{"id":38187,"date":"2025-07-11T13:13:51","date_gmt":"2025-07-11T11:13:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=38187"},"modified":"2025-07-11T13:13:52","modified_gmt":"2025-07-11T11:13:52","slug":"handelt-donald-trump-im-sinne-seiner-waehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/07\/11\/handelt-donald-trump-im-sinne-seiner-waehler\/","title":{"rendered":"HANDELT DONALD TRUMP IM SINNE SEINER W\u00c4HLER?"},"content":{"rendered":"\n<p>Er versprach, Amerika wieder gro\u00df zu machen, wollte gute Gesch\u00e4fte abschlie\u00dfen, das Staatsdefizit minimieren, den Krieg in der Ukraine beenden und ein Pr\u00e4sident des Friedens sein. Mit seinen Strategien aus der Gesch\u00e4ftswelt kommt Donald Trump in der Politik allerdings nicht so gut voran, wie er anfangs glaubte. Das T\u00e4uschen, Verwirren und Verunsichern, wie Trump es in seinem Buch \u201eThe Art of the Deal\u201d beschreibt, erweist sich als kontraproduktiv f\u00fcr die globale Wirtschaft, von der auch die USA abh\u00e4ngig sind. Auch scheint Trump nicht \u00fcber alles im Bilde zu sein. Seine Kritiker meinen inzwischen, der Pr\u00e4sident habe sich verzettelt und versuche, Unwissenheit zu \u00fcberspielen. Auf seine Drohungen reagiert die Welt mittlerweile relativ gelassen. Niemand zuckt mehr zusammen und kriecht dann zu Kreuze. M\u00f6glicherweise erkennt Trump auch gerade, dass Putin ihn nur hinh\u00e4lt. Der russische Pr\u00e4sident wartet offenbar, bis China die Insel Taiwan angreift. F\u00fcr ihn w\u00e4re das eine gute Gelegenheit, seinen Einflussbereich in Europa zu erweitern. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse k\u00f6nnte den Westen durchaus \u00fcberfordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kr\u00e4fte, welche f\u00fcr die globale Machtverschiebung sorgen, entstehen auf einer anderen Ebene als der politischen und sind kaum mehr einzud\u00e4mmen. Zwei expansive Wirtschaftssysteme geraten aneinander, aber nur eines kann \u00fcberleben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trump seine Wahlversprechen einhalten kann, ist sehr gering. Der Erfolg bei der letzten Pr\u00e4sidentschaftswahl war m\u00f6glicherweise das Ergebnis eines durchdachten Planes. Donald Trump wandte sich einer schnell wachsenden sozialen Gruppe in seinem Land zu, f\u00fcr die sich bislang niemand interessierte. Es sind die Verlierer der Globalisierung, vornehmlich wei\u00dfe Amerikaner, die in eine immer schwierigere Lebenssituation geraten. Bislang hatten diese Menschen f\u00fcr die Politik keine Bedeutung. Die ehemaligen Industriearbeiter und ihre Nachkommen haben nicht die n\u00f6tigen Qualifikationen, um sich in das noch funktionierende Gesch\u00e4ftsmodell der USA, Finanzprodukte und Hochtechnologie, einbringen zu k\u00f6nnen. Sie gerieten, als die Produktion ins Ausland verlagert wurde, in den schlecht bezahlten Dienstleistungssektor und m\u00fcssen h\u00e4ufig mehrere Arbeitsangebote gleichzeitig annehmen, um wirtschaftlich \u00fcberleben zu k\u00f6nnen. \u00dcber viele Jahre bildete sich eine wei\u00dfe Unterschicht heraus, die politisch nicht repr\u00e4sentiert und sich selbst \u00fcberlassen war. Im Gegensatz zu anderen Gruppen gab es f\u00fcr diese auch keine wirksamen F\u00f6rderprogramme, was bei den betroffenen Menschen den Eindruck erweckte, unliebsamer Rest einer abgeschlossenen Epoche zu sein. Auch die vielen Farmer haben es zunehmend schwerer. Das Erfolgsmodell von Donald Trump war es, diesen Leuten eine Stimme zu geben und deren Sprache zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Politik des US-Pr\u00e4sidenten orientiert sich allerdings ma\u00dfgeblich an dem von konservativen Ideengebern entworfenen Plan \u201eProject 2025\u201d. Dieser wurde unter Federf\u00fchrung der \u201eHeritage Foundation\u201d entwickelt und sieht einen radikalen Umbau des US-Staatsapparats vor. Au\u00dferdem beinhaltet er eine Schw\u00e4chung von Mindestlohn- und Arbeitsschutzregelungen. Das k\u00f6nnte f\u00fcr seine W\u00e4hler zum Problem werden. Denn wenn der Wirtschaft die illegalen Einwanderer als Niedriglohnarbeiter genommen werden, m\u00fcssen andere diesen Part \u00fcbernehmen. Andernfalls steigen die Produktionskosten in den USA, wobei auch die Z\u00f6lle beitragen, sodass die Erzeugnisse auf dem Weltmarkt dann nicht wettbewerbsf\u00e4hig sind. Der Plan, die USA zu einer Exportnation umzubauen, gel\u00e4nge dann nur, wenn andere Staaten massiv benachteiligt w\u00fcrden. Darauf d\u00fcrfte fr\u00fcher oder sp\u00e4ter der \u00f6stliche Machtblock reagieren, weil er ebenfalls auf Exporte angewiesen ist. Kann er seinen Einflussbereich nicht erweitern, droht auch ihm der Kollaps. Die  Stra\u00dfe von Taiwan ist in gewisser Weise die Achillessehne der USA und ihrer Verb\u00fcndeten. Bei einer Durchtrennung stehen dem Westen wirtschaftlich keine guten Zeiten bevor.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde hat Donald Trump mit seiner disruptiven Politik nur etwas Zeit gekauft, ein Strohfeuer entz\u00fcndet, und den unvermeidlichen Niedergang der USA hinausgez\u00f6gert. Wenn seine Amtszeit vorbei ist, wird es keine R\u00fcckkehr zur &#8222;Normalit\u00e4t&#8220; geben. Denn was Clinton, Bush, Obama und Biden taten, h\u00e4tte nicht weitergef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Sie hielten lediglich eine Fassade aufrecht, hinter der die schwerwiegenden Probleme verborgen waren und an den jeweils n\u00e4chsten weitergegeben wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Er versprach, Amerika wieder gro\u00df zu machen, wollte gute Gesch\u00e4fte abschlie\u00dfen, das Staatsdefizit minimieren, den Krieg in der Ukraine beenden und ein Pr\u00e4sident des Friedens sein. 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