{"id":37638,"date":"2025-06-04T09:35:17","date_gmt":"2025-06-04T07:35:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=37638"},"modified":"2025-06-04T09:35:45","modified_gmt":"2025-06-04T07:35:45","slug":"aestlinge-duerfen-nicht-mitgenommen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/06\/04\/aestlinge-duerfen-nicht-mitgenommen-werden\/","title":{"rendered":"\u00c4STLINGE D\u00dcRFEN NICHT MITGENOMMEN WERDEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Jedes Jahr, vor allem von Anfang Mai bis Ende Juni, erreichen Natur- und Tiersch\u00fctzer zahlreiche Anrufe, dass vermeintlich hilflose oder kranke Vogeljungen gerettet werden sollen bzw. m\u00fcssen. Dabei handelt es sich fast immer um gerade fl\u00fcgge gewordene Jungtiere von Singv\u00f6geln wie Meisen, Finken, Amseln und Staren, aber auch mitunter um junge Turmfalken oder Waldk\u00e4uze.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund f\u00fcr die vermutete Hilflosigkeit ist meist der gleiche: Direkt nach dem Schlupf sind fast alle heimischen Singv\u00f6gel sogenannte Nesthocker. Das hei\u00dft, dass sie weitestgehend nackt und blind aus dem Ei schl\u00fcpfen und noch f\u00fcr mehrere Wochen bis einige Monate die Nestw\u00e4rme und F\u00fcrsorge der Elterntiere ben\u00f6tigen. Zum Ende dieser Zeit spricht man vom sogenannten \u201efl\u00fcgge werden\u201c: Die Jungv\u00f6gel, in dieser Zeit auch \u201e\u00c4stlinge\u201c genannt, beginnen mit den ersten Flug\u00fcbungen und verlassen dabei \u00f6fter das Nest, manchmal auch schon v\u00f6llig und f\u00fchren ihre \u00dcbungen in unmittelbarer N\u00e4he des Nestes fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier kommt der entscheidende Punkt zum Tragen: Das unbeholfene Verhalten der Jungv\u00f6gel wird von vielen Menschen (gut gemeint) als Hilflosigkeit oder Kranksein interpretiert. Dabei handelt es sich um einen ganz normalen und wichtigen Lernprozess. Au\u00dferdem werden die Jungen auch in dieser Phase immer noch von den Eltern versorgt und gef\u00fcttert. Die Jungen in dieser Zeit von ihrem \u201eLernort\u201c zu entfernen und in einer Kiste zum n\u00e4chsten Tierarzt o. \u00e4. zu bringen, kommt einer Art Entf\u00fchrung gleich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die untere Naturschutzbeh\u00f6rde der Stadt Gera weist darauf hin, dass es verboten ist, wild lebende Tiere zu st\u00f6ren oder deren habhaft zu werden und bittet daher darum, augenscheinlich gesunde V\u00f6gel und Jungv\u00f6gel vor Ort zu belassen und lediglich darauf zu achten, dass Hauskatzen und Hunde sie nicht erreichen und verletzten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur bei tats\u00e4chlich verletzten oder kranken V\u00f6geln und anderen gesch\u00fctzten Tieren ist die untere Naturschutzbeh\u00f6rde zu kontaktieren. Bei jagdbarem Wild wie Enten, Rehen, F\u00fcchsen usw. sollte dies \u00fcber die Jagdbeh\u00f6rde oder direkt den Jagdp\u00e4chter erfolgen. Bei Unsicherheit oder einer Notlage, etwa einem Wildunfall, ist es am besten, zuerst die Feuerwehr zu verst\u00e4ndigen, die dann vor Ort kommt bzw. vermitteln kann. Weiterf\u00fchrend Informationen erhalten Interessierte beim z. B. beim Naturschutzbund.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Jedes Jahr, vor allem von Anfang Mai bis Ende Juni, erreichen Natur- und Tiersch\u00fctzer zahlreiche Anrufe, dass vermeintlich hilflose oder kranke Vogeljungen gerettet werden sollen bzw. m\u00fcssen. 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