{"id":39306,"date":"2025-10-09T10:08:59","date_gmt":"2025-10-09T08:08:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=39306"},"modified":"2025-10-09T10:08:59","modified_gmt":"2025-10-09T08:08:59","slug":"eheschliessungen-und-scheidungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/10\/09\/eheschliessungen-und-scheidungen\/","title":{"rendered":"EHESCHLIESSUNGEN UND SCHEIDUNGEN"},"content":{"rendered":"\n<p>In Deutschland werden derzeit rund 36 bis 40 % aller geschlossenen Ehen wieder geschieden. Die j\u00e4hrliche Scheidungsrate gibt dabei an, wie viele der j\u00e4hrlich geschlossenen Ehen im selben Jahr auch wieder geschieden wurden. Das Risiko einer Scheidung bezieht sich aber meist auf den gesamten Verlauf der Ehe, nicht nur ein Jahr. Dieser Prozentsatz hat sich in den letzten Jahrzehnten leicht verringert. Anfang der 2000er Jahre lag die Scheidungsquote teils bei \u00fcber 50 %. Inzwischen bewegt sie sich stabil im Bereich von etwa 36 % bis 40 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Rund die H\u00e4lfte aller Scheidungen in Deutschland wird von Frauen eingereicht. Aus Bayern liegen Zahlen vor, wonach der Anteil der Scheidungsantr\u00e4ge, die von Frauen gestellt wurden, im Jahr 2023 bei fast 50 % lag. Knapp 41 % der Antr\u00e4ge kamen von M\u00e4nnern, w\u00e4hrend rund 9 % der Scheidungsverfahren gemeinsam beantragt wurden. Diese Zahlen sind f\u00fcr ganz Deutschland repr\u00e4sentativ und entsprechen dem langfristigen bundesweiten Trends, nach denen Frauen etwas h\u00e4ufiger die Scheidung einreichen als M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt ist die Scheidungszahl seit 2003 stetig gesunken, mit einigen Ausnahmen wie w\u00e4hrend der Corona-Zeit. Die Scheidungsrate lag 2023 bei etwa 35,7 %. Die durchschnittliche Ehedauer bis zur Scheidung betr\u00e4gt derzeit etwa 14,8 Jahre und ist seit 2020 leicht r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Zahl der Eheschlie\u00dfungen ist ebenfalls r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben konkreten Problemen wie Untreue oder Gewalt werden vor allem emotionale Aspekte wie der Verlust von N\u00e4he und Kommunikationsprobleme als Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Scheidung angef\u00fchrt. Der H\u00e4ufigkeit nach geordnet ergibt sich diese Reihenfolge:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Untreue und Seitenspr\u00fcnge<\/li>\n\n\n\n<li>Gewalt in der Ehe und Trennung zum eigenen Schutze<\/li>\n\n\n\n<li>fehlende Z\u00e4rtlichkeit, Lustlosigkeit, emotionale Entfremdung (besonders in l\u00e4nger bestehenden Ehen)<\/li>\n\n\n\n<li>fehlende Gemeinsamkeiten, unterschiedliche Interessen, auseinandergehende Lebenswelten<\/li>\n\n\n\n<li>Alkoholismus und andere Suchterkrankungen<\/li>\n\n\n\n<li>finanzielle Probleme, Schulden und daraus resultierende Konflikte<\/li>\n\n\n\n<li>\u00fcberzogene Sparsamkeit und Festhalten an \u00fcberkommenen Rollenbildern<\/li>\n\n\n\n<li>ungel\u00f6ste Konflikte und mangelnde Kommunikation<\/li>\n\n\n\n<li>sich unterschiedlich entwickelnde Lebensvorstellungen und Interessen<\/li>\n\n\n\n<li>unterschiedliche Erziehungsvorstellungen oder kulturelle Unterschiede<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Auch langfristig zeigt\u00a0sich in Deutschland\u00a0sowohl bei Eheschlie\u00dfungen als\u00a0auch bei Scheidungen ein r\u00fcckl\u00e4ufiger Trend, der sich weiter fortsetzt. Die Zahl der Eheschlie\u00dfungen nimmt seit den 1990er Jahren kontinuierlich ab. Im Jahr 2024 wurden rund 349&#8217;200 Ehen geschlossen. Das sind 3,3 % oder 11&#8217;800 weniger als im Vorjahr. Der Anteil verheirateter Erwachsener ist in den letzten 30 Jahren von 60 % auf 50 % gesunken. Zudem steigt das durchschnittliche Heiratsalter stetig an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In Deutschland werden derzeit rund 36 bis 40 % aller geschlossenen Ehen wieder geschieden. Die j\u00e4hrliche Scheidungsrate gibt dabei an, wie viele der j\u00e4hrlich geschlossenen Ehen im selben Jahr auch wieder geschieden wurden. 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