{"id":44220,"date":"2026-08-28T02:23:29","date_gmt":"2026-08-28T00:23:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=44220"},"modified":"2026-08-28T02:23:31","modified_gmt":"2026-08-28T00:23:31","slug":"kernkraft-die-energie-des-restmuells","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2026\/08\/28\/kernkraft-die-energie-des-restmuells\/","title":{"rendered":"KERNKRAFT \u2014 DIE ENERGIE DES RESTM\u00dcLLS"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob der in Kernkraftwerken anfallende Restm\u00fcll weiter genutzt werden k\u00f6nnte, ist angesichts der schwierigen Endlagersuche und der beabsichtigten Energiewende eine h\u00e4ufig aufkommende Frage. Die kurze Antwort lautet: ja. Entscheidend ist, zu welchem Preis die verbliebene Energie aus dem M\u00fcll \u201cherausgeholt\u201c werden kann. Es w\u00e4re n\u00e4mlich erneut ein kostenintensiver Aufwand zu betreiben. Bislang l\u00e4ge dieser \u00fcber dem Wert des Ertrages. Dadurch entst\u00fcnde ein defizit\u00e4res Gesch\u00e4ft, das staatliche Zusch\u00fcsse br\u00e4uchte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der vorhandene Atomm\u00fcll kann grunds\u00e4tzlich weiter verwendet werden, denn er strahlt W\u00e4rme und Teilchen \u00fcber einen langen Zeitraum ab, setzt also Energie frei. Diese W\u00e4rme reicht f\u00fcr einen Turbinenantrieb aber nicht mehr aus. Der Restm\u00fcll m\u00fcsste nochmals beschossen werden, damit er schneller zerf\u00e4llt und gr\u00f6\u00dfere Energiemengen in einem k\u00fcrzeren Zeitraum freigibt. Doch es bleibt am Ende kein ungef\u00e4hrlicher Rest \u00fcbrig. Die M\u00fcllmenge verkleinert sich zwar, strahlt aber wesentlich intensiver. Mit der weiteren Nutzung des Atomm\u00fclls verwandelt man also eine gro\u00dfe Menge schwach strahlendes Material in kleine, stark strahlende Rester.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Abfall kann theoretisch ebenfalls verwendet werden, denn radioaktive Strahlen und W\u00e4rme lassen sich auch ohne den Umweg einer Turbine in Elektrizit\u00e4t umwandeln. Die bekannten Methoden sind f\u00fcr gro\u00dfe Anwendungen jedoch nicht effizient genug und kommen daher nur in speziellen F\u00e4llen wie der Weltraumtechnik zum Einsatz. Es w\u00e4re weitere Forschungsarbeit n\u00f6tig. In den einschl\u00e4gigen Instituten konzentriert man sich aber eher auf die Kernfusion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom Grundprinzip her wird bei der Kernspaltung und Kernfusion Materie in Energie umgewandelt. Bei Materie handelt es sich ebenfalls um Energie, allerdings hochverdichtet in winzigen Punkten, die man vereinfacht als Teilchen bezeichnet. Es ist gewisserma\u00dfen gebundene Energie. Ohne die unz\u00e4hligen punktuellen Konzentrationen w\u00fcrde es keine \u201cfesten\u201c Strukturen geben. Denn Energie ist nichts gegenst\u00e4ndliches, sondern lediglich ein Wirkungspotenzial an einem Entropie-Gef\u00e4lle. Es kommt zu einer Wirkung, wenn das Gef\u00e4lle zu gro\u00df ist. Mit ihrer Wirkung geht die Energie in andere Formen \u00fcber, ist also wandelbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ob der in Kernkraftwerken anfallende Restm\u00fcll weiter genutzt werden k\u00f6nnte, ist angesichts der schwierigen Endlagersuche und der beabsichtigten Energiewende eine h\u00e4ufig aufkommende Frage. Die kurze Antwort lautet: ja. 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