{"id":41584,"date":"2026-03-03T06:00:34","date_gmt":"2026-03-03T05:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=41584"},"modified":"2026-03-03T06:15:05","modified_gmt":"2026-03-03T05:15:05","slug":"der-toxische-feminismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/03\/03\/der-toxische-feminismus\/","title":{"rendered":"DER TOXISCHE FEMINISMUS"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00e4nner werden in der Debatte um Gleichberechtigung nicht mitgenommen, sondern als Problem identifiziert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst war der Feminismus gewinnbringend f\u00fcr beide Geschlechter, doch allm\u00e4hlich nimmt er pathologische Z\u00fcge an. In den vergangenen Jahren hat sich das allgemein vorherrschende Bild \u00fcber Frauen und M\u00e4nner so sehr ver\u00e4ndert, dass es geschlechtsbezogen zu h\u00f6chst unterschiedlichen Wertungen kommt. Weiblichkeit wird fast ausnahmslos positiv assoziiert und gilt als zukunftsweisend, w\u00e4hrend M\u00e4nnlichkeit oft in Verbindung mit W\u00f6rtern wie \u201etoxisch\u201c und \u201er\u00fcckst\u00e4ndig\u201c steht. Dazu beigetragen haben vor allem die Medien und das Bildungssystem. Beide scheinen die Denkweise der Menschen korrigieren und in eine bestimmte Richtung bringen zu wollen. In Dokumentationen, Filmen und Lehrveranstaltungen zum Thema Geschlechterrollen geht es auff\u00e4llig oft um Frauen, die ihrer Zeit weit voraus sind, und M\u00e4nner, die Probleme verursachen. Alle Werke haben den gleichen Tenor: Frauen sind von Natur aus die f\u00e4higeren Wesen, werden aber seit jeher systematisch unterdr\u00fcckt. Eine f\u00fcr beide Seiten gewinnbringende Ann\u00e4herung ist kaum mehr m\u00f6glich. Die vermittelte asymmetrische Verteilung von guten und b\u00f6sen Merkmalen sorgt zwischen den Geschlechtern f\u00fcr kontroverse Debatten, treibt sie weiter auseinander und beschleunigt die Vereinzelung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kampf gegen die patriarchalische Gesellschaft haben die engagiertesten Frauen im Laufe der Jahre einen ausgepr\u00e4gten M\u00e4nnerhass entwickelt, den sie nun anderen weitergeben. Besonders allergisch reagieren sie auf den \u201ealten, weisen Mann\u201c, weil er ihrer Auffassung nach Wandel und Fortschritt verhindert. Wer rein \u00e4u\u00dferlich dem politischem Kampfbegriff entspricht, dem werden in der Debatte um gleiche Rechte und Pflichten manchmal Worte entgegengeschleudert, die im umgekehrten Falle undenkbar w\u00e4ren. M\u00e4nner, die nie eine Hand gegen Frauen erhoben haben, nie aufdringlich waren, m\u00fcssen sich Mordstatistiken vorhalten lassen, als geh\u00f6rten sie zum Kreis der T\u00e4ter. Denn gearbeitet wird mit einer geschlechtsbezogenen Verallgemeinerung. Jeder Mann, der auf eine zunehmende Ungleichheit in die entgegengesetzte Richtung hinweist, kann damit mundtot gemacht werden, und seine bisherigen Einwendungen sind damit wertlos.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Widerspr\u00fcchlichkeiten und nicht erf\u00fcllbaren Erwartungen, mit denen M\u00e4nner konfrontiert sind, bleiben weiterhin unausgesprochen. Der Mann soll einerseits weibliche Eigenschaften zulassen, um positiver wahrgenommen zu werden. Doch sobald er Gef\u00fchle zeigt, wird er als schwach angesehen, f\u00e4llt aus der Partnerwahl, oder muss erleben, dass ihm \u2014 gerade von Frauen \u2014 kein Respekt mehr entgegen gebracht wird. Verbergen M\u00e4nner jedoch ihre Gef\u00fchle, weil sie wissen, was ihnen dann widerf\u00e4hrt, wird ihnen unterstellt, gar keine zu haben. Das erzeugt Frust, der sich manchmal auch entl\u00e4dt. Der Zusammenhang zwischen fehlenden Ausdrucksm\u00f6glichkeiten, sei es sprachlich oder emotional, und Gewaltausbr\u00fcchen ist wissenschaftlich gut belegt. Frauen bemerken ihre unterschiedlichen Ma\u00dfst\u00e4be nicht, und wollen auch nicht wahrhaben, dass sie wesentlich zu dem beitragen, was sie sp\u00e4ter als Problem beschreiben. So werden beispielsweise schon Jungen emotional abgestumpft, um sich sp\u00e4ter \u00fcber M\u00e4nner beschweren zu k\u00f6nnen, die gef\u00fchlskalt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Alltag erleben M\u00e4nner manchmal Gespr\u00e4che, die die Einseitigkeit der Problematisierung deutlich zeigen \u2014 etwa wenn sich Frauen offen dar\u00fcber unterhalten, dass sie keine Weichlinge m\u00f6gen. Durch Einstellungen wie diese und die daraus folgende Partnerwahl wird die bekannte Rollenkonstellationen allerdings auch durch die Frau massiv gest\u00fctzt. Entspricht ein Mann nicht der Wunschvorstellung bzw. dem g\u00e4ngigen Bild, sind abf\u00e4llige Bemerkungen seitens der Frauen keine Seltenheit. Dann ist er aus Sicht der Damen \u201ekein richtiger Mann\u201c, was wiederum die noch immer vorherrschende