{"id":36186,"date":"2025-03-02T22:19:50","date_gmt":"2025-03-02T21:19:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=36186"},"modified":"2025-03-02T22:19:51","modified_gmt":"2025-03-02T21:19:51","slug":"war-die-eskalation-beabsichtigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/03\/02\/war-die-eskalation-beabsichtigt\/","title":{"rendered":"WAR DIE ESKALATION BEABSICHTIGT?"},"content":{"rendered":"\n<p>Fast 50 Minuten dauerte das Gespr\u00e4ch am Freitag im Oval Office des Wei\u00dfen Hauses, zu dem der ukrainische Pr\u00e4sident eingeladen war. Es begann um 11 Uhr Zonenzeit. Rund 40 Minuten lang verlief es recht harmonisch, teilweise sogar heiter. Doch dann eskalierte die Situation. Das ungew\u00f6hnliche ist nicht der Streit an sich, sondern das Beisein der \u00d6ffentlichkeit. Hinter verschlossenen T\u00fcren kommt derartiges sicherlich schon \u00f6fter vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Amerikaner reagierten nicht so, wie es sich Selenski erhofft hatte. Sie k\u00f6nnten seine Situation nicht nachvollziehen, weil sie sehr weit weg vom Geschehen seien, verdeutlichte er ihnen. Es g\u00e4be einen sch\u00f6nen Ozean dazwischen, weshalb sie die ganzen Probleme nicht sp\u00fcren w\u00fcrden. Aber eines Tages w\u00fcrden es die Amerikaner auch f\u00fchlen, so Selenski. Er unterstellte, Trump habe sich in seiner ersten Amtszeit von 2016 bis 2020 nicht f\u00fcr die Ukraine interessiert, und z\u00e4hlte auch Obama und Biden auf, von denen er offenbar mehr erwartet hatte. Putin habe 2014 mit der Besetzung der Krim begonnen, und niemand sei gekommen, um ihn zu stoppen. Dann stellte Selenski die Diplomatie infrage, von der Vance zuvor als L\u00f6sung gesprochen hatte. Das wertete der US-Vizepr\u00e4sident als Respektlosigkeit und warf Selenski vor, undankbar zu sein. Trump widersprach mit lauter Stimme, als Selenski meinte, die Ukraine sei allein im Kampf gegen Russland. Er verwies auf die umfangreiche Hilfe, die die USA bislang geleistet h\u00e4tte, und nannte eine hohe Summe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident forderte milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung und machte deutlich, dass er einen Waffenstillstand ohne Sicherheitsgarantien nicht akzeptieren werde. Er braucht die Waffen der USA, um die Ukraine als Nation verteidigen zu k\u00f6nnen. Trump aber will m\u00f6glichst wenige, am besten keine Waffen liefern. Er arbeitet auf einen schnellen Waffenstillstand hin. Deutlich erkennbar war sein Interesse am Gesch\u00e4ft mit den Bodensch\u00e4tzen. Es handele sich um Rohstoffe, die in den USA nicht verf\u00fcgbar seien, erkl\u00e4rte er. Sein ganzes Leben lang mache er Gesch\u00e4fte, sagte Trump und sprach von einem Problem, das Selenski ausk\u00e4mpfen m\u00fcsse, wenn er es nicht l\u00f6se. Die mehrmaligen Versuche des ukrainischen Pr\u00e4sidenten, Trumps Sichtweise auf den russischen Pr\u00e4sidenten zu beeinflussen, schlugen fehl. Denn nach Ansicht Trump wird das Gesch\u00e4ft nicht funktionieren, wenn er schreckliche Dinge \u00fcber Putin sagt. Er betonte aber, nicht mit Putin verb\u00fcndet zu sein und zum Wohle der USA und der Welt handeln zu wollen. Zudem meinte er, in Selenski einen gro\u00dfen Hass auf Putin sehen zu k\u00f6nnen. Dieser erschwere es, ein Gesch\u00e4ft abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob dieser Gespr\u00e4chsverlauf von den Amerikaner so geplant war und Selenski in eine Falle gegangen ist, l\u00e4sst sich nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Durch seine recht einfache Artikulation und die st\u00e4ndigen Wiederholungen wirkt Trump nicht wie ein gro\u00dfer Redner. Doch wer ihn untersch\u00e4tzt, k\u00f6nnte tats\u00e4chlich in eine Falle laufen. Denn er beherrscht mehrere Kommunikationsstrategien und wei\u00df sich gegen\u00fcber den Medien sehr wirkungsvoll zu pr\u00e4sentieren. Durchaus k\u00f6nnte er bewusst kommunikative Reize gesetzt haben, um den Gespr\u00e4chsverlauf zu beeinflussen und Selenski zu bestimmten \u00c4u\u00dferungen zu verleiten. Dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten merkte man die Unerfahrenheit in Sachen Diplomatie an. \u00dcber Trump ist bekannt, dass er Selenski als hinderlich f\u00fcr sein Vorhaben empfindet. US-Vizepr\u00e4sident Vance hegt sogar noch weniger Sympathien f\u00fcr die Ukraine als Trump. Beide sehen in China den gr\u00f6\u00dften Rivalen f\u00fcr die USA und wollen ihre Kr\u00e4fte entsprechend neu verteilen. Europa d\u00fcrfte f\u00fcr sie in finanzieller Hinsicht nur noch eine nutzlose Altlast sein, die sie schnell loswerden m\u00f6chten. Die Ukraine k\u00f6nnte gar als St\u00f6rfaktor angesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammenkunft wurde beendet, ohne dass die geplante Unterzeichnung eines Abkommens \u00fcber seltene Erden stattfand. Trump sagte, er habe das Treffen so lange laufen lassen, damit das amerikanische Volk sehe, was vor sich gehe. Selenski d\u00fcrfe wiederkommen, wenn er sich dankbar zeige und zu Kompromissen breit sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Fast 50 Minuten dauerte das Gespr\u00e4ch am Freitag im Oval Office des Wei\u00dfen Hauses, zu dem der ukrainische Pr\u00e4sident eingeladen war. Es begann um 11 Uhr Zonenzeit. 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