{"id":36825,"date":"2025-04-12T12:26:05","date_gmt":"2025-04-12T10:26:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=36825"},"modified":"2025-04-12T12:26:06","modified_gmt":"2025-04-12T10:26:06","slug":"alexander-wolfgang-schweizergarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/04\/12\/alexander-wolfgang-schweizergarten\/","title":{"rendered":"ALEXANDER WOLFGANG \u2013 SCHWEIZERGARTEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Die derzeitige Sonderausstellung \u201eAlexander Wolfgang (1894-1970). Wirklichkeit als Malerei\u201c im Mittelpavillon der Orangerie pr\u00e4sentiert unter anderem eine sehr fr\u00fche Arbeit des K\u00fcnstlers Alexander Wolfgang. Das 17 mal 12 Zentimeter gro\u00dfe Blatt konnte 2024 mit Unterst\u00fctzung des Vereins der Freunde und F\u00f6rderer der Kunstsammlung Gera\/Otto-Dix-Haus auf einer Kunstauktion erworben werden. Im 400 Werke umfassenden Wolfgang-Konvolut der Kunstsammlung Gera stellt es eine Besonderheit dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausf\u00fchrung konzentriert sich auf zwei Bildelemente: einen m\u00e4chtigen, im oberen Bereich angeschnittenen, in voller Bl\u00fcte stehenden Baum \u2013 als zentrales Motiv bestimmt er die gesamte Blattfl\u00e4che \u2013 und im Hintergrund eine verwinkelte Gartenlaube. Zartgetupfte Bl\u00fctenbl\u00e4tter winden sich um den m\u00e4chtigen Holzstamm und werden vom hellen Sonnenlicht durchflutet. Diese fr\u00fchlingshaft-impressive Idylle fand Alexander Wolfgang im damals beliebten Ausflugslokal Schweizergarten in Rasberg bei Zeitz, was r\u00fcckseitig von ihm notiert wurde. Datiert hat es der K\u00fcnstler auf den 3.5.1925 und gewidmet \u201emein[em] Freund Dix Dein Lieblingsgarten\u201c. Das Vergn\u00fcgungslokal war einst ein bekannter Erholungsplatz. Heute erinnert nur noch eine Ruine an diesen popul\u00e4ren Biergarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die kleine Papierarbeit gilt als eine wichtige Quelle f\u00fcr die fr\u00fche Bekanntschaft der beiden, sp\u00e4terhin durch famili\u00e4re Bande verwobenen K\u00fcnstler. 1939 heiratete Alexander Wolfgang die Dix-Schwester Hedwig. Diese Gouache Alexander Wolfgangs ist ein Indiz f\u00fcr die stetige Verbundenheit des aufstrebenden Dix mit der hiesigen K\u00fcnstlerszene. Die immer wieder Erw\u00e4hnung findenden Besuche in seiner Heimatstadt boten Dix zugleich auch Austausch und Begegnung mit K\u00fcnstlerfreunden und -kollegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Autodidakten Alexander Wolfgang war es erst ab 1919 m\u00f6glich, sich im Selbststudium intensiv mit Malerei zu besch\u00e4ftigen. W\u00e4hrend seines Milit\u00e4rdienstes von 1913 bis 1918 besuchte er Museen in Frankreich und entdeckte die Schule von Barbizon. Nach seiner R\u00fcckkehr aus dem Krieg arbeitete er als Angestellter beim Finanzamt Gera und nahm ab 1920 regelm\u00e4\u00dfig an Ausstellungen teil. Zehn Jahre sp\u00e4ter gab er diesen Brotberuf auf und wurde freiberuflicher K\u00fcnstler. Sein Werk geh\u00f6rt noch heute zu den wichtigen lokalen k\u00fcnstlerischen Positionen in Ostth\u00fcringen.<\/p>\n\n\n\n<p>TEXT: ASTRID LINDINGER, WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITERIN DER KUNSTSAMMLUNG GERA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die derzeitige Sonderausstellung \u201eAlexander Wolfgang (1894-1970). Wirklichkeit als Malerei\u201c im Mittelpavillon der Orangerie pr\u00e4sentiert unter anderem eine sehr fr\u00fche Arbeit des K\u00fcnstlers Alexander Wolfgang. 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