{"id":33552,"date":"2024-09-24T12:43:00","date_gmt":"2024-09-24T10:43:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=33552"},"modified":"2024-09-24T12:43:02","modified_gmt":"2024-09-24T10:43:02","slug":"giganten-der-letzten-eiszeit-im-museum-fuer-naturkunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/09\/24\/giganten-der-letzten-eiszeit-im-museum-fuer-naturkunde\/","title":{"rendered":"\u201eGIGANTEN DER LETZTEN EISZEIT\u201c IM MUSEUM F\u00dcR NATURKUNDE"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Museum f\u00fcr Naturkunde widmet sich vom 28. September 2024 bis zum 31. August 2025 in der neuen Sonderausstellung \u201eGiganten der letzten Eiszeit \u2013 Von H\u00f6hlenhy\u00e4nen und Wollhaarnash\u00f6rnern\u201c gleich zwei bedeutenden naturkundlichen Jubil\u00e4en: 150 Jahre Entdeckung der Lindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle und 120 Jahre Fund des Pohlitzer Wollhaarnashorns. Damit f\u00fchrt das Museum seine Besucher in die sogenannte Weichsel-Kaltzeit von vor 115&#8217;000 bis vor 11&#8217;600 Jahren zur\u00fcck, als zeitweise gro\u00dfe S\u00e4ugetiere wie z. B. H\u00f6hlenhy\u00e4nen und Wollhaarnash\u00f6rner lebten. Auch im ostth\u00fcringischen Gera und dessen Umgebung haben insbesondere jene zwei Tierarten besondere Fossilien hinterlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine herausragende Fossilfundstelle wurde 1874 bei Erdarbeiten im heutigen Geraer Stadtteil Pforten in einer Spaltenh\u00f6hle entdeckt, in der sich eine gro\u00dfe Anzahl Knochen und Z\u00e4hne verschiedener eiszeitlicher Tiere befanden. Durch die N\u00e4he zur damaligen Gastwirtschaft \u201eLindenthal\u201c und durch die in der H\u00f6hle geborgenen Fossilien von H\u00f6hlenhy\u00e4nen wurde sie als \u201eLindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle\u201c bezeichnet. Die H\u00f6hle wurde w\u00e4hrend der Weichsel-Kaltzeit \u00fcber Jahrtausende regelm\u00e4\u00dfig von H\u00f6hlenhy\u00e4nen als Unterschlupf genutzt, so z. B. zum ungest\u00f6rten Zerlegen ihrer Nahrung. Die Sonderausstellung pr\u00e4sentiert zahlreiche originale Fossilien verschiedener eiszeitlicher Tierarten aus der Lindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle, vor allem Fossilien der H\u00f6hlenhy\u00e4ne. Sie bietet umfangreiche Informationen zu den Umst\u00e4nden der Entdeckung der H\u00f6hle, zur Bergung der Fossilien, zur Lebensweise der H\u00f6hlenhy\u00e4ne und vor allem auch zu zahlreichen neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen, die den Fossilien durch moderne Methoden in den vergangenen Jahren entlockt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter entdeckte man 1904 im Norden von Pohlitz\/Bad K\u00f6stritz in einem neu angelegten Kalksteinbruch ein relativ vollst\u00e4ndiges Skelett eines Wollhaarnashorns. Das Skelett des Pohlitzer Wollhaarnashorns ist ein sogenanntes artikuliertes Skelett. Das hei\u00dft, es geh\u00f6rt zu einem Individuum und wurde nicht aus den einzelnen Knochen unterschiedlicher Tiere zusammengesetzt. Nur drei artikulierte Skelette dieser Tierart wurden bisher in Deutschland gefunden, wovon eines im Zweiten Weltkrieg verloren ging. Das Pohlitzer Wollhaarnashorn-Skelett ist das vollst\u00e4ndigste artikulierte Wollhaarnashorn-Skelett Deutschlands!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 2021 gelang im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts die Altersbestimmung an einer nur 1,1368 Gramm schweren Probe vom Sch\u00e4del. Ermittelt wurde ein Alter von 35&#8217;367 bis 36&#8217;271 Jahren vor dem Jahr 2021!<br>Die Ausstellung pr\u00e4sentiert eine F\u00fclle an Informationen zu den Fundumst\u00e4nden, zur exakten Fundstelle, zur Geschichte des Skeletts und der Skelettrekonstruktionen, sowie zur allgemeinen Lebensweise von Wollhaarnash\u00f6rnern. Neben einer Auswahl von Originalknochen erwartet die Besucher und Besucherinnen eine atemberaubende Lebendrekonstruktion eines Wollhaarnashorns in Originalgr\u00f6\u00dfe, die in einer Spezialwerkstatt in Rotterdam\/Niederlande eigens f\u00fcr die Ausstellung angefertigt wurde!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Ausstellung bietet das Museum f\u00fcr Naturkunde ein umfangreiches Begleitprogramm an. Die Termine sind auf der Museumswebseite \u201ehttp:\/\/www.gera.de\/naturkundemuseum\u201c einzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Museum dankt den zahlreichen Institutionen, Unternehmen und Personen, die durch ihre gro\u00dfz\u00fcgige finanzielle Unterst\u00fctzung das Gesamtprojekt erm\u00f6glicht haben. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Th\u00fcringer Ministerium f\u00fcr Umwelt, Energie und Naturschutz<\/li>\n\n\n\n<li>Th\u00fcringer Staatskanzlei<\/li>\n\n\n\n<li>Th\u00fcringer Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft<\/li>\n\n\n\n<li>Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Th\u00fcringen<\/li>\n\n\n\n<li>Sparkasse Gera-Greiz,<\/li>\n\n\n\n<li>Chemiewerk Bad K\u00f6stritz GmbH<\/li>\n\n\n\n<li>BIT Tiefbauplanung GmbH<\/li>\n\n\n\n<li>SRH Wald-Klinikum Gera<\/li>\n\n\n\n<li>Waldkliniken Eisenberg<\/li>\n\n\n\n<li>Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde e. V.<\/li>\n\n\n\n<li>Zahnarztpraxis Sebastian Schopplich (Gera),<\/li>\n\n\n\n<li>Zahnarztpraxis Dr. Anke Geupel und Dr. Hendrik Geupel (Gera),<\/li>\n\n\n\n<li>Siegfried Kern (Landsberg)<\/li>\n\n\n\n<li>Dr. Bengt Fuchs (Gera)<\/li>\n\n\n\n<li>Lars Cun\u00e4us (Naumburg)<\/li>\n\n\n\n<li>Dr. Silvio Brandt (Chemnitz)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Museum f\u00fcr Naturkunde widmet sich vom 28. September 2024 bis zum 31. 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