{"id":38599,"date":"2025-08-20T12:58:17","date_gmt":"2025-08-20T10:58:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=38599"},"modified":"2025-08-20T12:58:17","modified_gmt":"2025-08-20T10:58:17","slug":"der-jahrhundert-fund-vom-steinbruch-henneberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/08\/20\/der-jahrhundert-fund-vom-steinbruch-henneberg\/","title":{"rendered":"DER JAHRHUNDERT-FUND VOM STEINBRUCH HENNEBERG"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Museum f\u00fcr Naturkunde ist durch die dauerhafte \u00dcbernahme von spektakul\u00e4ren Th\u00fcringer Mineralien um einen Anziehungspunkt reicher. Ab sofort sind in der st\u00e4ndigen Ausstellung alle nennenswerten Fundst\u00fccke aus dem sogenannten \u201eJahrhundert-Fund\u201c vom Steinbruch Henneberg in Wurzbach im th\u00fcringischen Saale-Orla-Kreis zu sehen. Damit bleibt ein einzigartiger Mineralfund Th\u00fcringens vor Ort im Freistaat erhalten und wird nicht in alle Welt zerstreut, wie es in der Vergangenheit in anderen F\u00e4llen bereits vorkam. Das Museum f\u00fcr Naturkunde widmet den Mineralien des \u201eJahrhundert-Funds\u201c eine eigens neu eingebaute Vitrine, damit die wundersch\u00f6nen Kristalle bestens zur Geltung kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aufsehenerregenden Kristalle wurden am 30. Oktober 1994 vom begeisterten Mineraliensammler Karl-Heinz Jankowski (1947-2021) gefunden, der beim Besuch des Steinbruchs Henneberg das seltene Gl\u00fcck hatte, eine reichlich 70 bis 80 Zentimeter gro\u00dfe Kristalldruse entdecken und \u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Nach dem \u00d6ffnen der Kristalldruse konnte der Sammler die meisten Mineralien sogar ohne weiteren Aufwand entnehmen, weil sich diese im Laufe ihrer Existenz von der Drusen-Innenseite gel\u00f6st hatten und nur locker darin lagen. Die Mineralienstufen, die im Oktober 1994 \u201edas Licht der Welt erblickten\u201c, geh\u00f6ren hinsichtlich ihrer Gr\u00f6\u00dfe und Qualit\u00e4t zu den besten St\u00fccken, die jemals im Steinbruch Henneberg gefunden wurden. Mit Fug und Recht k\u00f6nnen sie dar\u00fcber hinaus zu den H\u00f6hepunkten der Mineralienfunde ganz Th\u00fcringens gerechnet werden. Die in der Druse gefundenen Mineralien umfassen Rauchquarz, Baryt, Orthoklas, Albit, Fluorit, Fluorapatit und H\u00e4matit. Die Rauchquarze sind oft hochgl\u00e4nzend, teilweise transparent und bilden bis zu 20 Zentimeter gro\u00dfe, \u201eartischockenartig\u201c geformte Kristalle. Zum Teil handelt es sich um ringsum kristallisierte \u201eSchwimmer-Kristalle\u201c. Etwa bis zu zehn Zentimeter Gr\u00f6\u00dfe erreichen die Orthoklase, die auch als Manebacher Zwillinge vorkommen. Fluorit kam zwar nur wenig in der Druse vor, die vorhandenen Kristalle sind jedoch lila-violett und bilden Oktaeder. Die dunkelgr\u00fcnen Fluorapatite erreichen bis zu ein Zentimeter Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Granitsteinbruch Henneberg liegt im Gebiet von Weitisberga, einem Ortsteil der Stadt Wurzbach im ostth\u00fcringischen Saale-Orla-Kreis. Erschlossen wurde der Steinbruch bereits 1927 als Zweitbetrieb der 1911 gegr\u00fcndeten Firma \u201eMellenbacher Hartsteinwerke Gebr. Fischer\u201c. Er liefert seit dem hochwertiges Gesteinsmaterial f\u00fcr verschiedene Bereiche der Bauwirtschaft, aber auch vielf\u00e4ltige Mineralien. Auch gegenw\u00e4rtig ist der Steinbruch Henneberg ein aktiver Betrieb, in dem nach wie vor der Granit eines verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleinen Vorkommens abgebaut wird. In der Region des Th\u00fcringer Schiefergebirges ist der Henneberg-Granit der einzige abbaubare Granit mit besten baustofftechnischen Eigenschaften. Die Granitwerk Fischer GmbH &amp; Co. KG ist der jetzige Betreiber des Steinbruchs.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Museum f\u00fcr Naturkunde ist durch die dauerhafte \u00dcbernahme von spektakul\u00e4ren Th\u00fcringer Mineralien um einen Anziehungspunkt reicher. 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