{"id":32785,"date":"2024-08-17T23:29:29","date_gmt":"2024-08-17T21:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=32785"},"modified":"2024-08-17T23:32:20","modified_gmt":"2024-08-17T21:32:20","slug":"wie-kann-das-endlager-problem-geloest-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/08\/17\/wie-kann-das-endlager-problem-geloest-werden\/","title":{"rendered":"WIE KANN DAS ENDLAGER-PROBLEM GEL\u00d6ST WERDEN?"},"content":{"rendered":"\n<p>In Deutschland lagern derzeit an 16 Standorten insgesamt mehr als 1000 Castor-Beh\u00e4lter mit hochradioaktivem M\u00fcll aus Kernkraftwerken. Verteilt sind diese auf verschiedene Zwischenlager. Ein Endlager gibt es noch nicht. In den n\u00e4chsten 50 Jahren ist auch nicht mit einem solchen zu rechnen, weil sich das Verfahren als sehr langwierig erweist. Die hierf\u00fcr bereitgestellten Milliardenbetr\u00e4ge k\u00f6nnten dann nicht mehr ausreichen. Zudem laufen die Genehmigungen f\u00fcr viele Zwischenlager schon vorher aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gutachten des \u00d6ko-Instituts, welches das Bundesamt f\u00fcr die Sicherheit der nuklearen Entsorgung in Auftrag gegeben hatte, besch\u00e4ftigt sich mit dem Verfahren und zeigt die zeitliche Verz\u00f6gerung als Ergebnis auf. Auf Betreiben des Deutschlandfunks wurde es fr\u00fcher als geplant ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Neue Verfahren, die eine weitere Nutzung des Restm\u00fclles erm\u00f6glichen k\u00f6nnten, sind indessen noch nicht hinreichend entwickelt. Der M\u00fcll aus Kernkraftwerken gibt weiterhin Energie in Form von Strahlung und W\u00e4rme ab, die durchaus in elektrische Energie umgewandelt werden kann. Verschiedene Forschungsprojekte besch\u00e4ftigen sind mit dem Problem. Die Transmutation langlebiger Radionuklide in kurzlebigere Isotope k\u00f6nnte so dazu beitragen, die Menge des hochradioaktiven Abfalls zu reduzieren. Das Bundesamt f\u00fcr die Sicherheit der nuklearen Entsorgung gibt allerdings zu bedenken:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Sollte das P&amp;T-Verfahren eines Tages gro\u00dftechnisch einsetzbar sein, m\u00fcssten zwar weniger langlebige Atomkerne eingelagert werden. Die Menge an schwach- und mittelradioaktiven Abf\u00e4llen w\u00fcrde sich allerdings erheblich erh\u00f6hen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im Grunde kann die W\u00e4rme der radioaktiven Abf\u00e4lle auch direkt in elektrische Energie umgewandelt werden. Doch thermoelektrische Generatoren, sogenannte Peltier-Elemente, besitzen nur einen geringen Wirkungsgrad. Ihr Einsatz als Energiewandler in Radioisotopengeneratoren beschr\u00e4nkt sich auf wenige exklusive Anwendungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Problem sind die Hinterlassenschaften in den Uran-Abbaugebieten. Das Uran muss aus dem Gestein herausgel\u00f6st werden, zum Beispiel mit Schwefels\u00e4ure oder Lauge, was sehr aufwendig und umweltsch\u00e4dlich ist. Zur\u00fcck bleiben tote Landschaften mit radioaktivem Schlamm, der das Grundwasser kontaminiert, wenn keine Ma\u00dfnahmen ergriffen werden. Die Sanierung ehemaliger Abbaugebiete ist eine gro\u00dfe finazielle Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut dem Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz reicht das weltweite Uranvorkommen bei konstanter Urannutzung ohnehin nur noch f\u00fcr 70 Jahre. Das k\u00f6nnte die Forschung zur Nutzung radioaktiver Abf\u00e4lle vorantreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In Deutschland lagern derzeit an 16 Standorten insgesamt mehr als 1000 Castor-Beh\u00e4lter mit hochradioaktivem M\u00fcll aus Kernkraftwerken. Verteilt sind diese auf verschiedene Zwischenlager. Ein Endlager gibt es noch nicht. 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