{"id":43807,"date":"2026-07-31T12:38:55","date_gmt":"2026-07-31T10:38:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=43807"},"modified":"2026-07-31T12:38:57","modified_gmt":"2026-07-31T10:38:57","slug":"energiekosten-werden-zum-standortproblem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/07\/31\/energiekosten-werden-zum-standortproblem\/","title":{"rendered":"ENERGIEKOSTEN WERDEN ZUM STANDORTPROBLEM"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hohe Energiekosten bringen immer mehr Unternehmen an ihre Belastungsgrenze. Das zeigt das Energiewende-Barometer 2026 der IHK-Organisation. Rund 3100 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen haben sich daran beteiligt. \u201eGlobale Krisen treffen auf weiterhin ungel\u00f6ste strukturelle Herausforderungen am Wirtschaftsstandort Deutschland. Das h\u00e4lt die Energiekosten hoch\u201c, erkl\u00e4rt DIHK-Pr\u00e4sident Peter Adrian. \u201eDie Folgen sind sinkende Wettbewerbsf\u00e4higkeit, aufgeschobene Investitionen und die Verlagerung von Produktionskapazit\u00e4ten ins Ausland.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr knapp die H\u00e4lfte der Unternehmen sind die Stromkosten in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten erneut gestiegen. Bei Gas und \u00d6l berichten sogar zwei Drittel von h\u00f6heren Belastungen. Mehr als 40 % der Unternehmen sehen ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit durch die Energiewende oder die damit verbundenen Energiekosten beeintr\u00e4chtigt. In der Industrie betrifft das rund zwei Drittel der Betriebe. Im Handel sind es 40 %.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Folgen sind deutlich: Deutschland verliert Unternehmen und Investitionen. Rund ein Drittel der Unternehmen verschiebt Investitionen in seine Kernprozesse. Jeder vierte Betrieb stellt Investitionen in Klimaschutzma\u00dfnahmen zur\u00fcck. Es fehlen die finanziellen Spielr\u00e4ume. Investitionen in Forschung und Innovation werden von 16 % der Unternehmen aufgeschoben. \u201eEs ist besorgniserregend, dass hohe Energiekosten inzwischen nicht nur die laufende Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit belasten, sondern auch Zukunftsinvestitionen verhindern\u201c, sagt Adrian. \u201eWer heute nicht investiert, verliert morgen an Innovationskraft, Produktivit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei der Aufgabe wirtschaftlicher Aktivit\u00e4ten in Deutschland und bei Verlagerungen ins Ausland. Rund 20 % aller Unternehmen besch\u00e4ftigen sich damit. Sie haben entsprechende Ma\u00dfnahmen bereits umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung. In der Industrie liegt der Anteil bei etwa 40 %. Bei gro\u00dfen Industrieunternehmen sind es sogar rund 60 %. Dort gibt etwa ein Drittel an, Verlagerungsma\u00dfnahmen bereits umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Unternehmen stehen hinter dem Ziel der Klimaneutralit\u00e4t. Gleichzeitig sehen sie sich mit Energiekosten konfrontiert, die im internationalen Wettbewerb zunehmend zum Nachteil werden\u201c, sagt Adrian. \u201eDie Kosten der Energiewende drohen der Transformation selbst im Weg zu stehen. Um aus dieser Abw\u00e4rtsspirale herauszukommen, braucht es neue Ans\u00e4tze in der Energiepolitik: weniger staatliche Detailsteuerung, mehr Markt und wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.ihk.de\/gera\/innovation-umwelt\/energie\/energie-aktuell\/energiewende-barometer-2026-7129956\">https:\/\/www.ihk.de\/gera\/innovation-umwelt\/energie\/energie-aktuell\/energiewende-barometer-2026-7129956<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim energiepolitischen Handlungsbedarf steht der Ausbau der Infrastruktur an erster Stelle. Vier von f\u00fcnf Unternehmen fordern mehr Priorit\u00e4t und Verl\u00e4sslichkeit beim Ausbau der Energieinfrastruktur. Knapp drei Viertel w\u00fcnschen sich ein st\u00e4rkeres finanzielles Engagement des Staates. Damit soll eine zukunftsorientierte Infrastruktur aufgebaut werden. Eine Senkung der Steuern und Abgaben auf den Strompreis bef\u00fcrworten 78 % der Unternehmen. Ebenfalls rund drei Viertel fordern klare Leitprinzipien f\u00fcr die Energieeffizienzpolitik. Dazu z\u00e4hlen Wirtschaftlichkeit, Freiwilligkeit und Technologieoffenheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Unternehmen erwarten verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen, eine leistungsf\u00e4hige Infrastruktur und international wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise\u201c, erkl\u00e4rt Adrian. \u201eDas sind Grundvoraussetzungen daf\u00fcr, dass Unternehmen in Deutschland investieren, Arbeitspl\u00e4tze sichern und Innovationen vorantreiben. Wenn Energie dauerhaft teurer und die Regulierung enger ist als bei unseren internationalen Wettbewerbern, verlieren wir schrittweise Wertsch\u00f6pfung und industrielle Substanz.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schnelle Ma\u00dfnahmen sind notwendig. Sie m\u00fcssen die Transformation der Unternehmen erleichtern und die Kosten senken. Dazu geh\u00f6rt eine sofortige Stromsteuersenkung f\u00fcr alle und klare Regelungen f\u00fcr schnellere Netzanschl\u00fcsse. Auch der Bau von Infrastruktur muss beschleunigt werden. Gleichzeitig ist ein deutlicher Abbau von Regulierung erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">QUELLE: IHK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Hohe Energiekosten bringen immer mehr Unternehmen an ihre Belastungsgrenze. Das zeigt das Energiewende-Barometer 2026 der IHK-Organisation. 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