{"id":43630,"date":"2026-07-17T21:25:17","date_gmt":"2026-07-17T19:25:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=43630"},"modified":"2026-07-17T21:25:19","modified_gmt":"2026-07-17T19:25:19","slug":"warum-die-geburtenrate-niedrig-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/07\/17\/warum-die-geburtenrate-niedrig-bleibt\/","title":{"rendered":"WARUM DIE GEBURTENRATE NIEDRIG BLEIBT"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geburtenrate in Deutschland ist auf 1,32 Kinder pro Frau gesunken und hat damit den tiefsten Stand seit 1997 erreicht. Frauen mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit haben eine Fertilit\u00e4tsrate von nur noch 1,2 Kindern. Bei ausl\u00e4ndischen Frauen sind es hierzulande immerhin 1,78 Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein \u00e4hnliches Bild zeigt sich auch in anderen entwickelten Industriestaaten. Die Bestanderhaltungsrate von 2,1 Kindern pro Frau wird deutlich unterschritten. Bislang h\u00e4lt sich die Vorstellung, dass die Geburtenrate wieder steigt, wenn sich sich die Bedingungen f\u00fcr Frauen bessern. Der Blick in die Welt l\u00e4sst aber anderes vermuten. Bei einer Gegen\u00fcberstellung der Gemeinsamkeiten von L\u00e4ndern mit hohen Fertilit\u00e4tsraten einerseits, und Staaten mit niedrigen Zahlen andererseits, sowie beim Vergleich von Deutschland fr\u00fcher und heute, werden die entscheidenden Faktoren deutlich. Ausschlaggebend ist die Begrenzung der M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Staaten wie Tschad, Somalia, Kongo und der Zentralafrikanische Republik haben Frauen im Grunde keine Wahl, was ihre Rolle anbetrifft. Es gibt gewisse sozio\u00f6konomische Rahmenbedingungen, kulturelle Pr\u00e4gungen und einen hohen gesellschaftlichen Erwartungsdruck. Im Schnitt bringen diese Frauen sechs Kinder zur Welt. Die Geburtenrate nimmt mit zunehmender Selbstbestimmung ab, was mit der Bildung und dem Einkommen korreliert. Unabh\u00e4ngige Frauen orientieren sich h\u00e4ufig am m\u00e4nnlichen Karrieretyp und streben zuerst nach beruflicher Selbstverwirklichung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl Europa wesentlich bessere Lebensbedingungen als Afrika hat, sind die Geburtenraten dadurch niedriger. Das zeigt sich auch beim Vergleich zwischen der heutigen Situation in Deutschland und der vor einhundert Jahren. Selbst unter optimalen Bedingungen w\u00fcrde die Zahl der Wunschkinder immer noch unterhalb der Bestanderhaltungsrate liegen \u2014 trotz des hohen zu betreibenden Aufwandes. Das bedeutet, arme und instabile Staaten w\u00e4ren weiterhin von existenzieller Bedeutung f\u00fcr Europa, wenn es zur Stabilisierung der Bev\u00f6lkerungszahlen auf Zuwanderung aus solchen Regionen setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne ausreichende Nachkommen erweisen sich die Lebensmodelle der Industriestaaten aber langfristig als nicht zukunftsf\u00e4hig. Auf der einen Seite der Welt befinden sich Gesellschaften, die optimale Bedingungen brauchen, um \u00fcberhaupt ein oder zwei Kinder zu wollen, auf der anderen stehen V\u00f6lker, die unter wesentlich schlechteren Lebensbedingungen sehr viele Geburten vorweisen k\u00f6nnen. Es kann angenommen werden, dass die Zuwanderung nur solange anh\u00e4lt, wie sich Europa die sogenannten Pull-Faktoren leisten kann. Ist die Wohlstandsreserve der vergangenen Jahrzehnte aufgebraucht, wird es unattraktiv f\u00fcr Menschen aus \u00e4rmeren Regionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Geburtenrate in Deutschland ist auf 1,32 Kinder pro Frau gesunken und hat damit den tiefsten Stand seit 1997 erreicht. Frauen mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit haben eine Fertilit\u00e4tsrate von nur noch 1,2 Kindern. 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