{"id":34815,"date":"2024-12-04T00:35:11","date_gmt":"2024-12-03T23:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=34815"},"modified":"2024-12-04T00:43:24","modified_gmt":"2024-12-03T23:43:24","slug":"was-fuehrte-zu-putins-sinneswandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/12\/04\/was-fuehrte-zu-putins-sinneswandel\/","title":{"rendered":"WAS F\u00dcHRTE ZU PUTINS SINNESWANDEL?"},"content":{"rendered":"\n<p>Wladimir Putin gilt heute als einer der gr\u00f6\u00dften Gegner des Westens. Vor rund zwanzig Jahren war das Verh\u00e4ltnis zu ihm ein v\u00f6llig anderes. Der russische Pr\u00e4sident kam sogar nach Deutschland und hielt am 25. September 2001 eine Rede im Parlament. Es gab stehende Ovationen. Von 1992 bis l\u00e4ngstens 2007 hoffte Russland noch auf eine Modernisierung des Landes mit Hilfe des Westens. Durch die Freundschaft mit Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der schienen sich die Beziehungen beider L\u00e4nder zu vertiefen. Ein wechselseitiger Transfer bahnte sich an \u2014 preisg\u00fcnstige Energie gegen Technologie und Investitionen. Es gab sogar Bestrebungen, Russland st\u00e4rker in globale Wirtschaftsstrukturen einzubinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch mit der \u201eOrangen Revolution\u201c Ende 2004 in der Ukraine kamen erste Zweifel und \u00c4ngste auf. Es begann eine neue Zeit der Konfrontation mit dem Westen. Zu den m\u00f6glichen Gr\u00fcnden f\u00fcr die anschlie\u00dfende Kehrtwende gibt es mehrere Theorien. Plausibel erscheint, dass der Westen f\u00fcr die Modernisierung Russlands wirtschaftliche und politische Liberalisierungen sowie rechtsstaatliche Reformen verlangte, was dort jedoch zum Ende des bisherigen Systems gef\u00fchrt h\u00e4tte. Putin konzentrierte sich nun auf seinen Machterhalt. Die russische F\u00fchrung sah in den Forderungen den Versuch des Westens, Einfluss auf die inneren Angelegenheiten Russlands zu nehmen und seine Souver\u00e4nit\u00e4t zu untergraben. Dies f\u00fchrte zu wachsenden Spannungen zwischen Russland und dem Westen, und trug zur Entwicklung eines Staatskonservatismus in Russland bei, der sich als Gegenentwurf zum westlichen liberalen Modell versteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig sah Putin den Westen immer n\u00e4her an sein Land heranr\u00fccken. Eine f\u00fcr Russland ung\u00fcnstige Formation bildete sich langsam heraus, und eine \u00c4nderung der Handelsbeziehungen zum Nachteil Russlands zeichnete sich ab. Der Westen duldet keine anderen souver\u00e4nen Staaten und zerst\u00f6rt, was er nicht kontrollieren kann, ist eine verbreitete Auffassung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile werden die westlichen L\u00e4nder wirtschaftlich schw\u00e4cher. Es kommt zu politischen Verwerfungen, die sich mit zunehmender Auspr\u00e4gung fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auch territorial manifestieren d\u00fcrften. Russland beschleunigt diesen Prozess und k\u00f6nnte darin eine M\u00f6glichkeit sehen, seinen Einflussbereich zu erweitern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wladimir Putin gilt heute als einer der gr\u00f6\u00dften Gegner des Westens. Vor rund zwanzig Jahren war das Verh\u00e4ltnis zu ihm ein v\u00f6llig anderes. Der russische Pr\u00e4sident kam sogar nach Deutschland und hielt am 25. 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