{"id":42165,"date":"2026-04-09T17:37:08","date_gmt":"2026-04-09T15:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=42165"},"modified":"2026-04-09T18:00:28","modified_gmt":"2026-04-09T16:00:28","slug":"eine-weitere-empoerungswelle-in-den-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/04\/09\/eine-weitere-empoerungswelle-in-den-medien\/","title":{"rendered":"EINE WEITERE EMP\u00d6RUNGSWELLE IN DEN MEDIEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Fall Fernandes\/Ulmen hat zuletzt einmal mehr die Zweiteilung der Medienwelt verdeutlicht. W\u00e4hrend bei den etablierten Anbietern die Gewalt gegen Frauen und der Kampf gegen patriarchale Strukturen im Fokus steht, sprechen die alternativen Anbieter \u00fcber eine Instrumentalisierung des Falls, mit dem Ziel einer Identifikationspflicht im Netz. In den Kommentarspalten und sozialen Netzwerken prallen beide Sichtweisen aufeinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt der Debatte war ein Artikel im Magazin \u201eDer Spiegel\u201c, Heft 13 vom 20. M\u00e4rz 2026. Dieser verleitet, offenbar gezielt, zu bestimmten Deutungen. Aktivisten lie\u00dfen sich davon beeinflussen und riefen zu Demonstrationen auf. Dabei kam reichlich Wut zum Ausdruck, die sich allgemein gegen M\u00e4nner richtet. Die \u00f6ffentlich-rechtlichen Programme \u00fcbernahmen die Narrative zun\u00e4chst. In der Deutschlandfunk-Sendung \u201eZur Diskussion\u201c vom 25. M\u00e4rz 2026 sagte Max Bauer, Journalist in der ARD-Rechtsredaktion in Karlsruhe, er sch\u00e4me sich als Mann. Problematisiert wird insbesondere der wei\u00dfe Cis-Mann. In der Sendung \u201eFeature\u201c, ausgestrahlt am 27. M\u00e4rz 2026, feierte man musikalisch untermalt die Steinzeit, in der Annahme, dass damals Gleichberechtigung herrschte und alles miteinander geteilt wurde. F\u00fcr die Zukunft wurde der Wunsch nach dem Matriarchat ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n\n\n\n<p>In alternativen Medien \u00fcberwiegt hingegen die Emp\u00f6rung \u00fcber die Berichterstattung der etablierten Zeitungen und Rundfunkanstalten sowie \u00fcber die feministisch-linke Szene. Unter anderem wird festgestellt, dass sich der Hass insbesondere auf wei\u00dfe M\u00e4nner konzentriert, die Hautfarbe hier pl\u00f6tzlich erw\u00e4hnt wird, w\u00e4hrend Zuwanderer in der Diskussion au\u00dfen vor bleiben. Es wird die These verbreitet, nach der Frauen frustriert sind, weil sie merken, dass sie trotz Emanzipation von M\u00e4nnern abh\u00e4ngig sind. Beim Anbieter \u201eNius\u201c vermutet man ein Aktivisten-Netzwerk hinter Collien Fernandes und nennt \u201eHate Aid\u201c, \u201eCorrektiv\u201c und \u201eZero Covid\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eTagesschau\u201c fiel auf, weil sie ihre Artikel zum Fall Fernandes\/Ulmen mehrmals korrigierte und erkl\u00e4rende Hinweise anf\u00fcgte, und zwar in dieser Abfolge: \u201eCollien Fernandes wirft Christian Ulmen vor, in ihrem Namen jahrelang im Internet Fakeprofile erstellt und Deepfake-Pornos verbreitet zu haben.\u201c \u201eCollien Fernandes wirft Christian Ulmen unter anderem vor, Deepfake-Pornos verbreitet zu haben.\u201c \u201eUlmen soll jahrelang im Internet Fake-Profile erstellt und dar\u00fcber pornografische Darstellungen verbreitet haben. Das Erstellen und Verbreiten von Deepfake-Pornos wirft sie Ulmen wohl nicht vor.\u201c Zum Schluss beschrieb der Text einen v\u00f6llig anderen Sachverhalt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ausgabe 14 vom 27. M\u00e4rz 2026 greift \u201eDer Spiegel\u201c das Thema erneut auf und l\u00e4sst unter anderem Luisa Neubauer und Margarete Stokowski zu Wort kommen. Auch hier regt sich wieder Kritik, weil die Aufmerksamkeit zu sehr auf die Gewalterfahrungen Prominenter im Internet gelenkt wird. Die \u00fcberwiegend m\u00e4nnliche Leserschaft des Magazins, zumeist gut verdienend und in besseren Gegenden wohnend, k\u00f6nnte zu der Einsch\u00e4tzung kommen, dass die in den alternativen Medien thematisierten Formen der Gewalt an Frauen, von denen sie noch nie etwas geh\u00f6rt hat, an Orten, die sie nicht betritt, starke \u00dcbertreibungen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Der Fall Fernandes\/Ulmen hat zuletzt einmal mehr die Zweiteilung der Medienwelt verdeutlicht. 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