{"id":33974,"date":"2024-10-21T13:38:44","date_gmt":"2024-10-21T11:38:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=33974"},"modified":"2024-10-21T13:38:45","modified_gmt":"2024-10-21T11:38:45","slug":"warum-immer-mehr-jugendliche-nach-rechts-tendieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/10\/21\/warum-immer-mehr-jugendliche-nach-rechts-tendieren\/","title":{"rendered":"WARUM IMMER MEHR JUGENDLICHE NACH RECHTS TENDIEREN"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die Erlebnisse im Wohnumfeld sorgen f\u00fcr Zukunfts\u00e4ngste und ver\u00e4ndern das Wahlverhalten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Was die politische Einstellung anbetrifft, scheint sich der Rechtsruck unter jungen Menschen zu verst\u00e4rken. Darauf deuten einzelne Befragungen zur gegenw\u00e4rtigen Stimmung hin. Die vergangenen Wahlen zeigten bereits einen deutlichen Umschwung. Erfreuten sich fr\u00fcher die Gr\u00fcnen einer gro\u00dfen Beliebtheit, w\u00e4chst derzeit der Zuspruch f\u00fcr die AFD bei den unter 24-J\u00e4hrigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Alte stehen vor einem R\u00e4tsel und suchen nach Erkl\u00e4rungen, was darauf hindeutet, dass sie von der Wahrnehmung und Lebenswirklichkeit junger Menschen sehr weit entfernt sind. Manche f\u00fchren die Entwicklung auf den Einfluss der Eltern zur\u00fcck, andere auf die starke Pr\u00e4senz der AFD bei Tiktok. Dort w\u00fcrde die Partei \u00c4ngste sch\u00fcren und die Zuseher manipulieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Junge AFD-W\u00e4hler nennen aber ganz andere Gr\u00fcnde f\u00fcr ihr Wahlverhalten. Sie sprechen \u00fcber Erlebnisse in der Schule, auf der Stra\u00dfe, und \u00fcber unterschiedliche Bewertungsma\u00dfst\u00e4be. So w\u00fcrden bereits Kinder, etwa auf Spielpl\u00e4tzen, h\u00e4ufig ein ausgrenzendes Verhalten zeigen. Man spricht von arabischen Kindern mit einem ausgepr\u00e4gten Revierdenken, f\u00fcr die Gewalt ein akzeptables Mittel ist, um das Recht des St\u00e4rkeren durchzusetzen, w\u00e4hrend man von Einheimischen Nachsicht und Toleranz erwarte. \u00c4hnlich sei es dann im Jugendalter bei Freizeitaktivit\u00e4ten. Bei ARD und ZDF werde dann vermittelt, nicht die Migration sei das Problem, sondern die M\u00e4nnlichkeit. Eine v\u00f6llig verdrehte Darstellung, meinen die Betroffenen und sprechen \u00fcber parallele Lebenswelten, in denen sie sich als Deutsche wie Fremde oder Eindringlinge f\u00fchlen. Von gleichaltrigen Arabern w\u00fcrden sie manchmal Dinge h\u00f6ren, die, im Gegensatz zur vielzitierten Klimakrise, wirklich Zukunfts\u00e4ngste ausl\u00f6sen, und zwar Leib und Leben betreffend. Deutschland geh\u00f6re bald ihnen, sei so ein Satz, mit dem gern gedroht werde, wenn sich zum Beispiel auch deutsche Kinder auf  dem Spielplatz aufhalten und man sie dort nicht haben m\u00f6chte. M\u00e4dchen m\u00fcssten sich dann mitunter Schimpfw\u00f6rter wie \u201eSchlampe\u201d gefallen lassen. \u201eWenn wir irgendwann mehr sind, werden wir den Deutschen die Zunge herausschneiden\u201d, wird als weiterer Beispielsatz angef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die AFD sei dann die einzige Partei, welche die Probleme genauso beschreibt, wie sie die jungen W\u00e4hler selbst erlebt h\u00e4tten. Auf Tiktok werden dazu Fragen aufgeworfen wie beispielsweise: Warum sieht man so viele Rentner beim Sammeln von Flaschen, aber keine Migranten? Ist der Schutz der eigenen B\u00fcrger oder der Schutz von Straft\u00e4tern wichtiger, wenn es um die Abschiebung krimineller Personen geht? Warum wird die kulturelle Identit\u00e4t fremder Menschen als Bereicherung angesehen, und die eigene als so etwas wie eine zu beseitigende Fehlentwicklung aus der Vergangenheit?<\/p>\n\n\n\n<p>Noch schwieriger werden die Diskussionen, wenn auch gut integrierte Ausl\u00e4nder die Bef\u00fcrchtungen einer bald eskalierenden Gewalt n\u00e4hren. Ein gro\u00dfes Problem seien n\u00e4mlich die vielen unbegleiteten minderj\u00e4hrigen Fl\u00fcchtlinge aus Afghanistan, Syrien und Afrika, hei\u00dft es da beispielsweise. Man spricht von einer \u201etickenden Zeitbombe\u201d. Manche seien 19 Jahre alt und g\u00e4ben sich als 16-J\u00e4hrige aus, die vor Gewalt in der Heimat gefl\u00fcchtet sind. Ohne Pass in der Hand w\u00fcrden sie deutschen Beh\u00f6rden gegen\u00fcber immer wieder ein neues Herkunftsland angeben, wenn sich nach langwierigen Abgleichungen mit den dortigen Beh\u00f6rden herausstellt, dass der gesuchte Name nicht in deren Registern existiert. In Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen br\u00e4chten sie sich dann untereinander bei, wie man sich durchsetzen m\u00fcsse. Es fehle das famili\u00e4re Fundament. Ohne die von den Eltern vermittelten Normen und Werte wolle jeder der Boss sein und sich mit Mutproben beweisen, um anerkannt zu werden. Au\u00dferhalb der Einrichtung spielten Diebstahl, Raub, Drogen und der Kontakt zu verschiedenen Milieus eine gro\u00dfe Rolle. Mit dieser &#8222;Ausbildung&#8220; treten sie dann in das Erwachsenenalter ein. Weil die entsprechenden Netzwerke sich immer weiter vergr\u00f6\u00dfern, werde die Kriminalit\u00e4t bald au\u00dfer Kontrolle geraten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Erlebnisse im Wohnumfeld sorgen f\u00fcr Zukunfts\u00e4ngste und ver\u00e4ndern das Wahlverhalten. Was die politische Einstellung anbetrifft, scheint sich der Rechtsruck unter jungen Menschen zu verst\u00e4rken. 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