{"id":42069,"date":"2026-04-02T23:49:15","date_gmt":"2026-04-02T21:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=42069"},"modified":"2026-04-02T23:49:17","modified_gmt":"2026-04-02T21:49:17","slug":"100-jahre-taenzerischer-aufbruch-in-gera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/04\/02\/100-jahre-taenzerischer-aufbruch-in-gera\/","title":{"rendered":"100 JAHRE T\u00c4NZERISCHER AUFBRUCH IN GERA"},"content":{"rendered":"\n<p>Vom 8. bis 21. Mai 2026 wird Gera zum Zentrum des Tanzes. Mit dem \u201eInternationalen BallettFestival Gera26\u201c erinnert das Theater Altenburg Gera unter dem Motto \u201e100 Jahre t\u00e4nzerischer Aufbruch in Gera\u201c an die Anf\u00e4nge der Tanzsparte am Haus \u2013 und schl\u00e4gt zugleich den Bogen zur internationalen Gegenwart des Balletts.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Ursprung des Th\u00fcringer Staatsballetts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausgangspunkt dieser Entwicklung liegt im Jahr 1925: Am 10. August tritt die damals 21-j\u00e4hrige T\u00e4nzerin und Choreografin Yvonne Georgi ihr Engagement am Reu\u00dfischen Theater an. Gepr\u00e4gt von den k\u00fcnstlerischen Ideen des Ausdruckstanzes, insbesondere durch ihre Ausbildung im Umfeld von Mary Wigman, entwickelt sie in Gera eine eigenst\u00e4ndige choreografische Handschrift.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einer von ihr zusammengestellten Tanzgruppe setzt Georgi entscheidende Impulse f\u00fcr die Etablierung des B\u00fchnentanzes am Haus. Ihre Arbeiten l\u00f6sen sich von klassischen Formen, suchen neue Ausdrucksm\u00f6glichkeiten und spiegeln die k\u00fcnstlerische Aufbruchsstimmung der 1920er Jahre. Bereits ihre ersten Produktionen finden \u00fcberregionale Beachtung und machen Gera fr\u00fch zu einem wichtigen Ort f\u00fcr die Entwicklung des modernen Tanzes. Auch wenn Georgi nur eine Spielzeit in Gera wirkt, bildet ihr Schaffen den Grundstein f\u00fcr die Tanzsparte, aus der sich das heutige Th\u00fcringer Staatsballett entwickelt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Programm zwischen Tradition und Gegenwart<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das \u201eInternationale BallettFestival Gera26\u201c nimmt dieses Jubil\u00e4um zum Anlass, Geschichte und Gegenwart miteinander zu verbinden. Gastgeber ist das Th\u00fcringer Staatsballett unter der Leitung von Ballettdirektor Vitaliy Petrov. Das Ensemble er\u00f6ffnet das Festival mit der Premiere von \u201eRomeo und Julia\u201c in der Choreografie von Emanuele Babici. Dar\u00fcber hinaus stehen der Doppelabend \u201eJeu de Cartes\/Pulcinella\u201c sowie eine Wiederbegegnung mit Georgis Choreografie \u201eGl\u00fcck, Tod und Traum\u201c im Rahmen eines Foyerkonzertes auf dem Programm. Eine festliche Gala mit internationalen G\u00e4sten beschlie\u00dft das Festival.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Internationale G\u00e4ste mit besonderer Verbindung zu Gera<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzt wird das Programm durch renommierte Compagnien aus dem In- und Ausland, die jeweils auf besondere Weise mit Gera verbunden sind oder zentrale Impulse des Tanzes repr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Aalto Ballett Essen gastiert mit \u201eCarmen\u201c (Choreografie: Johan Inger). Co-Intendant Armen Hakobyan begann seine t\u00e4nzerische Laufbahn in Gera. Das Boston Dance Theater (USA) zeigt mit \u201eCarol Kay Project\u201c und \u201ePinnacle Works\u201c zwei zeitgen\u00f6ssische Programme. Eine Verbindung besteht \u00fcber den ehemaligen Geraer T\u00e4nzer Jan Veen, Initiator des Boston Dance Theaters. Das Bundesjugendballett John Neumeier pr\u00e4sentiert mit \u201eDie Unsichtbaren\u201c eine bewegende Tanz-Collage \u00fcber Ausgrenzung und Verfolgung im Nationalsozialismus. Die Inszenierung zeigt au\u00dferdem den Aufbruch in die Tanz-Moderne. Mit Sasha Waltz &amp; Guests ist eine der international bedeutendsten Compagnien des zeitgen\u00f6ssischen Tanzes in Gera zu erleben. Ihre Produktion \u201eIn C\u201c steht f\u00fcr einen offenen, experimentellen k\u00fcnstlerischen Prozess.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tanz in der ganzen Stadt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die B\u00fchnen hinaus pr\u00e4gt das Festival das kulturelle Leben der Stadt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm l\u00e4dt dazu ein, Tanz aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben: Die Ausstellung \u201eBravo, Gera! \u2013 100 Jahre t\u00e4nzerischer Aufbruch\u201c in der Kunstsammlung Gera macht die 1920er Jahre mit Originaldokumenten und Exponaten lebendig. Filmvorf\u00fchrungen, Gespr\u00e4chsformate und Konzerte erweitern den Blick auf Tanzgeschichte und Gegenwart. Mit \u201eGera tanzt!\u201c \u00f6ffnet das Th\u00fcringer Staatsballett seine T\u00fcren f\u00fcr einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit des Ensembles.<\/p>\n\n\n\n<p>Eintrittskarten sind an den Theaterkassen sowie \u00fcber die Webseite des Theaters erh\u00e4ltlich. Diese sind unter der Rufnummer 0365 8279105 bzw. 03447 585160 sowie \u00fcber \u201ehttps:\/\/theater-altenburg-gera.de\/\u201d erreichbar.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: THEATER ALTENBURG GERA GGMBH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Vom 8. bis 21. Mai 2026 wird Gera zum Zentrum des Tanzes. 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