{"id":33477,"date":"2024-09-19T12:37:25","date_gmt":"2024-09-19T10:37:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=33477"},"modified":"2024-09-19T12:37:26","modified_gmt":"2024-09-19T10:37:26","slug":"deutlich-mehr-badetote-als-in-den-vergangenen-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/09\/19\/deutlich-mehr-badetote-als-in-den-vergangenen-jahren\/","title":{"rendered":"DEUTLICH MEHR BADETOTE ALS IN DEN VERGANGENEN JAHREN"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Im Mai ereigneten sich 70 % der t\u00f6dlichen Unf\u00e4lle. Die DLRG f\u00fchrt die h\u00f6here Zahl auf mangelnde Vorsicht und immer neue Temperatur-Rekorde zur\u00fcck. Au\u00dferdem k\u00f6nnen viele Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit nicht sicher schwimmen. Die meisten Toten gab es in Seen und Teichen sowie in Fl\u00fcssen und B\u00e4chen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der t\u00f6dlichen Badeunf\u00e4lle ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) verzeichnete 353 Todesf\u00e4lle in deutschen Gew\u00e4ssern im Zeitraum vom 1. Januar bis 10. September 2024. Das sind 75 Opfer mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, und so viele wie seit f\u00fcnf Jahren nicht, bezogen auf den gleichen Zeitraum. Im Jahre 2019 wurden von Januar bis zum Ende der Sommerferien 365 Todesf\u00e4lle erfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTrotz aller Appelle und zahlreicher mahnender Beispiele waren Leute beim Baden und bei Wassersportaktivit\u00e4ten immer wieder nicht vorsichtig genug\u201c, erkl\u00e4rte DLRG Pr\u00e4sidentin Ute Vogt.<\/p>\n\n\n\n<p>70 % der t\u00f6dlichen Unf\u00e4lle (248) ereigneten sich seit Beginn der Badesaison Anfang Mai. Kamen im Wonnemonat noch etwas weniger Menschen im Wasser ums Leben (- 4), ertranken im Juni (+ 3) und Juli (+ 10) mehr Personen. Im August fanden bundesweit 80 Menschen (+ 33) den nassen Tod. Mehr Opfer in einem Monat waren nach der DLRG Statistik zuletzt im August 2020 (117) zu verzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Todesf\u00e4lle z\u00e4hlte die DLRG bisher in Seen und Teichen (132) sowie in Fl\u00fcssen und B\u00e4chen (134). In den Flie\u00dfgew\u00e4ssern im Binnenland z\u00e4hlten die Wasserretter letztmals 2018 (153) mehr Ungl\u00fccke. Einen H\u00f6chststand in den vergangenen Jahren erreichte auch die Opferzahl in den Meeren, wo insgesamt 28 Todesf\u00e4lle zu beklagen sind, und damit so viele wie seit zehn Jahrne nicht. Drei waren es in der Nordsee, und 25 in der Ostsee. In Schwimmb\u00e4dern ertranken zehn Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Altersvergleich ist auff\u00e4llig, dass insbesondere unter den Menschen in der zweiten Lebensh\u00e4lfte die Zahl der Todesf\u00e4lle stieg. Rund 60 % der Opfer mit bekanntem Alter waren \u00e4lter als 50 Jahre; in den f\u00fcnf Jahren zuvor traf das durchschnittlich auf die H\u00e4lfte der Verungl\u00fcckten (49,4 %) zu.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie immer neuen Temperatur-Rekorde sind f\u00fcr den K\u00f6rper sehr herausfordernd. Pl\u00f6tzlich auftretende Herz-Kreislaufprobleme sind im Wasser noch viel h\u00e4ufiger lebensbedrohlich\u201c, erkl\u00e4rte DLRG Pr\u00e4sidentin Ute Vogt. Umso wichtiger sei es, bewachte Badestellen aufzusuchen und keinerlei Risiken einzugehen. \u00dcber alle Altersklassen hinweg waren 77 % der t\u00f6dlich Verungl\u00fcckten m\u00e4nnlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Badenden und Schwimmern kommen immer wieder auch andere Wassersportler ums Leben. So z\u00e4hlte die DLRG bisher 30 Personen, die mit Wassersportger\u00e4ten wie Kanus oder Stand-up-Paddle-Boards unterwegs waren und t\u00f6dlich verungl\u00fcckten. Das Tragen von aufblasbaren Schwimmwesten und andere Sicherheitsvorkehrungen h\u00e4tten viele dieser Unf\u00e4lle anders enden lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der Ertrunkenen w\u00e4re vor allem in den Sommermonaten deutlich h\u00f6her ausgefallen, w\u00e4ren nicht vielfach Rettungskr\u00e4fte noch rechtzeitig zur Stelle gewesen. \u201eAllein unsere Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer an Nord- und Ostsee befreiten bis Ende August in rund 230 F\u00e4llen in Not Geratene aus der Lebensgefahr im Wasser\u201c, nennt Pr\u00e4sidentin Vogt ein Beispiel. Dem Verband sind etwa noch einmal so viele Rettungseins\u00e4tze aus dem Binnenland bekannt. Offizielle Zahlen dazu werden jedoch erst nach dem Jahreswechsel erhoben.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.dlrg.de\/news\/news-detail\/dlrg-bilanz-zum-ende-des-sommers-deutlich-120996-n\">https:\/\/www.dlrg.de\/news\/news-detail\/dlrg-bilanz-zum-ende-des-sommers-deutlich-120996-n<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die ehrenamtlichen Helfer an den Badestellen haben mindestens das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber und einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Ihre Fertigkeiten und ihr Wissen weisen sie regelm\u00e4\u00dfig nach. An den K\u00fcsten verrichten zwischen Anfang Mai und Ende September etwa 6000 Freiwillige einen Dienst am Strand. Dort sind an sieben Tagen in der Woche Rettungsschwimmer im Einsatz. Zudem sorgen rund 49&#8217;000 Ehrenamtliche der DLRG an heimischen Seen und in Schwimmb\u00e4dern f\u00fcr Sicherheit \u2013 zumeist an den Wochenenden.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: DLRG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Im Mai ereigneten sich 70 % der t\u00f6dlichen Unf\u00e4lle. Die DLRG f\u00fchrt die h\u00f6here Zahl auf mangelnde Vorsicht und immer neue Temperatur-Rekorde zur\u00fcck. 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