{"id":36776,"date":"2025-04-09T12:02:02","date_gmt":"2025-04-09T10:02:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=36776"},"modified":"2025-04-09T12:02:04","modified_gmt":"2025-04-09T10:02:04","slug":"in-erinnerung-an-ferdinand-menge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/04\/09\/in-erinnerung-an-ferdinand-menge\/","title":{"rendered":"IN ERINNERUNG AN FERDINAND MENGE"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Vom 8. April bis 31. Mai 2025 zeigt die Stadt- und Regionalbibliothek Gera in einer neuen Ausstellung bereits zum zweiten Mal Arbeiten von Andreas Erben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Andreas Erben, geboren 1957 in Schmalkalden, verbrachte einen Teil seiner Kindheit und Jugend in Sondershausen. Dort erfuhr er ab 1968 bis 1974 F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung durch den Sondersh\u00e4user Maler und Kunsterzieher Helmut Frenzel. \u201eEr war mein Zufluchtsmensch\u201c, so Andreas Erben. \u201eZwei Jahre hatte man mich fast t\u00e4glich in der neuen Klasse geh\u00e4nselt, in die ich nach dem Umzug von Gotha gekommen war. Aber Herr Frenzel war mein Fels in der Brandung. Ich durfte sp\u00e4ter sogar in einem Zirkel f\u00fcr Erwachsene mitmachen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Kunsterzieher war es auch, der ihn auf Ferdinand Menge aufmerksam machte. Die kleinen Bilder des l\u00e4ngst verstorbenen Sondersh\u00e4user Malers hingen damals in einem fensterlosen Durchgangszimmer im Schlossmuseum. Ferdinand Menge hatte an der K\u00f6niglichen Akademie der K\u00fcnste in M\u00fcnchen studiert, war allerdings nach Abschluss seines Studiums nach Sondershausen zu seiner kranken Mutter Marie zur\u00fcckgekehrt. Als Maler interessierte ihn besonders seine Heimatstadt. Aber leider gab es f\u00fcr Gem\u00e4lde mit lokalen Ansichten keinen Markt. Mit einer breiten Palette von Auftragsarbeiten schlug er sich durch. Kriege und eine schwere Krankheit pr\u00e4gten sein weiteres Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGuck dir die Sachen von Ferdinand Menge an.\u201c &#8211; dieser Satz des Lehrers fiel Andreas Erben ein, als sich sein eigenes, pflichterf\u00fclltes Arbeitsleben dem Ende zuneigte. Von 1997 bis 2023 hatte er als Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Gera gewirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommer 2023 fuhr Andreas Erben nach Sondershausen. Im dortigen Museum gab es zwar viel F\u00fcrstliches zu sehen aber keinen Ferdinand Menge mehr. An der Kasse erwarb er eine reichbebilderte Brosch\u00fcre zu dessen Werk. Mit \u00d6lfarben, Palette und Staffelei begann Andreas Erben in Gera eine Reise \u201enach Orten visueller Poesie\u201c, wie er es formuliert, an \u201ePl\u00e4tze von Restsch\u00f6nheit\u201c in einer ausgezehrten, umgebauten Stadt. Mit der Haltung von Menge hielt er fest, was er entdeckte und ersp\u00fcrte \u2014 und wie bei Menge sind es meistens \u201eFundst\u00fccke\u201c im kleinen Format. Seinen eigenen Arbeiten stellt Andreas Erben auch Kopien einiger Bilder des Malers Ferdinand Menge gegen\u00fcber. Ein Dialog \u00fcber Heimat, Geschichte, Verantwortung f\u00fcr das Gestern, die Gegenwart und f\u00fcr die Zukunft will es sein, so Erben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu sehen ist die Ausstellung bis 31. Mail 2025 zu den \u00d6ffnungszeiten der Bibliothek. Der Eintritt ist frei. Die Vernissage war bereits am 8. April 2025.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Vom 8. April bis 31. Mai 2025 zeigt die Stadt- und Regionalbibliothek Gera in einer neuen Ausstellung bereits zum zweiten Mal Arbeiten von Andreas Erben. 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