{"id":38640,"date":"2025-08-22T17:04:54","date_gmt":"2025-08-22T15:04:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=38640"},"modified":"2025-08-22T17:04:56","modified_gmt":"2025-08-22T15:04:56","slug":"der-klimawandel-eine-problematische-ausgangslage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/08\/22\/der-klimawandel-eine-problematische-ausgangslage\/","title":{"rendered":"DER KLIMAWANDEL \u2014 EINE PROBLEMATISCHE AUSGANGSLAGE"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die festgelegten Referenzperioden bilden nicht die mittleren Temperaturen der letzten stabilen Erdzeitalter ab und zeigen nicht den klimatischen Normalzustand.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wann begann eigentlich der Klimawandel? Allein an diesem Begriff entz\u00fcndet sich immer \u00f6fter ein Streit. Die Wissenschaft ist sich einig, die Gesellschaft jedoch nicht. Die Organisation der Vereinten Nationen beschreibt den Klimawandel als langfristige Temperatur- und Wetterver\u00e4nderungen, die haupts\u00e4chlich durch menschliche Aktivit\u00e4ten verursacht werden. Bef\u00fcrworter strikter Ma\u00dfnahmen schlussfolgern daraus, dass es ohne menschliche Einfl\u00fcsse kaum Ver\u00e4nderungen geben w\u00fcrde. Die Temperaturen, der Meeresspiegel und die CO\u2082-Werte w\u00fcrden sich nicht wesentlich erh\u00f6hen, so die Behauptung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wachsende Kritik an der etablierten Darstellung ist nicht zuletzt dem st\u00e4rker werdenden Druck geschuldet, etwas gegen den Wandel zu unternehmen. Die Ma\u00dfgabe, etwas zu stoppen, was eigentlich was eigentlich nicht zu stoppen ist, belastet zunehmend das Portemonnaie und k\u00f6nnte dereinst sogar zu erheblichen Einschr\u00e4nkungen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die Erde sich erw\u00e4rmt oder abgek\u00fchlt hat, ist tats\u00e4chlich eine Frage des Betrachtungszeitraumes. Die f\u00fcr das 1,5-Grad-Ziel relevante Referenzperiode wurde nur deshalb auf 1850 bis 1900 festgelegt, weil es der fr\u00fcheste Zeitraum mit nahezu global verf\u00fcgbaren Messwerten ist und man dort von einem unbeeinflussten Klima ausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Problematisch ist die angestrebte Temperaturbegrenzung deshalb, weil sie unabh\u00e4ngig von der Ursache gilt. Es wird unterstellt, dass nur der Mensch einen schnellen Anstieg bewirken kann. Weil alle weiteren Einflussfaktoren nahezu unber\u00fccksichtigt bleiben, ist somit auch die Natur dieser Ma\u00dfgabe unterworfen. Erw\u00e4rmt sich die Erde auch ohne menschliches Zutun, m\u00fcsste dies ebenfalls verhindert werden, und nicht nur der menschliche Anteil, weil in der Zielsetzung keine Differenzierung stattfindet. Obwohl vielfach behauptet wird, die Bedrohung ergebe sich durch die Geschwindigkeit des Wandels, spielt diese als Parameter keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00f6tzliche Klimaver\u00e4nderungen kann es jedoch auch ohne menschliche Einfl\u00fcsse geben, erkl\u00e4rt Professor Harald Lesch in seiner Sendung \u201eAlpha Centauri\u201d. Durch die Analyse von Isotopenverh\u00e4ltnissen l\u00e4sst sich das Klima vergangener Epochen rekonstruieren. In Folge 82, produziert im Jahr 2001, beschreibt Lesch lange stabile und kurze instabile Phasen. In letzterer befinden wir uns gerade. Sie begann vor vier Millionen Jahren. Seither gab mehrere Temperaturspr\u00fcnge. Die Durchschnittstemperatur ver\u00e4nderte sich w\u00e4hrend dieser Spr\u00fcnge um bis zu 14 \u00b0C innerhalb von nur zehn Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin 80 % der Erdgeschichte waren eisfrei. Eine \u00fcppige Vegetation auf der Antarktis kann