgelegten Infrastruktur. 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