{"id":3332,"date":"2018-03-19T13:31:41","date_gmt":"2018-03-19T12:31:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=3332"},"modified":"2018-03-19T13:31:41","modified_gmt":"2018-03-19T12:31:41","slug":"enescus-oper-oedipe-erstmals-in-gera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2018\/03\/19\/enescus-oper-oedipe-erstmals-in-gera\/","title":{"rendered":"ENESCUS OPER &#8222;OEDIPE&#8220; ERSTMALS IN GERA"},"content":{"rendered":"<p>Theater &amp; Philharmonie Th\u00fcringen bringt mit \u201eOedipe\u201c die einzige Oper des genialen Rum\u00e4nen George Enescu auf die B\u00fchne. Atmosph\u00e4risch dicht und farbenpr\u00e4chtig erz\u00e4hlt Enescu einen gro\u00dfen Menschenmythos: die Geschichte des \u00d6dipus von der Geburt bis zum Tod. Dieses 1936 in Paris uraufgef\u00fchrte Meisterwerk geriet in den Schatten des II. Weltkriegs und wurde seither nur sehr selten aufgef\u00fchrt, sodass ihm bis heute der verdiente Sprung ins Repertoire verwehrt blieb.<br \/>\nPremiere in Gera in der Regie von Generalintendant Kay Kuntze ist am 13. April um 19.30 Uhr im Gro\u00dfen Haus. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. F\u00fcr die Titelpartie wurde der Franzose S\u00e9bastien Soul\u00e8s engagiert.<\/p>\n<p>Die monumentale Komposition des Rum\u00e4nen George Enescu (1881-1955) basiert auf den antiken Dramen Oedipus Tyrannos und Oedipus auf Kolonos von Sophokles, geht jedoch recht frei mit den Vorlagen um. So beginnt die Oper bereits bei \u00d6dipus\u2019 Geburt; eine besondere Bedeutung kommt auch dessen Begegnung mit der Sphinx zu. Oedipe gilt als das Meisterwerk Enescus. Die Oper, so der Komponist, muss \u201eihren Schwung behalten. Kein Pathos, keine Wiederholungen, kein unn\u00f6tiges Geschw\u00e4tz. Die Handlung muss sich schnell entwickeln.\u201c Quelle seines Kompositionsstils ist die Volksmusik seiner rum\u00e4nischen Heimat. Dies manifestiert sich in einer st\u00e4ndig changierenden Melodie, Harmonie und Klangfarbe, die den H\u00f6rer von Anfang bis Ende einnimmt.<br \/>\n\u00d6dipus ist der Enth\u00fcllungskrimi in der griechischen Mythologie: Ein Orakel verk\u00fcndet, dass der Sohn des Lajos seinen Vater t\u00f6ten und seine Mutter heiraten wird. Die entsetzten Eltern lassen den Neugeborenen mit zusammengebundenen F\u00fc\u00dfen in der W\u00fcste aussetzen. Er wird aber von einem Hirten gerettet und nach Korinth gebracht, wo er als Sohn des K\u00f6nigs aufw\u00e4chst. Als \u00d6dipus das Orakel von Delphi aufsucht, wird auch ihm das Schicksal geweissagt, den Vater zu t\u00f6ten und die Mutter zu ehelichen. Um dem zu entgehen, flieht er von seinen vermeintlichen Eltern aus Korinth und trifft dabei auf seinen leiblichen Vater Lajos, den er nach einem heftigen Streit im Kampf t\u00f6tet. Er befreit Theben von der grausamen Sphinx und heiratet die Witwe des Lajos, seine Mutter, mit der er vier Kinder zeugt. Anzeichen verdichten sich, dass sich der einstige Orakelspruch erf\u00fcllt haben k\u00f6nnte. Unerbittlich forscht \u00d6dipus nach der Wahrheit. Als er die Zusammenh\u00e4nge begreift, sticht er sich die Augen aus. Mit seiner Tochter Antigone begibt er sich auf eine lange Wanderschaft\u2026<br \/>\nDie Inszenierung wird mit Mitteln aus dem THEATERPREIS DES BUNDES realisiert.