{"id":41556,"date":"2026-02-27T14:56:53","date_gmt":"2026-02-27T13:56:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=41556"},"modified":"2026-02-27T14:57:10","modified_gmt":"2026-02-27T13:57:10","slug":"kastration-von-katzen-weiterhin-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/02\/27\/kastration-von-katzen-weiterhin-moeglich\/","title":{"rendered":"KASTRATION VON KATZEN WEITERHIN M\u00d6GLICH"},"content":{"rendered":"\n<p>Fast t\u00e4glich werden in Gera und der umliegenden Region Katzen aufgefunden, die weder kastriert noch gechippt oder registriert sind. Dabei existiert seit Januar 2019 in der Stadt Gera eine Katzenschutzverordnung, die genau diesem Missstand entgegenwirken soll. Die Sparkasse Gera-Greiz \u00fcbergab dem Tierheim Gera vergangene Woche einen Scheck \u00fcber 2000 Euro, um die Kastration von freilebenden Katzen finanziell zu unterst\u00fctzen. Dankend nahmen Thomas Lenk, B\u00fcrgermeister und Beigeordneter f\u00fcr B\u00fcrgerservice, Ordnung und Umwelt, und die Leiterin des Tierheims, B\u00e4rbel Zimmer, den Scheck entgegen. Der B\u00fcrgermeister erkl\u00e4rte hierzu:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Schutz von freilebenden Katzen ist f\u00fcr mich pers\u00f6nlich sowie im Rahmen unserer beh\u00f6rdlichen Zust\u00e4ndigkeit von gro\u00dfer Bedeutung. Durch die fachgerechte Durchf\u00fchrung von Kastrationsma\u00dfnahmen sowie die Unterst\u00fctzung des F\u00f6rdervereins Tierheim Gera e. V. tragen wir ma\u00dfgeblich dazu bei, Tierleid zu minimieren und eine nachhaltige Kontrolle der Population sicherzustellen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei unsere gemeinsame Verantwortung, durch koordinierte Ma\u00dfnahmen und konsequente Umsetzung sicherzustellen, dass diesen Tieren angemessene Lebensbedingungen gew\u00e4hrleistet werde. \u201eEin besonderer Dank gilt der Sparkasse Gera-Greiz, die mit der finanziellen Unterst\u00fctzung dazu beitr\u00e4gt, dieses Projekt weiter voranzutreiben\u201c, fuhr der B\u00fcrgermeister fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere im l\u00e4ndlichen Raum sowie in den zahlreichen Gartenanlagen der Stadt m\u00fcssen jedes Jahr mehrere hundert Katzen durch den Tierschutzverein Gera und Umgebung e. V. gesichert werden. Viele von ihnen m\u00fcssen im Anschluss vor\u00fcbergehend oder dauerhaft im Tierheim der Stadt Gera oder in der Katzenstation des Tierschutzvereins untergebracht werden. Dennoch werden in Gera und im Umland j\u00e4hrlich noch immer bis zu 300 Kitten in eine Welt geboren, die von K\u00e4lte, Hunger und Gefahren gepr\u00e4gt ist. Krankheiten breiten sich aus, viele Jungtiere sind unterern\u00e4hrt, geschw\u00e4cht oder bereits im jungen Alter schwer erkrankt. Sie leiden unter Parasiten, Verletzungen und Mangelversorgung. Oft bleiben die Streunerkatzen und ihre Kitten unentdeckt, da sie sich instinktiv verstecken oder schlicht vertrieben werden. Die Folge ist eine unkontrollierte Vermehrung, Verwilderung und stilles Leid der Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNGDie Ursache liegt h\u00e4ufig im verantwortungslosen Umgang mit Tieren. Katzen werden ausgesetzt oder sich selbst \u00fcberlassen, sobald sie geschlechtsreif oder krank werden \u2013 oftmals aus Kostengr\u00fcnden. Die fehlende Kastration ist dabei vielfach auf Unwissenheit, Gleichg\u00fcltigkeit oder hartn\u00e4ckige Mythen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Noch immer h\u00e4lt sich der Glaube, eine Katze m\u00fcsse vor der Kastration mindestens einmal Nachwuchs bekommen oder der Eingriff f\u00fchre zu gesundheitlichen Sch\u00e4den, Wesensver\u00e4nderungen oder \u00dcbergewicht. F\u00fcr diese Annahmen existieren keinerlei wissenschaftliche Belege. Unabh\u00e4ngig von Freigang oder Wohnungshaltung bringt die Kastration erhebliche Vorteile f\u00fcr die Tiere. Bei Katern wird das Markierverhalten reduziert, bei Katzen wird Dauerrolligkeit verhindert \u2013 ein Zustand, der erhebliche gesundheitliche und psychische Belastungen mit sich bringt und h\u00e4ufig zu Unsauberkeit oder Aggression f\u00fchrt. Kastrierte Tiere zeigen insgesamt ein geringeres Aggressionspotenzial, eine reduzierte Wanderlust und profitieren von einem niedrigeren Tumorrisiko, was ihre Lebenserwartung deutlich erh\u00f6ht. Die Kastration stellt die einzig sinnvolle und ethisch vertretbare Ma\u00dfnahme dar, um \u00dcberpopulation und Katzenleid nachhaltig einzud\u00e4mmen. Katzen erreichen ihre Geschlechtsreife bereits im Alter von f\u00fcnf bis sechs Monaten; eine Kastration ist bei weiblichen Jungtieren ab etwa f\u00fcnf Monaten, bei Katern ab sechs bis sieben Monaten m\u00f6glich und medizinisch sinnvoll. Welche Dimension das Problem annimmt, zeigt ein einfaches Beispiel: Ein nicht kastriertes Katzenpaar mit zwei W\u00fcrfen im Jahr und jeweils vier Jungtieren l\u00e4sst die Katzenpopulation innerhalb eines Jahres aufgrund der Weitervermehrung auf 33 Tiere anwachsen. Durch die rechtzeitige Kastration der Elterntiere h\u00e4tte somit 33-faches Katzenleid in nur einem Jahr verhindert werden k\u00f6nnen. Die Kastration freilebender Katzen leistet einen entscheidenden Beitrag. Auch Hinweise auf verwilderte Katzen in der eigenen Umgebung sind von gro\u00dfer Bedeutung und erm\u00f6glichen es dem Tierschutzverein Gera und Umgebung e.V., fr\u00fchzeitig einzugreifen \u2013 noch bevor sich das Leid unaufhaltsam vermehrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Fast t\u00e4glich werden in Gera und der umliegenden Region Katzen aufgefunden, die weder kastriert noch gechippt oder registriert sind. Dabei existiert seit Januar 2019 in der Stadt Gera eine Katzenschutzverordnung, die genau diesem Missstand entgegenwirken <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/02\/27\/kastration-von-katzen-weiterhin-moeglich\/\" title=\"KASTRATION VON KATZEN WEITERHIN M\u00d6GLICH\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":41557,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-41556","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-lokal"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41556","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41556"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41556\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41558,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41556\/revisions\/41558"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41556"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41556"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}