{"id":35976,"date":"2025-02-18T11:09:57","date_gmt":"2025-02-18T10:09:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=35976"},"modified":"2025-02-19T01:35:21","modified_gmt":"2025-02-19T00:35:21","slug":"zuschauer-kritisieren-wahlsendungen-im-oerr-und-prr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/02\/18\/zuschauer-kritisieren-wahlsendungen-im-oerr-und-prr\/","title":{"rendered":"ZUSCHAUER KRITISIEREN WAHLSENDUNGEN IM \u00d6RR UND PRR"},"content":{"rendered":"\n<p>Viele Zuschauer \u00e4u\u00dferen in den sozialen Netzwerken ihren Unmut \u00fcber die Ausgestaltung der Wahlsendungen in den Hauptprogrammen des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Vorw\u00fcrfe beziehen sich auf die Zusammensetzung des Publikums, die gestellten Fragen und bestimmte Kameraeinstellungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Wahlsendung \u201eSchlagabtausch\u201d vom 6. Februar 2025 lud das ZDF Studenten politisch links stehender Universit\u00e4ten aus Berlin ein. Angeschrieben wurden die Freie Universit\u00e4t und die Humboldt-Universit\u00e4t. Wie viele Zuschauer feststellten, applaudierten die G\u00e4ste im Studio nur f\u00fcr Jan van Aken von der Linkspartei und Felix Banaszak von den Gr\u00fcnen. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner erhielt nur einmal Applaus, als er sich gegen die AFD wandte. F\u00fcr Sarah Wagenknecht, Tino Chrupalla von der AFD und Alexander Dobrindt von der CSU wurde nicht geklatscht. Dem Sender wird gezieltes Framing vorgeworfen. Zudem soll er in einem Begleitchat Sympathiebekundungen f\u00fcr die AFD gezielt gel\u00f6scht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein potentieller Fragesteller wirft dem ZDF vor, ihn beeinflusst zu haben. Am Telefon sei ihm eine Frage zum F\u00fcnf-Punkte-Plan von Friedrich Merz vorgegeben worden, die er gar nicht habe stellen wollen. Entsprechend \u00e4u\u00dferte er sich gegen\u00fcber dem Journalisten Michael Mross, der auf Youtube einen Kanal unterh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt hatten viele Zuschauer den Eindruck, dass die Fragen so formuliert wurden, um Robert Habeck die M\u00f6glichkeit zu geben, seine Politik n\u00e4her zu erl\u00e4utern, wobei ein interessiert zuh\u00f6rendes Publikum festgestellt wurde. Dagegen habe es bei den AFD-Rednern so gewirkt, als w\u00fcrden die Fragen dazu benutzt, sie in Widerspr\u00fcche zu bringen, um eine Ablehnung zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche Zuschauer haben sogar die Kameraperspektiven kritisch miteinander vergleichen und fragen sich, ob es dem Zufall geschuldet sein kann, dass bei Wortbeitr\u00e4gen von AFD-Politikern im Hintergrund gleichzeitig grimassenschneidende oder verneinende Zuschauer zu sehen sind. Darin wird der Versuch gesehen, die Zuschauer unterschwellig zu beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Wahlsendung im privatrechtlichen Fernsehen st\u00f6\u00dft bei vielen nicht auf Gefallen. RTL-T\u00e9l\u00e9vision, der Nachrichtensender NTV und das Magazin \u201eStern\u201d hatten am 16. Februar 2025 ein \u201eQuadrell\u201d gesendet, mit G\u00fcnther Jauch und Pinar Atalay als Moderatoren. Eingeladen waren Bundeskanzler Olaf Scholz, Friedrich Merz, Robert Habeck und Alice Weidel. Letztere wurde mehrmals auf ihren Wohnsitz in der Schweiz angesprochen, weil sie dadurch einen steuerlichen Vorteil hat. Wenn Jauch sich als kritischer Journalist hervortun m\u00f6chte, h\u00e4tte er Olaf Scholz wegen der Cum-Ex-Gesch\u00e4fte ansprechen sollen, monieren einige Zuschauer. Denn das sei viel schlimmer, als seinen offiziellen Wohnsitz in der Schweiz zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Unzufrieden mit den Wahlsendungen sind aber auch viele vehemente Gegner der AFD. Sie f\u00fcrchten eine Normalisierung der Partei und kritisieren die Rundfunkanstalten daf\u00fcr, AFD-Kandidaten \u00fcberhaupt eingeladen zu haben. Manche fordern auch bei ARD, ZDF und Deutschlandfunk eine Brandmauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Bewusst oder unbewusst k\u00f6nnten sich die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten in ihren Studios ein Publikum zusammengestellt haben, das weitgehend konform ist mit der politischen Farbpalette in der Belegschaft. Auch diese Vermutung gibt es. Ein Wunschpublikum, dass au\u00dferhalb der Funkh\u00e4user nicht existiert, die Journalisten aber in ihrer Haltung best\u00e4tigt. Viele Fernsehleute k\u00f6nnten sich mit dem Meinungsspektrum au\u00dferhalb der Sendezentren nicht anfreunden und w\u00fcrden zu einem links-gr\u00fcnen Haltungsjournalismus \u00fcbergehen, weil sie sich mit ihren Positionen als die demokratische Mitte wahrn\u00e4hmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><em>Erg\u00e4nzung der Redaktion: Die AFD-Vorsitzende Alice Weidel hat ihren Hauptwohnsitz eigenen Angaben zufolge in Deutschland, unterh\u00e4lt in der Schweiz einen Nebenwohnsitz und zahlt ihre Steuern in Deutschland. Hinweise nimmt die Redaktion unter \u201epost@studiogera.de\u201d entgegen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Viele Zuschauer \u00e4u\u00dferen in den sozialen Netzwerken ihren Unmut \u00fcber die Ausgestaltung der Wahlsendungen in den Hauptprogrammen des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks. 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