{"id":37604,"date":"2025-06-02T00:33:56","date_gmt":"2025-06-01T22:33:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=37604"},"modified":"2025-06-02T00:33:57","modified_gmt":"2025-06-01T22:33:57","slug":"es-soll-laenger-und-produktiver-gearbeitet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/06\/02\/es-soll-laenger-und-produktiver-gearbeitet-werden\/","title":{"rendered":"ES SOLL L\u00c4NGER UND PRODUKTIVER GEARBEITET WERDEN"},"content":{"rendered":"\n<p>CDU-Generalsekret\u00e4r Carsten Linnemann fordert von den B\u00fcrgern mehr Einsatz zur Erhaltung des Wohlstandes und der sozialen Sicherungssysteme. Es soll mehr und produktiver gearbeitet werden. Die t\u00e4gliche Arbeitszeitbeschr\u00e4nkung will man durch eine w\u00f6chentliche ersetzen. F\u00fcr Rentner ist eine sogenannte Aktivrente geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Blick hat Linnemann offenbar diejenigen, die sowieso schon acht Stunden arbeiten bzw. ein arbeitsreiches Leben hinter sich haben. Wenn sie nicht produktiver werden, sind die Sozialsysteme nicht mehr finanzierbar. H\u00e4tte der CDU-Politiker zuerst jene gemeint, die wenig oder \u00fcberhaupt nicht arbeiten, m\u00fcssten die Arbeitszeitgrenzen n\u00e4mlich nicht so weit verschoben werden, dass extreme Eins\u00e4tze m\u00f6glich sind. Auch eine grundlegende Reform der Sozialsysteme scheint zweitrangig zu sein. Normalerweise m\u00fcsste es durch die hohe Zuwanderung der letzten Jahre \u2014 es kommen vor allem junge M\u00e4nner \u2014 viel mehr neue Beitragszahler geben, als es derzeit der Fall ist. Das Ungleichgewicht w\u00e4re etwas kleiner, w\u00fcrden auch diese Menschen mehrheitlich produktiv arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor einem Jahr hie\u00df es in einer DIW-Studie, in Deutschland werde so viel gearbeitet wie nie zuvor. Nicht nur die Zahl der Arbeitsstunden habe einen Rekordwert erreicht, sondern auch die Zahl der Besch\u00e4ftigten. Zudem wurde \u00fcber viele unbezahlte \u00dcberstunden berichtet. Trotzdem w\u00e4chst die Wirtschaft nicht mehr; die Produktivit\u00e4t bleibt nahezu konstant.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige weitere Aspekte d\u00fcrfen nicht \u00fcbersehen werden: Da die Lohnkosten in der Wirtschaft eine entscheidende Rolle f\u00fcr die Produktivit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Industrie spielen, kann es im Grunde nur darum gehen, diese zu senken. Automatisierung und Robotik k\u00f6nnten Arbeitsprozesse effizienter gestalten und helfen, die Produktivit\u00e4t zu erh\u00f6hen. Eine Qualifizierungsoffensive f\u00fcr Fachkr\u00e4fte und gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung w\u00e4ren n\u00f6tig, um neue Technologien zu erschlie\u00dfen und produktive Gesch\u00e4ftsmodelle zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die billige Energie aus Russland, welche Grundlage f\u00fcr das bisherige Gesch\u00e4ftsmodell war, gibt es nicht mehr. Somit braucht das angestrebte Wachstum eine andere Grundlage. Es nicht ganz aufrichtig, wenn Politiker die beabsichtigte Anpassung der Arbeitszeitgesetze einzig mit dem Wunsch einiger Arbeitnehmer begr\u00fcnden, flexibler arbeiten zu wollen. Denn die meisten Unternehmer wollen m\u00f6glichst wenig Lohnempf\u00e4nger einstellen und die vorhandenen daf\u00fcr l\u00e4nger arbeiten lassen. Die Automatisierung und Robotik erm\u00f6glicht es, weitere Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Wer von den \u00fcbriggebliebenen nicht Schritt halten kann, wird schnell zu den \u00dcberfl\u00fcssigen geh\u00f6ren. Denen bleibt dann wohl nur noch der Gang zur Bundeswehr, wenn sie dem wirtschaftlichen Abstieg entgehen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>CDU-Generalsekret\u00e4r Carsten Linnemann fordert von den B\u00fcrgern mehr Einsatz zur Erhaltung des Wohlstandes und der sozialen Sicherungssysteme. Es soll mehr und produktiver gearbeitet werden. Die t\u00e4gliche Arbeitszeitbeschr\u00e4nkung will man durch eine w\u00f6chentliche ersetzen. 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