<\/p>\n<p>B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme entwirft Duncan Hayler. F\u00fcr die wissenschaftliche Beratung wurde der Arch\u00e4ologe Prof. Dr. Ulrich Sinn gewonnen. Es spielt das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera.<br \/>\nIn den weiteren Partien: Jokaste B\u00e9ela M\u00fcller \u00b7 Kreon Johannes Beck \u00b7 Tiresias Kai Wefer \u00b7 Hohepriester\/Phorbas\/W\u00e4chter Ulrich Burdack \u00b7 Hirte J\u00e1nos Ocsovai\/Frank Ernst \u00b7 Laios Timo R\u00f6\u00dfner \u00b7 Sphinx\/Merope Christel Loetzsch \u00b7 Theseus Alejandro L\u00e1rraga Schleske \u00b7 Antigone Miriam Zubieta \u00b7 eine Thebanische Frau Pihla Terttunen (Mitglied des Th\u00fcringer Opernstudios)<br \/>\nDer Opern-, Kinder- und Jugendchor singt in der Einstudierung von Holger Krause. Es tanzt das Kinder- und Jugendballett von Theater&amp;Philharmonie Th\u00fcringen.<\/p>\n<p>Die Auff\u00fchrung erfolgt in franz\u00f6sischer Sprache mit deutschen \u00dcbertiteln.<\/p>\n<p>Am 8. April um 11 Uhr l\u00e4dt Chefdramaturgie Felix Eckerle zu einer Matinee in den Konzertsaal der B\u00fchnen der Stadt Gera ein. Neben den Beteiligten wird mit Stefan Ignat der Intendant der Staatsoper Bukarest zu Gast sein, der die Partie des Oedipe selbst gesungen hat. Der Eintritt zur Matinee ist frei!<br \/>\n7. April 14.30 Uhr B\u00fchne am Park Gera: Theatercaf\u00e9 mit dem Arch\u00e4ologen Prof. Dr. Ulrich Sinn<\/p>\n<p>Weitere Auff\u00fchrungen gibt es am 21. April und 18. Mai, jeweils 19.30 Uhr. Eintrittskarten sind an der Theaterkasse erh\u00e4ltlich und k\u00f6nnen unter der Rufnummer 0365 8279105 oder 03447-585160 sowie unter www.tpthueringen.de gebucht werden.<\/p>\n<p><strong>Oedipe<\/strong><br \/>\n&#8211; lyrische Trag\u00f6die in vier Akten und sechs Bildern<br \/>\n&#8211; Libretto von Edmond Fleg<br \/>\n&#8211; Musik von George Enescu<\/p>\n<p>S\u00e9bastien Soul\u00e8s wurde in Orl\u00e9ans (Frankreich) geboren und studierte Gesang am Conservatoire National Sup\u00e9rieur de Musique de Paris sowie an der Hochschule der K\u00fcnste in Berlin bei Prof. Harald Stamm. Meisterkurse bei Walter Berry, Dietrich Fischer-Dieskau, Brigitte Fassbaender und Jose van Dam. <\/p>\n<p>Zuletzt war er u. a. als Hidraot in Glucks Armide in Bern, als Der Mann von La Mancha (Don Quijote) in Biel, als Scarpia in Puccinis Tosca und als Golaud in P\u00e9lleas et M\u00e9lisande am neuen Opernhaus Linz, in der Titelpartie von Bergs Wozzeck am Theater Augsburg, als Kurwenal am Teatr Wielki Warschau sowie als Ruprecht in L\u00b4ange de Feu von Sergej Prokofiev in der Inszenierung von Silviu Purc\u0103rete beim renommierten Opernfestival in Miskolc\/Ungarn, Graf Homonay in Strau\u00df \u00b4 Der Zigeunerbaron bei den Festspielen Langenlois und in der UA Displace beim Festival Musiktheatertage Wien sehr erfolgreich.