{"id":42172,"date":"2026-04-10T07:57:10","date_gmt":"2026-04-10T05:57:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=42172"},"modified":"2026-04-10T07:57:11","modified_gmt":"2026-04-10T05:57:11","slug":"fotografien-von-halina-hildebrand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/04\/10\/fotografien-von-halina-hildebrand\/","title":{"rendered":"FOTOGRAFIEN VON HALINA HILDEBRAND"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Stadt- und Regionalbibliothek zeigt derzeit im Veranstaltungsbereich der Gerathek ausgew\u00e4hlte Fotografien von Halina Hildebrand, die in Israel in der Zeit nach dem 7. Oktober 2023 entstanden. Der Ausstellungstitel \u201eSei a Mensch\u201c erinnert dabei an Worte der im letzten Jahr verstorbenen Holocaust\u00fcberlebenden Margot Friedl\u00e4nder, die immer wieder betonte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eIch sage, seid Menschen. Wir sind alle gleich.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Michael Panse, Beauftragter der Th\u00fcringer Landesregierung f\u00fcr J\u00fcdisches Leben und die Bek\u00e4mpfung des Antisemitismus, verwies darauf zur Ausstellungser\u00f6ffnung im Rahmen der J\u00fcdisch-Israelischen Kulturtage Th\u00fcringen am Montag, den 23. M\u00e4rz 2026. Gleichzeitig betonte er die Aktualit\u00e4t der Aussage hinter den Bildern auch zweieinhalb Jahre sp\u00e4ter. Die Ausstellung entstand 2023\/2024 und war bereits in Erfurt, Meinigen und M\u00fchlhausen zu sehen. In der Geraer Bibliothek am Puschkinplatz werden Teile der urspr\u00fcnglichen Ausstellung pr\u00e4sentiert; ein Begleittext, den man an der Servicetheke erhalten kann, bietet zus\u00e4tzliche Informationen zu den Bildern. Zu sehen sind zerst\u00f6rte Wohnh\u00e4user, aufget\u00fcrmte Autowracks, Menschen mit leeren, ohnm\u00e4chtigen Gesichtern \u2014 Momentaufnahmen aus einem verwundeten Land. Nach dem brutalen Massaker der Hamas an Familien in Kibbuzim nahe der Grenze zu Gaza und an jungen Menschen auf einem Musikfestival in der israelischen Negev-W\u00fcste stand das Land unter Schock. Bewusst wurden die Opfer gedem\u00fctigt, sexuell missbraucht und die Leichen gesch\u00e4ndet. Wie k\u00f6nnen Menschen sich gegenseitig so etwas antun? Die Fotografien sind der Versuch, die tiefgreifenden Auswirkungen dieses Tages auf die israelische Gesellschaft festzuhalten. Mit n\u00fcchterner Formensprache, im Kontrast zu den tiefen Emotionen, f\u00e4ngt die Fotografin das Leid, die Herausforderungen und die kollektive Resilienz der israelischen Bev\u00f6lkerung ein. Die Ausstellung zeigt die Tragweite der Katastrophe und setzt ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus. Halina Hildebrand erkl\u00e4rt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eIn einer Zeit, in der Vorurteile oft die Wahrnehmung verzerren, sucht meine Arbeit danach, eine Br\u00fccke zu schlagen und das Bewusstsein daf\u00fcr zu sch\u00e4rfen, dass Mitgef\u00fchl und Empathie wichtige Werkzeuge f\u00fcr den Abbau von Feindseligkeiten und Missverst\u00e4ndnissen sind.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Halina Hildebrand, geboren 1953 in Polen, lebt und arbeitet in Berlin. Zu sehen ist die Ausstellung bis 30. April 2026 zu den \u00d6ffnungszeiten der Bibliothek. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTBIBLIOTHEK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Stadt- und Regionalbibliothek zeigt derzeit im Veranstaltungsbereich der Gerathek ausgew\u00e4hlte Fotografien von Halina Hildebrand, die in Israel in der Zeit nach dem 7. Oktober 2023 entstanden. 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