{"id":40568,"date":"2025-12-21T12:07:45","date_gmt":"2025-12-21T11:07:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=40568"},"modified":"2026-03-10T09:35:54","modified_gmt":"2026-03-10T08:35:54","slug":"ungleicher-wettbewerb-durch-mercosur-abkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/12\/21\/ungleicher-wettbewerb-durch-mercosur-abkommen\/","title":{"rendered":"UNGLEICHER WETTBEWERB DURCH MERCOSUR-ABKOMMEN"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Das Freihandelsabkommen nutzt das Wirtschafts- und Entwicklungsgef\u00e4lle zwischen den Vertragspartnern nach dem Prinzip komparativer Vorteile. Durch Zollabbau wird dieses Gef\u00e4lle vergr\u00f6\u00dfert und somit der Warenverkehr angetrieben \u2014 in Europa zu Lasten der Landwirtschaft, in S\u00fcdamerika zum Nachteil der Industrie.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Am 12. Januar 2026 soll in Paraguay das Mercosur-Freihandelsabkommen unterzeichnet werden. Zu den Vertragspartnern geh\u00f6ren die Europ\u00e4ischen Union, Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay. Bedeutender Bestandteil des Abkommens ist die Reduzierung und Aufhebung von Z\u00f6llen. Dies steigert einerseits den Export von Automobilen sowie Industrieprodukten aus der EU, andererseits den Import von Agrarg\u00fctern und Rohstoffen aus S\u00fcdamerika.<\/p>\n\n\n\n<p>Bauern in der EU sehen sich durch die Importe in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Die nach Europa gebrachten Erzeugnisse unterliegen ihrer Ansicht nach bei der Herstellung nicht denselben strengen Vorschriften und k\u00f6nnen trotz Lieferkettengesetz und hinzukommender Transportkosten zu niedrigeren Preisen als die vor Ort hergestellte Ware verkauft werden. S\u00fcdamerikanische Landwirte d\u00fcrften unter anderem mit Pestiziden arbeiten, die in der EU verboten sind, wodurch eine ungleiche Wettbewerbssituation entstehe. Die bei der Produktion und dem Transport nach Europa entstehenden Emissionen spielten eine geringere Rolle, w\u00e4hrend sie in der EU immer st\u00e4rker angerechnet w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kleine und mittlere Betriebe in der EU, insbesondere auch in Italien, f\u00fcrchten, durch Billigprodukte vom Markt verdr\u00e4ngt zu werden. In Deutschland, Frankreich, Polen und Ungarn nehmen die \u00c4ngste vieler Landwirte wegen des Abkommens ebenfalls zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Gewerkschaften und Entwicklungsorganisationen kritisieren, dass die EU \u00fcberwiegend Industrieprodukte mit hoher Wertsch\u00f6pfung exportiert, w\u00e4hrend die Mercosur-Staaten vor allem Agrarg\u00fcter und Rohstoffe liefern, was bestehende Ungleichgewichte im Handel vertieft. In gleicher Weise, wie in Europa die Landwirte das Nachsehen haben, k\u00f6nnte in den Mercosur-L\u00e4ndern die Industrie in eine schwierige Situation gebracht werden. Der Auto\u2011, Maschinenbau-, Metall- und Textilsektor werde durch den Zollabbau f\u00fcr EU-Industrieg\u00fcter geschw\u00e4cht, und Deindustrialisierungstendenzen verst\u00e4rkt, f\u00fcrchten Gegner des Abkommens in S\u00fcdamerika. In Argentinien w\u00e4chst die Angst vor einem Arbeitsplatzabbau in der Pharmaindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der urspr\u00fcnglich am 20. Dezember 2025 geplanten Unterzeichnung kam nicht die erforderliche Mehrheit zustande, weil unter anderem Italien und Frankreich der vorliegenden Fassung nicht zustimmten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Freihandelsabkommen nutzt das Wirtschafts- und Entwicklungsgef\u00e4lle zwischen den Vertragspartnern nach dem Prinzip komparativer Vorteile. 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