{"id":42140,"date":"2026-04-08T00:20:35","date_gmt":"2026-04-07T22:20:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=42140"},"modified":"2026-04-08T00:20:37","modified_gmt":"2026-04-07T22:20:37","slug":"zwischen-abenteuerlust-und-hirtenlied","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/04\/08\/zwischen-abenteuerlust-und-hirtenlied\/","title":{"rendered":"\u201eZWISCHEN ABENTEUERLUST UND HIRTENLIED\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Von romantischen Landschaften, dramatischen Seest\u00fccken und idyllischen Alltagsszenen reichte die Bandbreite der vom Unternehmer Hans Wilhelm Behrens (1879 Braunschweig bis 1938 Gera) f\u00fcr seine Geraer Villa erworbenen Gem\u00e4lde. Ebenso geh\u00f6rten Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarelle und Porzellane zu seinen Ank\u00e4ufen. Schwerpunkt waren Werke der D\u00fcsseldorfer und M\u00fcnchner Malerschule. Die Sammlung, die jenseits der Klassischen Moderne angesiedelt ist, geh\u00f6rt heute zu den wenigen noch vorhandenen privaten Kunstsammlungen eines aufstrebenden B\u00fcrgertums in Gera um die Jahrhundertwende. 1953 wurde die Sammlung beschlagnahmt und in Volkseigentum \u00fcberf\u00fchrt. Im Rahmen des Restitutionsverfahrens 2010 wurden alle Kunstgegenst\u00e4nde an die rechtm\u00e4\u00dfige Eigent\u00fcmerin, die in M\u00fcnchen ans\u00e4ssige Behrens-Weise-Stiftung, zur\u00fcck\u00fcbertragen. Ein Jahr sp\u00e4ter konnten die Werke mit Mitteln des Freistaates Th\u00fcringen f\u00fcr die Geraer Museen dauerhaft erworben werden. Die Ausstellung erm\u00f6glicht einen umfassenden Einblick in eine Privatkollektion mit einer ereignisreichen Sammlungsgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter anderem sind vertreten: Oswald und Andreas Achenbach, Ludwig Angerer, Heinrich B\u00fcrkel, Franz von Defregger, Eduard von Gr\u00fctzner, Hugo Paul Harrer, Eug\u00e8ne Isabey, Max Klinger, Franz von Lenbach, Christian Mali, Antonio Rotta, Carl Spitzweg, Hans Thoma<\/p>\n\n\n\n<p>Schwerpunkt der Sammlung sind 32 Gem\u00e4lde und 18 Grafiken die in herausragender Weise die Kunst des 19. Jahrhunderts repr\u00e4sentieren. Dar\u00fcber hinaus geh\u00f6ren Porzellane verschiedener Manufakturen wie Mei\u00dfen und Frankenthal sowie diverse Keramikobjekte dazu. Die als repr\u00e4sentative Villenausstattung angelegte Sammlung ist in ihrem Erscheinungsbild sehr homogen. Hauptaugenmerk galt der deutschen-akademischen Kunststr\u00f6mung um 1900 mit ihrem strengen handwerklich-technischen Regelwerk. Besonders bevorzugt waren idealisierte Darstellungen literarischer, mythologischer und historischer Themen. Aktuelle Kunsttendenzen, avantgardistische Str\u00f6mungen, neue Ausdrucksformen der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts blieben vollkommen unber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Museen in Gera sind die Werke seit vielen Jahrzehnten integraler Bestandteil verschiedener Sonderausstellungen und eine bedeutende Erweiterung von wichtigen k\u00fcnstlerischen Positionen der Zeit um die Jahrhundertwende. Die Ausstellung im Museum f\u00fcr Angewandte Kunst wird am Dienstag, den 28. April 2026, er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Von romantischen Landschaften, dramatischen Seest\u00fccken und idyllischen Alltagsszenen reichte die Bandbreite der vom Unternehmer Hans Wilhelm Behrens (1879 Braunschweig bis 1938 Gera) f\u00fcr seine Geraer Villa erworbenen Gem\u00e4lde. 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