{"id":35447,"date":"2025-01-16T12:08:46","date_gmt":"2025-01-16T11:08:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=35447"},"modified":"2025-01-16T12:08:47","modified_gmt":"2025-01-16T11:08:47","slug":"umstrittene-vorschlaege-zur-finanzierung-der-steigenden-sozialausgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/01\/16\/umstrittene-vorschlaege-zur-finanzierung-der-steigenden-sozialausgaben\/","title":{"rendered":"UMSTRITTENE VORSCHL\u00c4GE ZUR FINANZIERUNG DER STEIGENDEN SOZIALAUSGABEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Ohne Reformen werden die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung bald nicht mehr finanzierbar sein. Der Grund ist eine zunehmdende Ungleichheit im Verh\u00e4ltnis zwischen Einzahlern und Leistungsempf\u00e4ngern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun schlagen die Gr\u00fcnen Sozialabgaben f\u00fcr Kapitalertr\u00e4ge wie Zinsen und Dividenden vor. Genaue Angaben zu den Freibetr\u00e4gen gibt es nicht. Im Raum steht zwar die Zahl 1000 Euro, doch die \u00c4u\u00dferungen sind widerspr\u00fcchlich. In einer internen Vorlage f\u00fcr Parteimitglieder, die Antworten f\u00fcr den Fall fragender Journalisten parat h\u00e4lt, schreiben die Gr\u00fcnen, es sollen jene belastet werden, \u201edie so viel Geld haben, dass das Geld f\u00fcr sie arbeitet, statt dass sie arbeiten gehen m\u00fcssen\u201d. Das enth\u00fcllte der Journalist Robin Alexander in der Sendung von Markus Lanz, die am 15. Januar 2025 ausgestrahlt wurde. In dem 2021 verabschiedeten Grundsatzprogramm der Gr\u00fcnen sei allerdings von \u201eallen Bev\u00f6lkerungsgruppen in Abh\u00e4ngigkeit von ihrem Einkommen unter Einbeziehung aller Einkommensarten\u201d die Rede. Freibetr\u00e4ge w\u00fcrden dort nicht erw\u00e4hnt, sagte Alexander, der als stellvertretender Chefredakteur\u00a0f\u00fcr \u201eDie Welt\u201d t\u00e4tig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorschl\u00e4ge, die auf eine st\u00e4rkere Belastung von Kapitalert\u00e4gen hinauslaufen, sind auch aus der CDU zu h\u00f6ren. Kai Whittaker spricht sich f\u00fcr Abz\u00fcge nach dem individuelllen Einkommenssteuersatz aus, als Ersatz f\u00fcr die Kapitalertragssteuer.<\/p>\n\n\n\n<p>Christian D\u00fcrr von der FDP ist hingegen der Meinung, wer auf sein Erspartes nun auch noch Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge zahlen soll, w\u00fcrde auf 40 Jahre gerechnet zehntausende Euro verlieren. Frank Sch\u00e4ffler, ebenfalls FDP, sprach von einem Anschlag auf die Sparkultur, der den Gering- und Durchschnittsverdienern einen Gro\u00dfteil ihrer Kapitalertr\u00e4ge wegn\u00e4hme.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Bef\u00fcrworter dieser Idee Kapitalertr\u00e4ge als ein sich selbst vermehrenden Einkommen betrachten, f\u00fcr das keine Arbeit geleitet wird, heben Gegner die mehrfache Besteuerung hervor, von der vor allem die unteren Einkommensschichten, Kleinsparer und Kleinanleger betroffen sind. Wer dort spare, habe vorher Geld verdient, dieses versteuert und Abgaben gezahlt. Die erhaltenen realen Zinsen seien wegen der Inflationsrate zum einen niedriger sei als die nominelle Angabe, und unterl\u00e4gen dann weiteren Abz\u00fcgen wie der Abgeltungssteuer in H\u00f6he von 25 %.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ohne Reformen werden die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung bald nicht mehr finanzierbar sein. 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