{"id":43921,"date":"2026-08-11T03:00:04","date_gmt":"2026-08-11T01:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=43921"},"modified":"2026-08-11T03:00:05","modified_gmt":"2026-08-11T01:00:05","slug":"sind-die-fahrpreise-zu-hoch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/08\/11\/sind-die-fahrpreise-zu-hoch\/","title":{"rendered":"SIND DIE FAHRPREISE ZU HOCH?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fahrpreiserh\u00f6hungen gibt es zwar jedes Jahr doch die j\u00fcngste im \u00d6PNV erregt die Gem\u00fcter besonders. Zum einen hat die Einzelfahrkarte die psychologisch bedeutsame Marke von drei Euro erreicht, zum anderen geraten immer mehr Menschen finanziell in einen kritischen Bereich. Um weiterhin mobil bleiben zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie anderswo k\u00fcrzer treten. Zwar bieten die Verkehrsunternehmen heute sehr viel mehr M\u00f6glichkeiten und einen h\u00f6heren Komfort als fr\u00fcher, doch f\u00fcr \u00d6PNV-Nutzer ist das Verh\u00e4ltnis zum Einkommen und den anderen finanziellen Belastungen relevant. Au\u00dferhalb von Bus und Bahn steigen ebenfalls s\u00e4mtliche Kosten. Wer sich die Abonnentenkarten nicht mehr leisten kann und seine Fahrten reduziert, muss auf teure Einzel- und Tagesfahrkarten zur\u00fcckgreifen. Die Tarifgestalter schaffen Angebote f\u00fcr m\u00f6glichst lange Strecken und bieten einen unbegrenzten Fahrspa\u00df an, doch die wenigsten wollen das. Viele sind auf festen Routen unterwegs und reizen ihren Tarif nur selten ganz aus. \u00c4ltere Fahrg\u00e4ste erinnern sich noch an die DDR-Zeit, als es Monatskarten gab, die nur f\u00fcr eine festgelegte Strecke benutzt werden konnten. Diese auf die allt\u00e4glichen Routinewege zugeschnittenen Angebote gibt es nicht mehr. Ein beachtlicher Teil der \u00d6PNV-Nutzer will nur drei bis vier Kilometer zur\u00fccklegen und nicht durch ganz Gera oder Th\u00fcringen fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zur\u00fcckgehende Zahlungskraft wird weitere Auswirkungen haben. Angesichts schmaler werdender Geldbeutel und steigender \u00d6PNV-Bereitstellungskosten m\u00fcssen sich die Entscheidungstr\u00e4ger wohl fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in zweierlei Hinsicht mit den Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit befassen. Denn die eingenommenen Fahrgelder werden perspektivisch noch weniger zur Deckung der Gesamtkosten beitragen. Das der Allgemeinheit zur Verf\u00fcgung stehende Bef\u00f6rderungsangebot wird schon heute zu einem gewissen Anteil von allen Steuerzahlern finanziert <code>\u2014<\/code> auch jenen, die ausschlie\u00dflich mit dem Auto unterwegs sind. Die Gewichtung dieser beiden Zufl\u00fcsse k\u00f6nnte sich deutlich ver\u00e4ndern. Denkbar w\u00e4re aber auch eine Verschiebung auf der Skala zwischen Luxus und Minimalausstattung oder schlicht eine Reduzierung des Verkehrs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Fahrpreiserh\u00f6hungen gibt es zwar jedes Jahr doch die j\u00fcngste im \u00d6PNV erregt die Gem\u00fcter besonders. 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