{"id":40608,"date":"2025-12-26T19:15:09","date_gmt":"2025-12-26T18:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=40608"},"modified":"2025-12-26T19:15:11","modified_gmt":"2025-12-26T18:15:11","slug":"europaeische-gottesanbeterinnen-in-gera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/12\/26\/europaeische-gottesanbeterinnen-in-gera\/","title":{"rendered":"EUROP\u00c4ISCHE GOTTESANBETERINNEN IN GERA"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Europ\u00e4ische Gottesanbeterin, lateinisch Mantis religiosa, z\u00e4hlt zur Familie der Fangschrecken, Mantidae, und ist ein auff\u00e4lliges Insekt mit gro\u00dfem, dreieckigem Kopf und charakteristisch vor dem K\u00f6rper \u201ebetend\u201c gehaltenen Fangbeinen, die der Art ihren Namen geben. Die Gottesanbeterin lebt r\u00e4uberisch und erbeutet vor allem andere Insekten und Spinnentiere. Ihre Tarnung in Grasfluren und ihre schnelle Fangtechnik machen sie zu einer sehr geschickten J\u00e4gerin. Auff\u00e4llig ist auch ihr Verhalten nach der Paarung: Oft wird das M\u00e4nnchen vom Weibchen gefressen; es herrscht ein sogenannter sexueller Kannibalismus.<\/p>\n\n\n\n<p>In den entomologischen Magazinbest\u00e4nden des Museums f\u00fcr Naturkunde Gera befinden sich einzelne Belege von Mantis religiosa aus verschiedenen L\u00e4ndern, darunter Ungarn (Sammlung Karl Breinl, \u2020 2010), Bulgarien (Sammlung Rudi Damm, \u2020 2024) sowie Frankreich, Spanien, Griechenland, Italien, Ukraine und Nigeria (Sammlung Malte J\u00e4nicke). Urspr\u00fcnglich war die Art vor allem in den w\u00e4rmeren Regionen Europas beheimatet, was sich auch in den alten Sammlungsbest\u00e4nden deutlich widerspiegelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Europ\u00e4ische Gottesanbeterin breitet sich als \u201eKlimagewinnerin\u201c infolge des Klimawandels zunehmend weiter nach Norden aus, wird derzeit jedoch nicht als invasiv betrachtet, da sie bislang keine negativen Auswirkungen auf heimische Arten oder \u00d6kosysteme zeigt. Nachdem die Art in Deutschland urspr\u00fcnglich vor allem im S\u00fcdwesten verbreitet war, sind seit wenigen Jahren auch Vorkommen in Th\u00fcringen bekannt; unter anderem bei Jena, am Kyffh\u00e4user, an der Hainleite bei Sondershausen, am Rand der Unstrut-Niederung bei Ro\u00dfleben, an der Finne bei Rastenberg, im Werratal bei Wasungen und im Th\u00fcringer Becken bei K\u00f6lleda und bei Falkenhain im Altenburger Land. Mit dem Fund in Gera\/Aga wurde ein weiterer Nachweis f\u00fcr unsere Region dokumentiert, der durch Maximilian Schweiger von der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde in Gera best\u00e4tigt werden konnte. Der Fund schlie\u00dft eine Verbreitungsl\u00fccke zwischen dem mittleren Saaletal und dem Altenburger Raum und stellt daher eine erwartbare Erg\u00e4nzung der bisherigen Nachweise in Th\u00fcringen dar. Mantis religiosa steht in Deutschland und damit auch in Th\u00fcringen unter besonderem Schutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Tier fasziniert auch die Sch\u00fcler des Zabel- Gymnasiums in Gera: Im Oktober 2025 begann eine Seminarfacharbeit mit dem Thema \u201eDie Lebensweise der europ\u00e4ischen Gottesanbeterin und ihre Auswirkungen auf Kinder im Biologieunterricht\u201c. Begleitet wird das Projekt von der Zoologin Dr. Susan Schweiger vom Museum f\u00fcr Naturkunde.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Europ\u00e4ische Gottesanbeterin, lateinisch Mantis religiosa, z\u00e4hlt zur Familie der Fangschrecken, Mantidae, und ist ein auff\u00e4lliges Insekt mit gro\u00dfem, dreieckigem Kopf und charakteristisch vor dem K\u00f6rper \u201ebetend\u201c gehaltenen Fangbeinen, die der Art ihren Namen geben. <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2025\/12\/26\/europaeische-gottesanbeterinnen-in-gera\/\" title=\"EUROP\u00c4ISCHE GOTTESANBETERINNEN IN GERA\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":40609,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":{"0":"post-40608","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kultur"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40608"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40608\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40610,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40608\/revisions\/40610"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}