{"id":34820,"date":"2024-12-04T12:50:00","date_gmt":"2024-12-04T11:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=34820"},"modified":"2024-12-04T12:38:25","modified_gmt":"2024-12-04T11:38:25","slug":"gruene-beim-klimaschutz-geht-es-nicht-ums-klima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2024\/12\/04\/gruene-beim-klimaschutz-geht-es-nicht-ums-klima\/","title":{"rendered":"GR\u00dcNE: BEIM KLIMASCHUTZ GEHT ES NICHT UMS KLIMA"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die Erz\u00e4hlung wird allm\u00e4hlich so ver\u00e4ndert, dass sie schwerwiegende transformative Eingriffe in die Natur notwendig erscheinen l\u00e4sst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>So manche Naturfreunde sind entt\u00e4uscht von der neuen Auslegung des Begriffs &#8222;Klimaschutz&#8220;. Bisher standen f\u00fcr sie W\u00e4lder, Wiesen und Tiere im Vordergrund. Nun scheinen sich die Priorit\u00e4ten zu \u00e4ndern. Das Problem: Bisher wurde die Geschichte von der gr\u00f6\u00dften Bedrohung aller Zeiten so erz\u00e4hlt, als st\u00fcnde bald der gesamte Planet in Flammen. Greta Thunberg sprach von einer brennenden Welt und mobilisierte unz\u00e4hlige Jugendliche, die glaubten, die Erde entwickele sich gerade in einen W\u00fcstenplanet. Ihre Sorge galt dabei den vielen Pflanzen und Tieren. Besonders hervorgehoben wurden in der Erz\u00e4hlung vom Klimawandel jahrelang die Eisb\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun erfahren die Naturliebhaber, dass hier ein Missverst\u00e4ndnis vorliegt. Robert Habeck stellte am 17. November 2024 bei der 50. Bundesdelegiertenkonferenz von B\u00fcndnis &#8217;90\/Die Gr\u00fcnen klar, dass es um Menschenschutz geht. Es sei falsch verstanden, wenn man von Klimaschutz rede, sagte er in seiner Rede (35:50).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><a href=\"https:\/\/youtu.be\/a2YItorNF1E\">https:\/\/youtu.be\/a2YItorNF1E<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Habeck f\u00fchrte aus, dem Klima sei es letztlich egal, wie warm es ist. Ob zwei, vier oder sechs Grad w\u00e4rmer \u2014 es sei dann einfach ein w\u00e4rmeres oder hei\u00dferes Klima. Es gehe nicht um das Klima, wenn man das Klima sch\u00fctze, sondern um die Menschen, deren W\u00fcrde, Freiheit, Leben, Unversehrtheit und Sicherheit. So k\u00f6nne man es nachlesen in den Urteilen des Verfassungsgerichts und den Studien der verschiedenen Institutionen. Das Potsdam-Institut f\u00fcr Klimaforschung habe ausgerechnet, dass jetzt schon die globale Erderw\u00e4rmung zu einem Verlust an Wohlstand im globalen Raum von 20 % f\u00fchren werde. Die Nato-Sicherheitsstrategie definiere die globale Erderw\u00e4rmung als einen der Haupttreiber von Kriegen, Konflikten und Sicherheitsrisiken in der Zukunft. Das Weltwirtschaftsforum in Davos habe ausgerechnet und beschrieben, dass Millionen von Menschen ihr Leben verlieren werden, wenn man die globale Erderw\u00e4rmung nicht einigerma\u00dfen eind\u00e4mme. Die Debatte um den richtigen Umgang mit der Erderw\u00e4rmung und das Beharren darauf, dass weniger fossile Energien besser f\u00fcr die Menschen seien, sei eine Debatte um die Freiheit in der Gegenwart und die Zukunft f\u00fcr die Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Lisa Badum von B\u00fcndnis &#8217;90\/Die Gr\u00fcnen sprach von einer Bedrohung der Menschheit. Im Deutschlandfunk sagte sie am 25. November 2024, es gehe nicht darum, dass der Planet bedroht ist (12:20), sondern um die Existenz der Menschheit. \u2014 Die Klimaschutzerz\u00e4hlung beginnt sich also langsam zu ver\u00e4ndern. Geht es am Ende vielleicht sogar um die Anpassung des Wetters, CO\u2082-Entnahmen und die Ver\u00e4nderung der sph\u00e4rischen Albedo des Planeten, weil mehrere Kippunkte bereits \u00fcberschritten sind? Die neue Version der Geschichte k\u00f6nnte dann als Argument f\u00fcr schwerwiegende systemische Eingriffe in die Natur dienen. Massenhaft ausgelegte Solarmodule absorbieren mit ihren dunklen Oberfl\u00e4chen sowieso mehr Licht, weshalb ein Management des Klimas dann gerechtfertigt erschiene.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Transformation w\u00e4re somit ein Unterfangen, um die Erde langfristig den Bed\u00fcrfnissen des Menschen anzupassen. Schon heute ver\u00e4ndert sie zusehends die Landschaft. Immer mehr Fl\u00e4chen werden f\u00fcr die Erzeugung von Elektrizit\u00e4t in Anspruch genommen. Mit zunehmender Digitalisierung d\u00fcrfte der Energiebedarf sogar noch deutlich ansteigen. Doch durch die Fokussierung auf das Klima und den CO\u2082-Gehalt wird der sich im Namen der Energiewende beschleunigende Fl\u00e4chenverbrauch kaum mehr als Problem angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die globale Erderw\u00e4rmung als ein Haupttreiber von Kriegen, Konflikten und Sicherheitsrisiken in der Zukunft definiert wird, dann insbesondere aufgrund der sich ver\u00e4ndernden Vegetationszonen. Die W\u00fcsten und das Eis m\u00fcssten dauerhaft dort bleiben, wo sie sich heute befinden. Das gel\u00e4nge nach derzeitigem Kenntnisstand aber nur, wenn der CO\u2082-Gehalt dauerhaft auf dem heutigen Niveau festgesetzt wird. Statische Vegetationszonen hat es aber auch in der vom Menschen unbeeinflussten Natur nie gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ziel, die Erderw\u00e4rmung zu begrenzen, f\u00fchrt also zwangsl\u00e4ufig dazu, dass auch der nat\u00fcrliche Klimawandel mit unterbunden werden muss. Denn die nat\u00fcrlichen Schwankungen waren in der Vergangenheit sehr viel ausgepr\u00e4gter als das, was der Mensch bislang zu verantworten hat. Das erzwingt dieser Denkweise folgend in letzter Konsequenz ein umfassendes Geoengineering, was mit der fortschreitenden technischen Entwicklung sogar in den Bereich des Machbaren r\u00fcckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Erz\u00e4hlung wird allm\u00e4hlich so ver\u00e4ndert, dass sie schwerwiegende transformative Eingriffe in die Natur notwendig erscheinen l\u00e4sst. So manche Naturfreunde sind entt\u00e4uscht von der neuen Auslegung des Begriffs &#8222;Klimaschutz&#8220;. 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