{"id":42776,"date":"2026-05-24T13:59:16","date_gmt":"2026-05-24T11:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=42776"},"modified":"2026-05-24T13:59:54","modified_gmt":"2026-05-24T11:59:54","slug":"eine-schwierige-wirtschaftliche-ausgangslage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/05\/24\/eine-schwierige-wirtschaftliche-ausgangslage\/","title":{"rendered":"EINE SCHWIERIGE WIRTSCHAFTLICHE AUSGANGSLAGE"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr einen breiten wirtschaftlichen Aufschwung fehlen weiterhin die Voraussetzungen. Nicht nur Deutschland befindet sich in einer schwierigen Lage, sondern die gesamte Welt. In der Makroperspektive zeigen sich zunehmende Rivalit\u00e4ten unter den Gro\u00dfsystemen, die unter permanentem Wachstumsdruck stehen und bei sinkendem Wohlstand von innen heraus infrage gestellt werden. Es werden Ressourcen ben\u00f6tigt, um die Produktion erh\u00f6hen zu k\u00f6nnen, und neue M\u00e4rkte, um die geschaffenen Produkte abzusetzen. Daf\u00fcr sind Zug\u00e4nge zu Rohstofflagerst\u00e4tten, Handelswegen und anderen Staaten n\u00f6tig. Im Kampf um Einflu\u00dfsph\u00e4ren w\u00e4chst die Gefahr von Konflikten. Folglich flie\u00dft mehr Kapital als bisher in die Resilienz und Aufr\u00fcstung.<\/p>\n\n\n\n<p>In diese Gesamtdarstellung k\u00f6nnen auch die j\u00fcngsten Kriege eingeordnet werden. Die Reduzierung der Probleme auf einen psychologischen Ausnahmezustand der jeweiligen F\u00fchrungsfiguren kann zu der Fehlannahme f\u00fchren, dass durch Regierungswechsel eine grunds\u00e4tzlich andere Situation herbeigef\u00fchrt wird. Gegenw\u00e4rtig steht die Welt am Beginn einer Umbruchphase. Mit der Neuordnung \u00e4ndert sich die Ausrichtung der globalen Wertsch\u00f6pfungsketten entsprechend dem neuen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis. So k\u00f6nnte sich Deutschland in f\u00fcnfzig Jahren am unteren Ende wiederfinden, und China am oberen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausblick auf die kommenden Monate zeigt ein erh\u00f6htes Stagflationsrisiko. W\u00e4hrend das Wachstum schwach bleibt, steigen die Preise. Beim Thema Energie sind bestenfalls kurze Entspannungsphasen zu erwarten. Die Preise f\u00fcr Roh\u00f6l und Erdgas werden weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben, was nachfolgend die Energie-, D\u00fcngemittel- und Lebensmittelpreise erh\u00f6ht und sich auf die Teuerungsrate niederschl\u00e4gt. Weitere Anstiege sind m\u00f6glich, wenn die globalen \u00d6lvorr\u00e4te zur Neige gehen und die Stra\u00dfe von Hormus weitgehend unpassierbar bleibt. Experten erwarten die Engp\u00e4sse f\u00fcr die Zeit ab Juni, sp\u00e4testens August 2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Entwicklung von KI und Rechenzentren, dem einzigen noch m\u00f6glichen Wachstumsmotor, kann sich die Situation weiter zuspitzen. Es drohen Massenentlassungen und Verknappungen aufgrund des sehr hohen Strom- und Wasserbedarfes. Wegen des sinkenden Bildungsniveaus und neuer Anforderungen k\u00f6nnen in den k\u00fcnftig relevanten Bereichen nicht mehr die erforderlichen Qualifikationen erreicht werden. Personalengp\u00e4sse, Ausf\u00e4lle, systemische Instabilit\u00e4t, ein sichtbarer Verfall zeigen sich auf der einen Seite, w\u00e4hrend auf der anderen immer weniger Menschen eine Besch\u00e4ftigung finden, die den gewohnten Lebensstandard sichert.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Finanzsektor sind die Auswirkungen der Energiekrise erkennbar, die eine weitere Etappe am Beginn der globalen Umbruchphase darstellt. K\u00e4ufer von Staatsanleihen erwarten aufgrund der h\u00f6heren Inflationsrate eine h\u00f6here Rendite. In der Folge steigen die Kapitalmarktzinsen; Kredite werden teurer, wodurch die Investitionst\u00e4tigkeit sinkt. Damit geht auch das Wirtschaftswachstum zur\u00fcck, ebenso der Wohnungsbau, w\u00e4hrend die Schulden weiter steigen. Um die Inflationsgeschwindigkeit zu verlangsamen, m\u00fcssen die Notenbanken den Leitzins erh\u00f6hen, was das Wirtschaftswachstum ebenfalls bremst.<\/p>\n\n\n\n<p>In den USA hat die Staatsverschuldung bereits die 39-Millionen-Dollar-Marke \u00fcberschritten. Gr\u00f6\u00dfte Gl\u00e4ubiger sind, noch vor China, das Notenbanksystem Fed, der Pensionsfonds und der Sozialversicherungsfonds. Jeden Monat kommen weitere 300 Milliarden US-Dollar hinzu. Um K\u00fcrzungen bei den Sozialausgaben und Steuererh\u00f6hungen zu vermeiden \u2014 beides w\u00fcrde zu Unruhen f\u00fchren \u2014 werden die USA ihre Interessen auf globaler Ebene m\u00f6glicherweise noch radikaler durchsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geldfluss in KI-Unternehmen und Chip-Hersteller l\u00e4sst die B\u00f6rsenkurse derzeit immer weiter steigen, wodurch der Eindruck eines breiten Wachstums entsteht. Dabei handelt es sich jedoch nur um Gewinnerwartungen mittel- bis kurzfristig agierender Anleger mit \u00fcbersch\u00fcssigem Kapital. In die meisten dieser Unternehmen str\u00f6mt mehr Geld ein als sie substanziell produzieren. Das hebt die Kurse auf ein Rekordniveau, w\u00e4hrend sich die Stimmung in der Realwirtschaft eintr\u00fcbt. Die Vorzeichen einer Korrektur sind auch an vielen Charts zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>F\u00fcr einen breiten wirtschaftlichen Aufschwung fehlen weiterhin die Voraussetzungen. Nicht nur Deutschland befindet sich in einer schwierigen Lage, sondern die gesamte Welt. 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