{"id":40888,"date":"2026-01-16T12:00:06","date_gmt":"2026-01-16T11:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=40888"},"modified":"2026-01-16T12:00:07","modified_gmt":"2026-01-16T11:00:07","slug":"die-situation-auf-dem-arbeitsmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/01\/16\/die-situation-auf-dem-arbeitsmarkt\/","title":{"rendered":"DIE SITUATION AUF DEM ARBEITSMARKT"},"content":{"rendered":"\n<p><em>In Gera w\u00e4chst der Anteil ausl\u00e4ndischer Arbeitsloser. Sowohl die Jugendarbeitslosigkeit als auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen nimmt zu. Wesentliche Gr\u00fcnde sind Sprach- bzw. Qualifizierungsprobleme sowie gesundheitliche Einschr\u00e4nkungen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Jahresende ist die Arbeitslosigkeit in Ostth\u00fcringen saisonal begr\u00fcndet gestiegen, meldet die Agentur f\u00fcr Arbeit. Der Anstieg hat eine \u00e4hnliche Gr\u00f6\u00dfenordnung wie in den vergangenen Jahren. Vor allem witterungsabh\u00e4ngige Gewerke, die Bereiche Lager und Logistik sowie der Verkauf setzten Arbeitskr\u00e4fte frei. Zudem endeten im Dezember 2025 zahlreiche befristete Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse. Stabilisiert hat sich in den letzten Wochen die Arbeitskr\u00e4ftenachfrage der Unternehmen. Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe, dem Bau sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen wurden Stellen gemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckblickend auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes im 2025 schreibt die Arbeitsagentur, die konjunkturell und strukturell bedingte Eintr\u00fcbung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich fort, bei gleichzeitig anhaltendem Mangel an Fachkr\u00e4ften. Es steigt sowohl die Arbeitslosenquote als auch die Zahl freier Stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in Ostth\u00fcringen bis zum Jahr 2022 ein kontinuierlicher Anstieg bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitspl\u00e4tzen zu verzeichnen war, geht diese Zahl seit 2023 schrittweise zur\u00fcck \u2014 zuletzt mit einem Minus von einem Prozent. Dieser R\u00fcckgang liegt allerdings noch im erwarteten Rahmen. Auff\u00e4llig ist jedoch, dass die gro\u00dfen Arbeitsplatzverluste, etwa bei Automobilzulieferern, im Maschinenbau, im Einzelhandel oder bei gewerblichen Arbeitspl\u00e4tzen, nicht eins zu eins zu einem entsprechenden Anstieg der Arbeitslosigkeit gef\u00fchrt haben. Dennoch ist der Zuwachs von 11 % bei den Arbeitslosen in der Arbeitslosenversicherung gegen\u00fcber dem Jahresende 2024 erheblich und stellt auch in Ostth\u00fcringen eine sp\u00fcrbare Belastung f\u00fcr Arbeitsagentur und Jobcenter dar. Mehr als die 23&#8217;087 Arbeitslosen im Jahresschnitt 2025 gab es zuletzt im Jahr 2016. Damals waren rund 25&#8217;270 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.\u00a0 \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders besorgniserregend ist der starke Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um 7,2 % gegen\u00fcber dem Jahr 2024. Zugleich nimmt auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen zu. Je l\u00e4nger Arbeitslosigkeit andauert, desto schwieriger wird die R\u00fcckkehr in den Arbeitsmarkt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>In der Grundsicherung hat sich die Entwicklung zuletzt etwas stabilisiert: Nach h\u00f6heren Zuwachsraten im ersten Halbjahr ist die Arbeitslosenzahl zuletzt zur\u00fcckgegangen und lag zum Jahresende noch um 1,3 % \u00fcber dem Vorjahreswert.\u00a0 Positiv bewertet die Arbeitsagentur, dass sich die Arbeitskr\u00e4ftenachfrage nach einem schwachen Jahresstart zuletzt etwas verbessert hat. Die Unternehmen meldeten insgesamt 1070 freie Arbeitsstellen mehr als im Jahr 2024.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitsmarktpolitisch haben die Agentur f\u00fcr Arbeit und das Jobcenter vor allem in die berufliche Weiterbildung Arbeitsloser investiert, um deren Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit in einem sich schnell wandelnden Arbeitsmarkt zu sichern und zu verbessern. Die Teilnehmerzahlen in allen gef\u00f6rderten Ma\u00dfnahmen lagen rund f\u00fcnf Prozent \u00fcber dem Vorjahr. Der Einfluss von K\u00fcnstlicher Intelligenz auf die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze in Ostth\u00fcringen ist derzeit noch nicht messbar.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Die gro\u00dfen St\u00e4dte Gera und Jena z\u00e4hlen 2025 zu den Verlierern auf dem Arbeitsmarkt in Ostth\u00fcringen. Beide verzeichnen deutlich h\u00f6here Arbeitslosenquoten als vor einem Jahr. In Jena sind die wirtschaftlichen Auswirkungen klar sp\u00fcrbar, w\u00e4hrend in Gera vor allem der wachsende Anteil ausl\u00e4ndischer Arbeitsloser in der Grundsicherung pr\u00e4gend ist. Damit beh\u00e4lt die Stadt laut Arbeitsagentur weiterhin die \u201crote Laterne\u201c in Th\u00fcringen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In Gera w\u00e4chst der Anteil ausl\u00e4ndischer Arbeitsloser. Sowohl die Jugendarbeitslosigkeit als auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen nimmt zu. Wesentliche Gr\u00fcnde sind Sprach- bzw. Qualifizierungsprobleme sowie gesundheitliche Einschr\u00e4nkungen. 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