<br \/>\nIm Sommer 2016 war er als Orazio in der umjubelten Neuproduktion Amleto von Franco Faccio bei den Bregenzer Festspielen zu erleben (inkl. TV-Live\u00fcbertragung), wohin er 2017 als Zuniga in Carmen und als William Bankes in der UA To the lighthouse zur\u00fcckkehrt. Weitere Pl\u00e4ne umfassen u.a. sein Deb\u00fct an der Oper Leipzig in Gounods Cinq-Mars sowie Kaspar in einer Neuproduktion Der Freisch\u00fctz&#8220; am Theater Baden. <\/p>\n<p>2013\/2014 war er u. a. in Schrekers Der Schatzgr\u00e4ber in Linz, als Figaro und Zuniga an der Volkoper Wien, als Escamillo an der Opera de Tours, als Mitterhofer in Elegie f\u00fcr junge Liebende von Henze in Wiesbaden, in der Urauff\u00fchrung von Moby Dick in Warschau, sowie bei der Styriarte in Graz als Kaspar im Freisch\u00fctz zu erleben.<br \/>\nIn der Saison 2012\/13 hatte S\u00e9bastien Soul\u00e8s einen Residenzvertrag an der Volksoper Wien und deb\u00fctierte in derselben Spielzeit als Fliegender Holl\u00e4nder in Hildesheim. Desweiteren sang er in der Urauff\u00fchrung von Join bei den Wiener Festwochen. Au\u00dferdem gestaltete der Bariton die Rolle des Popolani (Barbe-Bleue, Offenbach) bei der Styriarte Graz unter Nikolaus Harnoncourt. <\/p>\n<p>2011\/2012 sang Soul\u00e8s die Titelrolle in Friedrich Cerhas Baal in Wien und Konzerte mit einer Auswahl von Liedern aus Mahlers Des Knaben Wunderhorn mit dem Orchestra di Padova e del Veneto. In derselben Spielzeit deb\u00fctierte der Bariton an der Volksoper Wien. Au\u00dferdem war er als Scarpia in Tosca in einer Produktion des Landestheaters Niederbayern und als Graf (Le Nozze di Figaro) beim Festival d&#8217;Antibes zu erleben.<\/p>\n<p>2010\/2011 hatte S\u00e9bastien Soul\u00e8s gro\u00dfen Erfolg als Don Giovanni und als Marcello (La Boh\u00e8me) am Opernhaus Halle, sowie als Albert in Massenets Werther am Theater Koblenz. Bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden sang er am Hessischen Staatstheater Wiesbaden den Humbert Humbert in der Urauff\u00fchrung von Schedrins Lolita unter Marc Piollet in der Regie von Konstanze Lauterbach.<br \/>\nS\u00e9bastien Soul\u00e8s ist Preistr\u00e4ger des Willi-Domgraf-Fassbaender-Wettbewerbs, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>BILD UND TEXT: THEATER UND PHILHARMONIE TH\u00dcRINGEN GMBH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Theater &amp; Philharmonie Th\u00fcringen bringt mit \u201eOedipe\u201c die einzige Oper des genialen Rum\u00e4nen George Enescu auf die B\u00fchne. Atmosph\u00e4risch dicht und farbenpr\u00e4chtig erz\u00e4hlt Enescu einen gro\u00dfen Menschenmythos: die Geschichte des \u00d6dipus von der Geburt bis <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2018\/03\/19\/enescus-oper-oedipe-erstmals-in-gera\/\" title=\"ENESCUS OPER &#8222;OEDIPE&#8220; ERSTMALS IN GERA\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":{"0":"post-3332","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-theater"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3332"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3332\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3333,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3332\/revisions\/3333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}