Doppelmoral offenlegt: Es sind archaische Typen gefragt. Wer nicht \u00fcber die typischen Attribute verf\u00fcgt, aber trotzdem als vollwertiger Mann angesehen werden will, muss dies erst unter Beweis stellen oder Status und Verm\u00f6gen vorweisen k\u00f6nnen. Frauen lehrt der Feminismus dahingehend keine Selbstreflexion. Sie gelten immer als vollwertig. Kein Mann w\u00fcrde sie heutzutage entsprechend dem klassischen Frauenbild nach der Leistung bei der Hausarbeit beurteilen. Was die Wahl der Ma\u00dfst\u00e4be anbelangt, haben Frauen also eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Auswahl und k\u00f6nnen weiterhin auf tradierte Normen zur\u00fcckgreifen. Das bedeutet, M\u00e4nner werden \u00fcberwiegend nach ihren F\u00e4higkeiten und der gesellschaftlichen Stellung gemustert, m\u00fcssen sich also in den meisten F\u00e4llen ihre Wertigkeit aktiv erarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die undifferenzierte Erz\u00e4hlung von der benachteiligten Frau f\u00fchrt indessen dazu, dass M\u00e4nner verallgemeinernd als Unterdr\u00fccker angesehen werden \u2014 als h\u00e4tten sie stets gegen die Interessen der Frauen gehandelt. Es wird suggeriert, dass Frauen keinen Anteil an den Problemen der Welt haben, und s\u00e4mtliche Mi\u00dfst\u00e4nde, ob Krisen oder Kriege, nur deshalb existieren, weil M\u00e4nner an der Macht sind. Dabei w\u00e4re es mit Frauen in Spitzenpositionen h\u00f6chstwahrscheinlich nicht anders. Ausschlaggebend f\u00fcr das Streben nach Macht ist n\u00e4mlich der Pers\u00f6nlichkeitstyp. W\u00fcrde man allen M\u00e4nnern den Zugang zu Spitzenpositionen verwehren, f\u00e4nden sich dort trotzdem die gleichen Charaktere wieder \u2014 nur eben in Gestalt einer Frau. Angesichts der harten Ereignisrealit\u00e4t w\u00e4ren die getroffenen Entscheidungen nicht anders und k\u00f6nnten ebenfalls auf Krisen oder Kriege hinauslaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>An den vorherrschenden Rollenbildern und damit verbundenen Problemen haben Frauen also auch ihren Anteil, geben es aber ungern zu. Ihre Vorstellung von attraktiven M\u00e4nnern hat sich seit der Steinzeit im Wesentlichen nicht ge\u00e4ndert. Mehrheitlich profitieren sie sogar von der Rolle des Mannes. Denn er \u00fcbernimmt die h\u00e4rteren und gef\u00e4hrlicheren Arbeiten, ohne die sie noch in H\u00f6hlen wohnen m\u00fcssten, wenn es denn eine reine Frauengesellschaft g\u00e4be. St\u00e4dtebau, Windr\u00e4der, Hochspannungsleitungen, Industrieanlagen \u2014 von der Planung bis zum letzten Schliff sind die wesentlichen Dinge der Zivilisation fast ausschlie\u00dflich eine Leistung der M\u00e4nner. Auch das Pendant zur unbezahlten \u201cCare-Arbeit\u201c wird geflissentlich ignoriert beim Thema Gleichberechtigung. Es sind gr\u00f6\u00dftenteils M\u00e4nner, die sich nach der Arbeit um das Eigenheim k\u00fcmmern, reparieren, ausbessern, den Rasen m\u00e4hen, auf das Dach klettern und alles in Ordnung halten. In vielen L\u00e4ndern m\u00fcssen sie dann noch einen wesentlichen Nachteil hinnehmen: M\u00e4nner sterben aufgrund der h\u00f6heren Belastung fr\u00fcher, m\u00fcssen aber trotzdem l\u00e4nger arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis heute spielen die Bed\u00fcrfnisse des Mannes nur eine untergeordnete Rolle. Das ist sogar in der Debatte um Gleichstellung der Fall. Die Probleme der Frauen werden \u00fcberm\u00e4\u00dfig betont, die der M\u00e4nner marginalisiert. M\u00e4nner f\u00fchlen sich weder vertreten, noch mitgenommen. Was sie wirklich bewegt, wird allenfalls in einigen alternativen Kan\u00e4len aufgearbeitet. Auf allen anderen stellt man sie quasi als defizit\u00e4re Gestalten dar, die sich \u00e4ndern m\u00fcssen. Durch die zunehmende Toxizit\u00e4t des Feminismus entsteht eine Kultur der Spaltung, wo urspr\u00fcnglich ein Austausch verschiedener Sichtweisen vorgesehen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile treffen M\u00e4nner auf eine Realit\u00e4t, in der sich Frauen Dinge erlauben k\u00f6nnen, die in umgekehrter Weise sofort einen gro\u00dfen Aufschrei zur Folge h\u00e4tten. Das \u201estarke Geschlecht\u201c wird als solches heranzitiert, wenn Arbeiten zu erledigen sind, die Frauen nicht als typisch weiblich ansehen \u2014 und zwar h\u00e4ufig mit der halb belustigenden, halb abwertenden Randbemerkung: \u201eWozu gibt es denn M\u00e4nner!\u201c Denn sie seien sonst ja zu nichts n\u00fctze, wird gern nachgeschoben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>M\u00e4nner werden in der Debatte um Gleichberechtigung nicht mitgenommen, sondern als Problem identifiziert. Zun\u00e4chst war der Feminismus gewinnbringend f\u00fcr beide Geschlechter, doch allm\u00e4hlich nimmt er pathologische Z\u00fcge an. 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