{"id":37018,"date":"2025-04-28T12:49:46","date_gmt":"2025-04-28T10:49:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=37018"},"modified":"2025-04-28T12:49:47","modified_gmt":"2025-04-28T10:49:47","slug":"wahl-des-neuen-papstes-im-mai-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/04\/28\/wahl-des-neuen-papstes-im-mai-2025\/","title":{"rendered":"WAHL DES NEUEN PAPSTES IM MAI 2025"},"content":{"rendered":"\n<p>Voraussichtlich in der Woche vom 5. bis 11 Mai 2025 wird in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan ein neuer Papst gew\u00e4hlt. Das Konklave wird in K\u00fcrze zusammentreten. Mehrere Kardin\u00e4le gelten als aussichtsreiche Kandidaten. Innerhalb der Kirche spricht man von \u201ePapabili\u201c. Die meisten erwarten wieder einen Italiener als Pontifex Maximus. Kardinal Pietro Parolin aus Italien gilt derzeit als der wahrscheinlichste Nachfolger von Papst Franziskus, dicht gefolgt von Matteo Zuppi, ebenfalls aus Italien, und Luis Antonio Tagle von den Philippinen. Es gibt eine starke Str\u00f6mung, die einen gem\u00e4\u00dfigten, vermittelnden Kandidaten bevorzugt, um die Kirche nach den kontroversen Jahren unter Franziskus zu einen. Au\u00dfereurop\u00e4ische Kandidaten wie Tagle k\u00f6nnten dennoch in das h\u00f6chste Amt gelangen, da Franziskus viele Kardin\u00e4le aus Asien, Afrika und Lateinamerika w\u00e4hlte.<\/p>\n\n\n\n<p>Geordnet nach der Wahrscheinlichkeit auf eine Stimmenmehrheit ergibt sich folgende Kandidatenliste:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kardinal Pietro Parolin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>aus Italien, 70 Jahre alt<\/li>\n\n\n\n<li>derzeit Kardinalstaatssekret\u00e4r, einer der m\u00e4chtigsten M\u00e4nner im Vatikan<\/li>\n\n\n\n<li>gilt als Moderator der Mitte, steht Papst Franziskus politisch nahe, vertrat ihn w\u00e4hrend Krankheitsausf\u00e4llen, k\u00f6nnte das Konklave leiten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Kardinal Matteo Zuppi<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>aus Italien, 69 Jahre alt<\/li>\n\n\n\n<li>derzeit Erzbischof von Bologna, Pr\u00e4sident der italienischen Bischofskonferenz<\/li>\n\n\n\n<li>gilt als liberal und ist eng mit der Gemeinschaft Sant&#8217;Egidio verbunden<\/li>\n\n\n\n<li>war Sondergesandter f\u00fcr den Frieden in der Ukraine und wird als volksnah und diplomatisch beschrieben<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Kardinal Luis Antonio Tagle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Philippinen, 67 Jahre alt<\/li>\n\n\n\n<li>derzeit Pr\u00e4fekt der Kongregation f\u00fcr die Evangelisierung der V\u00f6lker<\/li>\n\n\n\n<li>z\u00e4hlt zu den einflussreichsten nicht-italienischen Kandidaten<\/li>\n\n\n\n<li>ist progressiv und genie\u00dft gro\u00dfe Anerkennung in Asien<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Kardinal Pierbattista Pizzaballa<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>aus Italien, 60 Jahre alt<\/li>\n\n\n\n<li>derzeit Patriarch von Jerusalem<\/li>\n\n\n\n<li>versierter Diplomat mit Erfahrung im Nahen Osten<\/li>\n\n\n\n<li>gilt als unkonventionell und dialogbereit<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Kardinal Peter Erd\u00f6<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>aus Ungarn, 72 Jahre alt<\/li>\n\n\n\n<li>derzeit Pr\u00e4sident des Rates der Europ\u00e4ischen Bischofskonferenz<\/li>\n\n\n\n<li>gilt als konservativ und wird von jenen favorisiert, die eine Abkehr vom progressiven Kurs Franziskus&#8216; erwarten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Kardinal Jean-Marc Aveline<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>aus