{"id":41034,"date":"2026-01-25T11:37:25","date_gmt":"2026-01-25T10:37:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=41034"},"modified":"2026-01-25T11:43:37","modified_gmt":"2026-01-25T10:43:37","slug":"zunehmender-stabilitaetsverlust-im-finanzsystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/01\/25\/zunehmender-stabilitaetsverlust-im-finanzsystem\/","title":{"rendered":"ZUNEHMENDER STABILIT\u00c4TSVERLUST IM FINANZSYSTEM"},"content":{"rendered":"\n<p>Im globalen Finanzsystem bahnt sich eine gef\u00e4hrliche Entwicklung an. Die USA k\u00f6nnen in absehbarer Zeit ihre Schulden und damit den Konsum nicht mehr finanzieren. Auch China und Japan stehen vor schweren Krisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schuldenwachstum der USA beschleunigt sich, das der Wirtschaft wird langsamer. Gleichzeitig werden immer US-Staatsanleihen ver\u00e4u\u00dfert. Zuletzt hatte der d\u00e4nische Pensionsfonds deswegen Aufmerksamkeit erregt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sinkt die ausl\u00e4ndische Nachfrage nach US-Verm\u00f6genswerten weiter, steigen nicht nur die Renditen und damit die Kreditkosten f\u00fcr die US-Regierung, sondern auch die Hypothekenzinsen f\u00fcr die Haushaltungen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den USA k\u00f6nnen zahlreiche Menschen ihren Lebensstandard nur noch mit fragw\u00fcrdigen Methoden aufrechterhalten. Viele nutzen zwei Kreditkarten, um mit der einen die Ausgaben der anderen zu finanzieren. Mit dem Zusammenbruch dieses System w\u00fcrde auch das Ende der Konsumgesellschaft eingel\u00e4utet. Exporteure aus Europa und anderen Erdteilen h\u00e4tten ohne zahlende Kunden keine Abnehmer mehr. Es entst\u00fcnde eine Kettenreaktion, die in allen westlichen Industriestaaten zu existenziellen Notzust\u00e4nden f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Europ\u00e4ische L\u00e4nder halten derzeit US-Staatsanleihen im Wert von 3,6 Billionen Dollar. Zuletzt gab es Versuche, sie als politisches Druckmittel einzusetzen, was sich aber wegen der gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeit als problematisch erweist. Insgesamt hat Europa US-Verm\u00f6genswerte im Wert von etwa zehn Billionen Dollar in Form von Aktien, Anleihen und Staatsschuldenpapiere.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Ver\u00e4u\u00dfern schnellen die Renditen in die H\u00f6he, was die Kreditkosten der USA stark erh\u00f6ht. Der d\u00e4nische Pensionsfonds ist nicht marktbewegend, l\u00f6st aber ein Signal aus, auf das unter anderem der viel gr\u00f6\u00dfere norwegische reagieren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2026 m\u00fcssen die USA 34 % ihrer gesamten Schulden, die sich mittlerweile auf 38,4 Billionen Dollar summieren, zu deutlich h\u00f6heren Kapitalmarktzinsen refinanzieren. Es handelt sich um mehr als zehn Billionen US-Dollar. Pro Tag wachsen die Schulden derzeit um acht Milliarden Dollar. Japan, gr\u00f6\u00dfter Gl\u00e4ubiger der USA, k\u00f6nnte nun zum Beschleuniger des Ausverkaufs von US-Staatsanleihen werden. Die dortige Notenbank verkauft die Papiere und tauscht US-Dollar gegen Yen. Das Land hat eine Schuldenquote von 230 % des BIP und so viel Geld in Umlauf gebracht, dass die Inflationsrate stark ansteigt. Gleichzeitig geht die Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen stark zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>In China d\u00e4mpft eine Immobilienkrise das Wachstum, da der Bausektor zuvor f\u00fcr bis zu 30 % des BIP verantwortlich war. Der Konsum ist schwach, der Arbeitsmarkt insbesondere f\u00fcr junge Leute angespannt. Der Volksrepublik wird die niedrige Geburtenrate und der Bev\u00f6lkerungsschwund zum Verh\u00e4ngnis. Sie kauft Gold und reduziert ihre US-Staatsanleihen ebenfalls. Ein Umbruch im Finanzsystem ist damit nur noch eine Frage der Zeit. Experten gehen davon aus, dass der US-Dollar in der n\u00e4chsten Finanzkrise nicht mehr als \u201csicherer Hafen\u201c angesehen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Im globalen Finanzsystem bahnt sich eine gef\u00e4hrliche Entwicklung an. Die USA k\u00f6nnen in absehbarer Zeit ihre Schulden und damit den Konsum nicht mehr finanzieren. Auch China und Japan stehen vor schweren Krisen. 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