{"id":36918,"date":"2025-04-21T13:33:49","date_gmt":"2025-04-21T11:33:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=36918"},"modified":"2025-04-21T13:33:50","modified_gmt":"2025-04-21T11:33:50","slug":"zu-viele-schlechte-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/04\/21\/zu-viele-schlechte-nachrichten\/","title":{"rendered":"ZU VIELE SCHLECHTE NACHRICHTEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer die Zeitung aufschl\u00e4gt, sich in den sozialen Netzwerken umsieht oder sich auf andere Weise \u00fcber das Geschehen in der Welt informieren m\u00f6chte, wird immer h\u00e4ufiger mit schlechten und emotional aufw\u00fchlenden Nachrichten konfrontiert. Es entsteht ein negatives Stimmungsbild, das die Erwartungshaltung ver\u00e4ndert und gleichzeitig die Freude an der aktiven Mitgestaltung einer lebenswerten Zukunft zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede weitere schlechte Nachricht treibt diese Entwicklung weiter voran, polarisiert und bringt die einzelnen Teile der Gesellschaft gegeneinander auf, was durchaus auch gewollt sein kann. Es gibt zwar  einige positive Meldungen, doch die werden kaum beachtet, weil sie in ihrer Wirkung zu schwach sind. Die Welt befindet sich in einer negativen Gedankenblase, die immer weiter w\u00e4chst und kein positives Zukunftsszenario beinhaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch viele Medienunternehmen sind Teil dieser Blase und geben darin im Wesentlichen ihr eigenes Weltbild wieder. Um Sachlichkeit sind manche kaum mehr bem\u00fcht, weil sie wissen, dass sie in ihrer Blase gut leben k\u00f6nnen und die Meinung der Leser, H\u00f6rer und Zuschauer eine starke Auswirkung auf das Wahlverhalten hat. Also sind sie daran interessiert, die Medienkonsumenten f\u00fcr ihre Weltsicht zu gewinnen, geben mittels Sprache eine Deutung vor und beeinflussen den Meinungsbildungsprozess mit Kommentaren, die nur einen Standpunkt wiedergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Nachrichtenanbieter versuchen, sich von dieser Blase zu l\u00f6sen. Doch das ist sehr schwierig, wenn sie durch die Realit\u00e4t selbst immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die zielgerichtete Erwartung er\u00f6ffnet vielleicht die M\u00f6glichkeit, eine Wendung herbeizuf\u00fchren. Eine bewusste Ver\u00e4nderung der Erwartungshaltung w\u00e4re eine langfristige Investition, die, falls sie in diesem Stadium \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich ist, sich erst sp\u00e4ter bemerkbar machen w\u00fcrde. Sie ver\u00e4ndert letztlich auch das Handeln. Von den Optimisten unter den Medienmachern verlangt das aber eine st\u00e4ndige Selbst\u00fcberpr\u00fcfung ab, mit der Frage, ob sie sich nicht vielleicht selbst in einer Blase befinden, die sich zu weit von der Konsensrealit\u00e4t entfernt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue Herangehensweise w\u00e4re n\u00f6tig. Zwar findet man in dem Meer unz\u00e4hliger und ineinander \u00fcbergehender Blasen keine absolute Objektivit\u00e4t, weshalb ein Streit um diese mit Blick auf unsere Wahrnehmungsebene nicht zielf\u00fchrend ist, doch es w\u00e4re m\u00f6glich, weniger auf destruktive Emotionen zu setzen. Inspirierende positive Gedanken, dezent eingestreut in das negative Nachrichtenangebot, k\u00f6nnten Hoffnungen wecken und zur Initiative ermuntern, ohne dass das Medienprodukt weltfremd wirkt oder der Eindruck entsteht, es diene nur einer bestimmten politischen Ideologie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wer die Zeitung aufschl\u00e4gt, sich in den sozialen Netzwerken umsieht oder sich auf andere Weise \u00fcber das Geschehen in der Welt informieren m\u00f6chte, wird immer h\u00e4ufiger mit schlechten und emotional aufw\u00fchlenden Nachrichten konfrontiert. 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