Frankreich, 66 Jahre alt<\/li>\n\n\n\n<li>volksnah und intellektuell<\/li>\n\n\n\n<li>w\u00fcrde das Erbe von Franziskus fortsetzen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Kardinal Gerhard Ludwig M\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>aus Deutschland, 77 Jahre alt<\/li>\n\n\n\n<li>ehemaliger Pr\u00e4fekt der Glaubenskongregation<\/li>\n\n\n\n<li>konservativ<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Kardinal Mario Grech<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>aus Malta, 68 Jahre alt<\/li>\n\n\n\n<li>derzeit Generalsekret\u00e4r der Bischofssynode<\/li>\n\n\n\n<li>bekannt f\u00fcr seine Offenheit und Kommunikationsf\u00e4higkeit<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Papst tr\u00e4gt eine Vielzahl von offiziellen und traditionellen Titeln, die seine Rolle als geistliches und weltliches Oberhaupt der r\u00f6misch-katholischen Kirche widerspiegeln. \u201eBischof von Rom\u201c (Episcopus Romanus) ist der wichtigste Titel, da sich alle Vollmachten des Papstes aus seiner Stellung als Bischof von Rom ableiten. Zudem ist er \u201eStellvertreter Jesu Christi\u201c (Vicarius Iesu Christi), \u201eNachfolger des Apostelf\u00fcrsten Petrus\u201c (Successor Principis Apostolorum), \u201eH\u00f6chster Priester\u201c (Pontifex Maximus), \u201ePrimas von Italien\u201c (Primas Italiae), \u201eErzbischof und Metropolit der Kirchenprovinz Rom\u201c (Archiepiscopus et Metropolitanus Provinciae Romanae), Souver\u00e4n des Staates Vatikanstadt, \u201eDiener der Diener Gottes\u201c (Servus Servorum Dei), und \u201eHeiliger Vater\u201c, was die h\u00e4ufigste Anredeform ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4lteste dieser Titel, \u201ePontifex Maximus\u201c, wird heute mit dem Amtsantritt des Papstes \u00fcbernommen und ist kein gesondert verliehener Titel mehr. Er stammt aus der r\u00f6mischen Antike und bezeichnete urspr\u00fcnglich das Oberhaupt des Priesterkollegiums (pontifices) im alten Rom. Bereits seit dem dritten Jahrhundert vor Christus wurde dieses Amt durch Wahl in einer speziellen Volksversammlung (comitia tributa) vergeben. Der Pontifex Maximus hatte damals die Aufsicht \u00fcber religi\u00f6se Angelegenheiten. Ab 103 vor Christus wurde der Pontifex Maximus vom Volk gew\u00e4hlt. Sp\u00e4ter, ab 14 nach Christus, \u00fcbernahm der r\u00f6mische Senat diese Wahl. Ab Augustus ging das Amt automatisch auf den herrschenden Imperator \u00fcber. Fortan war der Pontifex Maximus Teil der kaiserlichen Titulatur. Mit der Christianisierung des R\u00f6mischen Reiches im vierten Jahrhundert nach Christus verlor der Titel f\u00fcr die Imperatoren an Bedeutung. Imperator Gratian legte ihn im Jahre 382 endg\u00fcltig ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem R\u00fcckzug der Imperatoren begannen die r\u00f6mischen Bisch\u00f6fe, diese Bezeichnung zu \u00fcbernehmen. Papst Leo der Gro\u00dfe (440\u2013461) griff als erster Bischof von Rom den \u201ePontifex\u201c wieder auf. Offiziell als Titel verwendete er ihn aber noch nicht. Um das Jahr 600 ging der \u201ePontifex\u201c dann endg\u00fcltig auf das Papsttum \u00fcber. Die vollst\u00e4ndige Bezeichnung \u201ePontifex Maximus\u201c wurde jedoch erst unter Papst Bonifatius IX. (1389\u20131404) als offizieller Papsttitel eingef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Voraussichtlich in der Woche vom 5. bis 11 Mai 2025 wird in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan ein neuer Papst gew\u00e4hlt. Das Konklave wird in K\u00fcrze zusammentreten. Mehrere Kardin\u00e4le gelten als aussichtsreiche Kandidaten. 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