{"id":336,"date":"2017-02-18T09:00:41","date_gmt":"2017-02-18T08:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=336"},"modified":"2017-12-20T01:16:05","modified_gmt":"2017-12-20T00:16:05","slug":"fotografien-von-walther-musche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2017\/02\/18\/fotografien-von-walther-musche\/","title":{"rendered":"FOTOGRAFIEN VON WALTHER MUSCHE"},"content":{"rendered":"<p>In einer Sonderausstellung pr\u00e4sentiert im Stadtmuseum vom 18. Februar bis 29. Mai 70 Fotografien aus dem Nachlass des Fotografen Walter Musche. Die Sonderausstellung ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit von Stadtarchiv und Stadtmuseum. Zwischen 2010 und 2013 erwarb das Stadtarchiv den Nachlass des Fotografen Walter Musche. Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil der insgesamt 2916 Bilddokumente gelangte dabei \u00fcber seinen Enkel Andreas Arnold in das Archiv. Seitdem reifte in Klaus Brodale, Leiter des Stadtarchivs, der Gedanke an eine Ausstellung \u00fcber den Fotografen. Von Walter Musches Arbeiten sind nun vom 18. Februar bis 29. Mai erstmals 70 Fotografien zusammenh\u00e4ngend in einer Ausstellung zu sehen. Als einzigartige Momentaufnahmen dokumentieren seine stimmungsvollen Schwarz-Wei\u00df-Bilder ein verlorenes Stadtbild, einen l\u00e4ngst vergangenen Alltag und die ostth\u00fcringische Landschaft. In diesem Sinne bietet die Ausstellung die M\u00f6glichkeit, den Fotografen und sein Werk \u201eneu\u201c zu entdecken.<br \/>\nWalter Musche wurde am 18. Februar 1898 in Lobenstein geboren. Nach Beendigung der Schulzeit erlernte er den Beruf eines Kaufmanns. Im Anschluss arbeitete er als Lohnbuchhalter in der Kammgarnspinnerei Zw\u00f6tzen. Nach einer Fotografenlehre und erfolgreicher Fotografenmeisterpr\u00fcfung im Jahr 1946 er\u00f6ffnete Walter Musche im Jahr 1959 als selbstst\u00e4ndiger Fotograf ein Fotoatelier in der Bachgasse. Dort wirkte er bis zur Abmeldung des Gewerbes im Jahr 1964. \u00dcber das Rentenalter hinaus war er noch als Fotograf f\u00fcr den VEB Wasserwirtschaft Wei\u00dfe Elster\/Saale t\u00e4tig. Er starb am 16. Mai 1983 in Gera.<\/p>\n<p>Die \u00e4ltesten seiner Fotografien stammen von einer Reise entlang des Mains und nach S\u00fcddeutschland 1919 und einer kleinen Fotoreihe mit Geraer Motiven. Gerade bei den fr\u00fchen Aufnahmen lassen sich Orientierungen an den oft braun, gr\u00fcn oder blau get\u00f6nten Arbeiten des am Anfang des 20. Jahrhunderts vielbeachteten Geraer Fotografen Cuno Romroth erkennen. Neben vereinzelt \u00fcberlieferten Beispielen zur Aktfotografie, die zum Teil im Kontext zur Wandervogelbewegung gesehen werden k\u00f6nnen, weisen einige Architekturfotografien auf eine Verbindung zum Architekten Thilo Schoder hin. Vor allem ab den 1940er Jahren konzentrierte sich das Schaffen neben den Stadtbildern Geras auf Landschaftsfotografien seiner th\u00fcringischen Heimat. In diesen Aufnahmen kommt der akribische Aufwand bei der Auswahl ungew\u00f6hnlicher Perspektiven und Lichtverh\u00e4ltnisse \u00fcberzeugend zum Ausdruck. Walter Musche \u00e4u\u00dferte dazu selbst: \u201eJa, die T\u00e4ler sind ein ganz besonders sch\u00f6nes Gebiet, was man eigentlich mit Rucksack, nat\u00fcrlich mit Kamera und Objektiven jeder Brennweite durchwandern m\u00fcsste. Es war sonnig, aber dunstig, ein erstklassiges Landschafts-Foto-Licht\u201c. Erg\u00e4nzend beschreibt sein Enkel Andreas Arnold den Landschaftsfotografen in seinen Erinnerungen: \u201eEr wusste genau, zu welcher Jahres- und Tageszeit dieses oder jenes Motiv von der Sonne so ausgeleuchtet wurde, dass seine Schw\u00fcnge, Ein- und Ausbuchtungen sowie die Schattenw\u00fcrfe am besten zum Ausdruck kamen. Er hatte das nirgendwo notiert, derlei Angaben hatte er im Kopf\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In einer Sonderausstellung pr\u00e4sentiert im Stadtmuseum vom 18. Februar bis 29. Mai 70 Fotografien aus dem Nachlass des Fotografen Walter Musche. Die Sonderausstellung ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit von Stadtarchiv und Stadtmuseum. 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