{"id":33209,"date":"2024-09-08T12:20:55","date_gmt":"2024-09-08T10:20:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=33209"},"modified":"2024-09-08T12:20:57","modified_gmt":"2024-09-08T10:20:57","slug":"es-soll-nur-noch-von-terroristen-gesprochen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/09\/08\/es-soll-nur-noch-von-terroristen-gesprochen-werden\/","title":{"rendered":"ES SOLL NUR NOCH VON \u201eTERRORISTEN\u201d GESPROCHEN WERDEN"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Wenn bei offenen Grenzen und zunehmender Kriminalit\u00e4t nur noch allgemeine Merkmale zur T\u00e4terbeschreibung zugelassen werden, die nicht den mehrheitlich verwendeten Identifikationskriterien entsprechen, kann das letztendlich zu einer vorbeugenden \u00dcberwachung der Allgemeinheit f\u00fchren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der zunehmenden organisierten Kriminalit\u00e4t, den h\u00e4ufiger werdenden Messerstechereien und islamistischen Anschl\u00e4gen sind immer mehr Menschen in Deutschland beunruhigt. Der j\u00fcngste ARD-Deutschlandtrend offenbarte, dass sich nur noch 40 % der befragten B\u00fcrger im \u00f6ffentlichen Raum oder \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln sicher f\u00fchlen. Diagnostiziert wurde ein im Sinken begriffenes Sicherheitsgef\u00fchl. Gleichzeitig entflammt ein Streit dar\u00fcber, welche Angaben man zur Beschreibung von T\u00e4tern verwenden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen beurteilen andere die Sicherheitslage weniger negativ und sehen das gr\u00f6\u00dfere Problem anderswo \u2014 n\u00e4mlich im Wahlverhalten und der Kommunikation. Der Soziologe Matthias Quent meint sogar, die st\u00e4ndigen Angstszenarien der AFD h\u00e4tten die Menschen radikalisiert und bringt ein Parteiverbotsverfahren an. Demzufolge sieht er in der Reaktion der W\u00e4hler das gr\u00f6\u00dfere Problem. Ohne die AFD w\u00fcrden sich Themen wie Migration, Corona, Russland und Inflation nicht so stark verselbst\u00e4ndigen, dass man die Kreisl\u00e4ufe mit rationaler Politik nicht mehr durchbrechen k\u00f6nne, sagte er sinngem\u00e4\u00df im Programm Deutschlandfunk Kultur.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/umdenken-erwuenscht-wo-ideologie-herrscht-verliert-rationale-politik-dlf-kultur-45972759-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/umdenken-erwuenscht-wo-ideologie-herrscht-verliert-rationale-politik-dlf-kultur-45972759-100.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In einem anderen Beitrag meint eine Redakteurin sogar, die Debatte gerate in eine Schieflage, denn sie wird von wird von rassistischem Gedankengut bestimmt. Ihr Artikel zeigt ein Bild, auf dem Demonstranten zu sehen sind, die ein Transparent mit der Aufschrift \u201eKein Mensch ist illegal! Bleiberecht \u00fcberall!\u201d halten. Diskussionen \u00fcber Abschiebungen, Obergrenzen, R\u00fcckf\u00fchrungen erweckten den Eindruck, die Migration per se sei ein Problem. Offenbar w\u00fcnscht sich die Journalistin eine Grundhaltung, die der Losung auf dem Transparent entspricht. Wenn aber nur noch von kriminellen Afghanen und Syrern die Rede sei, f\u00fchlten sich auch gut integrierte Menschen mit Migrationsgeschichte angesprochen. Es werde der Eindruck erweckt wird, Deutschland w\u00e4re automatisch ein sicherer Ort, wenn man nur bestimmte Herkunftsgruppen drau\u00dfen halten w\u00fcrde, so die Journalistin. Das sei ein durch und durch rassistischer Gedanke. Deshalb fordert sie, ganz einfach nur noch von \u201eTerroristen\u201d zu sprechen und blickt warnend auf die deutsche Geschichte. Das Problem sei nicht die Migration, sondern das, was dieses Land daraus mache.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kommentar-migrationsgipfel-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kommentar-migrationsgipfel-100.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Kritiker f\u00fcrchten nun, dass sich aus dieser Denkweise heraus allm\u00e4hlich ein \u00dcberwachungsstaat entwickeln k\u00f6nnte. Tatsache ist, dass T\u00e4ter zuerst anhand \u00e4u\u00dferlicher, pr\u00e4gnanter Merkmale gesucht werden. Auch die Herkunft ist f\u00fcr viele relevant, da sie wissen m\u00f6chten, ob die betreffende Person zur eigenen Identifikationsgruppe geh\u00f6rt oder nicht. Wenn aber alle Menschen ungepr\u00fcft hereingelassen werden und wei\u00df keiner, wer Schutzsuchender oder potentieller Gef\u00e4hrder ist, wenn f\u00fcr die T\u00e4terbeschreibung nur noch allgemeine Merkmale wie Augen, Nase, Mund und Ohren herangezogen werden d\u00fcrfen, dann, so die These, ist das der direkte Weg in die vorbeugende biometrische \u00dcberwachung der Allgemeinheit. Manche k\u00f6nnten das sogar als gerecht und diskriminierungsfrei empfinden, weil alle gleicherma\u00dfen behandelt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wenn bei offenen Grenzen und zunehmender Kriminalit\u00e4t nur noch allgemeine Merkmale zur T\u00e4terbeschreibung zugelassen werden, die nicht den mehrheitlich verwendeten Identifikationskriterien entsprechen, kann das letztendlich zu einer vorbeugenden \u00dcberwachung der Allgemeinheit f\u00fchren. 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