somit als Normalzustand angesehen werden. In den stabilen Warmzeiten herrschte ein schw\u00fcles Klima, mit Wassertemperaturen, die 20 \u00b0C \u00fcber den heutigen Werten lagen. \u00dcber Jahrmillionen hinweg waren die Temperaturen relativ konstant. W\u00fcrde das Eis auf der Erde wieder schmelzen, l\u00e4ge der Meeresspiegel ungef\u00e4hr 80 Meter h\u00f6her. Auch das w\u00e4re kein Zeichen f\u00fcr einen \u00fcberschrittenen Kipppunkt, sondern erdgeschichtliche Normalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/alpha-centauri\/wieso-kommt-es-zu-eiszeiten\/ard-alpha\/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAxNldPMDA0OTQ0QTA\">https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/alpha-centauri\/wieso-kommt-es-zu-eiszeiten\/ard-alpha\/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAxNldPMDA0OTQ0QTA<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Vom stabilen &#8222;Normalzustand&#8220; ausgehend, hat sich die Erde den Ausf\u00fchrungen nach abgek\u00fchlt, und nicht erw\u00e4rmt. Das Eoz\u00e4n-Temperaturmaximum war der w\u00e4rmste Zeitpunkt der letzten 100 Millionen Jahre. Sogar die CO\u2082-Referenzwerte d\u00fcrfen in diesem Zusammenhang hinterfragt werden. \u201eNormal w\u00e4ren etwa 280 ppm\u201d, schreibt beispielsweise die Universit\u00e4t Frankfurt, um die heutigen 420 ppm als \u00fcberm\u00e4\u00dfig hoch darzustellen zu k\u00f6nnen. Tats\u00e4chlich handelt es sich bei 280 ppm um einen seltenen Tiefststand. Normal sind Werte zwischen 1000 und 1600 ppm. Auch hier wird also ein kurzer Zeitabschnitt innerhalb einer instabilen Klimaphase als Ma\u00dfstab f\u00fcr die Zukunft herangezogen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/schaffen-wir-es-den-klimawandel-aufzuhalten-oder-nicht-zwei-standpunkte-von-forschern-der-goethe-universitaet\/\">https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/schaffen-wir-es-den-klimawandel-aufzuhalten-oder-nicht-zwei-standpunkte-von-forschern-der-goethe-universitaet\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dieser Tatsachen w\u00e4re eine Klimadebatte n\u00f6tig, die nicht nur auf enge Zeitr\u00e4ume und starre Obergrenzen fixiert ist. Der Klimawandel muss wesentlich vielschichtiger betrachtet werden. Nat\u00fcrliche und menschliche Einflussfaktoren stehen nicht immer im selben Verh\u00e4ltnis zueinander, k\u00f6nnen sich gegenseitig verst\u00e4rken oder abschw\u00e4chen. Ohne Ber\u00fccksichtigung nat\u00fcrlicher Schwankungen k\u00f6nnte das Vorhaben, den Klimawandel zu stoppen, schwerwiegendere Folgen haben als die bisherigen menschlichen Einfl\u00fcsse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die festgelegten Referenzperioden bilden nicht die mittleren Temperaturen der letzten stabilen Erdzeitalter ab und zeigen nicht den klimatischen Normalzustand. Wann begann eigentlich der Klimawandel? Allein an diesem Begriff entz\u00fcndet sich immer \u00f6fter ein Streit. Die <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/08\/22\/der-klimawandel-eine-problematische-ausgangslage\/\" title=\"DER KLIMAWANDEL \u2014 EINE PROBLEMATISCHE AUSGANGSLAGE\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":38642,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":{"0":"post-38640","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vermischtes"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38640"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38640\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38644,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38640\/revisions\/38644"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38642"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}